Premiere für Ortungstechnologie-Standard Omlox

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Ortungsstechnologien gemeinsam anbinden und nutzen: Das zeigen die Swan GmbH, Trumpf und weitere Industriepartner auf der Hannover Messe mit Omlox.

Im Rahmen der sogenannten Omlox-Initative haben Swan, Hauptinitiator Trumpf und 60 weitere Industriepartner den neuen Ortungstechnologie-Standard Omlox entwickelt. Mithilfe des neuen Standards lassen sich Lokalisierungstechnologien wie Ultrabreitband, RFID, 5G oder GPS zur nahtlosen Überwachung der Lieferkette gemeinsam anbinden und nutzen.

Ortungstechnologie per Plug&Play nutzen

Die Initiative reagiert damit auf den steigenden Einsatz von Ortungslösungen in der industriellen Fertigung, wie fahrerlose Transportsysteme (FTS) oder auch Drohnen in der Produktion. Die Ultrabreitbandtechnologie ist per Plug&Play kostengünstig zu nutzen. Omlox wird erstmals auf der Hannover Messe zu sehen sein.

„Der gemeinsame Standard ermöglicht die Nutzung aller gängigen Technologien mit unserer neu entwickelten Swan Heatmap. Aktuell sind kleinere individuelle Anpassungen der Software an die verwendete technische Lösung notwendig. Die Standardisierung mit Omlox sorgt dafür, dass die Ortungslösung praktisch per Plug&play einsatzfähig ist”, erklärt Thorsten Lamm, Product Sales Manager bei der Swan GmbH. „Erfahrene Partner in der Omlox-Initiative liefern die Hardware. Wir ergänzen die Software, übernehmen die Integration von Ortsdaten in SAP und liefern somit zusätzlichen Service. Omlox bietet Usern einen einfachen Einstieg in Ortungstechnologien und wir erwarten, dass sich uns dank der geringen Investitionshürde ein größerer Markt erschließt.”

Ein Standard, verschiedene Hersteller

Einen besonderen Schwerpunkt setzt Omlox auf die Vernetzung der Fabrik als Herzstück der Lieferkette. Um Distanzen auch dort zentimetergenau bestimmen zu können, müssen Ortungslösungen unter anderem mit Metall zurechtkommen, das die Funkwellen ablenkt. Ultrabreitband (UWB) hat sich hier als besonders robuste Funktechnologie etabliert. Mit Hilfe dieser Funkwellen können beispielsweise fahrerlose Transportsysteme oder Drohnen einfacher ihre Position im Raum berechnen und besser navigieren. Bislang konnten Lösungen verschiedener Anbieter nicht miteinander vernetzt werden. Durch den neuen Standard lassen sich nun Geräte verschiedener Anbieter direkt anschließen und miteinander kombinieren. Im Konsumenten-Bereich ist das beispielsweise bei USB- oder Bluetooth-Technologie per Plug&Play möglich.

Die Initiative zielt darauf ab, „Industriekunden den Einsatz von Hardware und Software verschiedener Hersteller zu erleichtern“, wie Thomas Schneider, Entwicklungsgeschäftsführer bei Trumpf erklärt. “Dies spart dem Endkunden Aufwand und Kosten“.

Funktionieren mehrheitlich die Funk-Technologien oftmals nur für sich, soll sich das nun ändern. Sämtliche Ortsdaten sollen sich in einem einheitlichen Koordinatensystem anzeigen lassen. Industriekunden können so Lösungen verschiedener Anbieter wesentlich einfacher integrieren.

Internationale Industriepartner mit an Bord

Zu den Industriepartnern des neuen UWB-Standards gehören Unternehmen aus Europa, Asien und den USA. Auf der Hannover Messe stellen rund 15 von ihnen die Omlox-Initiative erstmals der Öffentlichkeit vor und demonstrieren, wie Ortungslösungen verschiedener Hersteller künftig zusammenarbeiten könnten. Auf der Hannover Messe werden folgende Omlox-Austeller vertreten sein:

  • Trumpf (Werkzeugmaschinen, Lasertechnik)
  • Be Spoon (UWB Lokalisierungsanbieter)
  • GFT (IT-Dienstleister und Softwareanbieter)
  • T-Systems (Herstellerübergreifender Digitaldienstleister)
  • Sick AG (Anbieter sensorbasierter Lösungen)
  • Pepperl+Fuchs AG (Explosionsschutz und Industrielle Sensoren)
  • CEA Leti (Forschungsinstitut)
  • Heidelberg Mobil (Software für ortsbasierte-Dienste in Gebäuden)
  • WZL Aachen GmbH - Geschäftsbereich Automatisierung (Entwicklungs- und Applikationsunterstützung)
  • Bridging IT (Technologie- und Unternehmensberatung)
  • Squadrone System (Hersteller für Industriedrohnen)
  • Xetics (Smart Factory Software)
  • Zigpos (Lokalisierungsanbieter)
  • Swan (Projekthaus für SAP-Logistik)
  • Naise (Indoornavigationsanbieter für fahrerlose Transportsysteme)
  • Cleanfix (Reinigungsmaschinenanbieter)

Im Anschluss an die Hannover Messe soll eine unabhängige Organisation die Entwicklung des Standards vorantreiben, um auch in Zukunft keinen Projektpartner zu bevorteilen.

db

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