Post-Consumer-Rezyklate für E&E-Anwendungen

Sabic erweitert sein Portfolio für E&E-Anwendungen um Kunststoffe, die bis zu 30 % Post-Consumer-Rezyklat enthalten.

Sabic reagierte auf die Forderungen großer Marken der E&E-Industrie nach nachhaltigeren Kunststoffen bietet ab sofort die Kunststoffe Cycoloy (PC+ABS) und Lexan (PC) mit einem hohen Anteil an Post-Consumer-Recyklat (PCR) an. Typische Anwendungen für dieses Portfolio sind Drucker, Kopierer und Laptop-Gehäuse sowie Zubehör, etwa Ladegeräte und Adapter.

Anteil der Post-Consumer-Rezyklat steigt

Bei der Compoundierung wird Neumaterial mit Post-Consumer-Rezyklat gemischt. Zunächst liegt der PCR-Gehalt bei bis zu 30 %. Laut einer internen Sabic-Studie reduziert sich im Vergleich zu reiner Neuware der Kohlenstoff-Fußabdruck um bis zu 25 % und der Energieverbrauchs um bis zu 30 %. Sabic hofft, schon im Jahr 2021 Kunststoffe mit einem PCR-Gehalt von bis zu 60 % anbieten zu können.

Die erweiterte Materialpalette wird recyceltes Polycarbonat (PC) enthalten, das aus Anwendungen wie Fünf-Gallonen-Wasserflaschen und optischen Medien stammt. "Solche Produkte werden aus transparentem Polycarbonat hergestellt, sie sind leicht zu erhalten, zu sortieren und zu reinigen", sagt Sergi Monros, Vizepräsident von Performance Polymers & Industry Solutions for Petrochemicals bei Sabic. "Wir untersuchen auch die Verwendung von PCR-Polycarbonat aus Altfahrzeuganwendungen wie Scheinwerfern und Armaturenbrettern.“

PCR-Materialien mit Flammschutz für E&E-Anwendungen

Sabic wird auch PCR-haltige Materialien mit unterschiedlichen Flammschutzstufen entwickeln. Der Flammschutz reicht bis zur Klassifizierung 5VB bei 1,5 mm Wandstärke. Das Unternehmen wird auch Qualitäten mit PCR-Gehalt für transparente Anwendungen anbieten. Das neue Portfolio wird daher sowohl ungefüllte als auch füllstoffhaltige Qualitäten umfassen.

"Technischen Thermoplasten mit PCR-Gehalt ergänzen unsere Kunststoffe aus zertifiziert erneuerbaren Rohstoffen", so Monros. "Unsere Vision einer Kreislaufwirtschaft erfordert die Zusammenarbeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, und wir sind entschlossen, mit Partnern in den nach- und vorgelagerten Bereichen zusammenzuarbeiten, um die erforderliche Transformation voranzutreiben.“

mg

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