PPA-Compounds für Hochspannung im Elektroauto

Mit Amodel Supreme bringt Solvay neue PPA-Compounds für Hochspannungsanwendungen im Elektroauto auf den Markt. Foto: Solvay

Solvay führt neue PPA-Compounds Hochspannungskomponenten in der Leistungselektronik von Elektroautos ein.

Solvay bringt eine völlig neue Generation von PPA-Compounds auf den Markt, die gezielt für Hochspannungsanwendungen in modernen Elektroautos entwickelt wurden. Die Amodel Supreme und Amodel Bios Typen erfüllen alle Voraussetzungen für ihren Einsatz im Bereich der E-Mobilität.

Dauerhaft hoher CTI-Wert bei Hochspannung

Dazu zählen im Spektrum der Materialreihe Supreme die Typen Amodel PPA AE 9933 und AE 9950 für E-Motor- und Wechselrichter-Sammelschienen, die Betriebsspannungen von 800 Volt oder höher ausgesetzt sind. Beide PPA-Compounds vereinen sehr hohe Kriechstromfestigkeit (CTI) mit hoher Beständigkeit gegen zyklische Temperaturwechsel zwischen -40 und 150 °C. Als Durchbruch gegenüber herkömmlichen PPA-Technologien gilt außerdem, dass sie ihren CTI-Wert selbst nach vorübergehender Einwirkung von Spitzentemperaturen über 150 °C dauerhaft beibehalten.

Trend zur Integration im Elektroauto

Bei Elektroautos geht der Trend hin zur Integration von E-Motor, Leistungselektronik und Getriebe in ein einziges, konsolidiertes elektrisches Antriebssystem. Die neuen halogenfrei flammwidrigen Typen Amodel Bios HFFR R1-133 und HFFR R1-145 kommen diesem Trend entgegen. Mit einem CTI von über 600 Volt, einer Wärmebeständigkeit von über 120 °C und sehr gute Dimensionsstabilität ermöglichen diese Materialtypen die Konstruktion äußerst kompakter Systeme mit miniaturisierten Komponenten.

Zudem bieten sie UL94 V0-Flammwidrigkeit ohne den Einsatz halogenierter Flammschutzmittel. Damit räumen sie nicht nur Bedenken hinsichtlich der Sicherheit beim Auftreten unkontrollierbarer thermischer Bedingungen aus, sondern minimieren auch das Korrosionsrisiko für die Elektronik.

PPA-Compounds für Steckverbinder

Darüber hinaus bietet Solvay mit Amodel Bios AE R1-133 ein elektrofreundliches Material, das speziell für Steckverbinder entwickelt wurde, die sich blasenfrei im Reflow-Verfahren löten lassen. Gegenüber Standard-PPA ermöglicht dieser Materialtyp dank höherer Schlagzähigkeit und Fließnahtfestigkeit die Konstruktion von dünnerwandigen Steckverbindern für Platzeinsparungen von bis zu 50 % auf der Leiterplatte – zugunsten anderer elektronischer Bauelemente.

„Amodel Supreme und Bios stoßen auf hohes Interesse unter Designern von elektrischen Antriebssystemen, einschließlich E-Motoren, Leistungselektronik und elektronischen Kühlmittelpumpen“, sagt Brian Baleno, Head of Marketing, Automotive bei Solvay Specialty Polymers.

CO2-Fußabdruck reduziert

Amodel PPA Supreme gilt aktuell als das PPA mit der höchsten thermischen und elektrischen Leistungsfähigkeit im Markt. Amodel PPA Bios zeichnet sich durch eine partiell biobasierte, langkettige Molekularstruktur mit der höchsten Glasübergangstemperatur (Tg) aus. Zudem weist diese Reihe ein sehr niedriges Treibhauspotenzial (GWP) im Vergleich zu herkömmlicheren biobasierten Langketten-PPAs aus.

Im Einklang mit seinem ‚One Planet‘ Bekenntnis zur Nachhaltigkeit hat Solvay den CO2-Fußabdruck von Amodel PPA-Compounds seit 2013 um 30 % reduziert und nutzt in der PPA-Produktion am globalen Fertigungsstandort Augusta (Georgia, USA) ausschließlich erneuerbare Energie.

mg

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