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Polyurethan und Polyamid kombinieren

Dämpferlager als Kombination von Polyurethan-Lager mit Polyamid-Gehäuse: 25 % weniger Gewicht im Vergleich zu Gummi und Aluminiumdruckguss. Foto: BASF

BASF zeigt auf der PIAE ein Dämpferlager komplett aus Kunststoff und eine Weiterentwicklung des Simulationstools Ultrasim.

Das Dämpferlager ist die Verbindung des Stoßdämpfers mit der Karosserie und hat somit maßgeblichen Einfluss auf Fahrkomfort und -dynamik. Deshalb ist das Materialzusammenspiel der einzelnen Komponenten von entscheidender Bedeutung.

BASF präsentiert auf der PIAE in Mannheim ein Dämpferlager, welches komplett aus Kunststoff besteht. Das Lager selbst ist aus dem mikrozelligen Polyurethan-Elastomer Cellasto, das umgebende Gehäuse Polyamid. Die verwendete PA66-Type Ultramid ist mit 50 % Glasfasern verstärkt und damit sehr steif und fest, auch bei hohen Temperaturen. Sie eignet sich besonders für dynamische Lasten und ist damit generell eine gute Alternative zu Metall.

Mit einer von der BASF entwickelten Fertigungstechnik werden Polyamid-Gehäuse und PUR-Lagerelement dauerhaft verbunden. Mit dieser Kombination lassen sich das eigentliche Lager, die Zusatzfeder und das Schutzrohr des Stoßdämpfers funktional integrieren sowie eine sehr gute Dämpfung und Akustik erzielen. Ergebnis: Das Dämpferlager ist rund 25 % leichter als gängige Versionen aus Aluminiumdruckguss mit Gummi.

Mit Ultrasim bis zur Serienreife

Das Dämpferlager wurde mit dem BASF-Simulationswerkzeug Ultrasim bis zur Serienreife entwickelt. Alle relevanten Lastfälle, die Lebensdauer sowie der Spritzgießprozess wurden damit berechnet, unter Berücksichtigung der Reaktionskräfte des PUR-Kerns. Das Simulationstool ist ein weiteres Schwerpunktthema bei BASF auf der PIAE, da es laufend erweitert wird. Themen in Mannheim sind die Simulation der Feuchtedehnung eines Kunststoffs sowie komplexe Einlegerverschiebungen im Spritzgießprozess.

Weiterhin präsentiert BASF technische Kunststoffe für die Elektromobilität und das autonome Fahren. Zudem zeigt das Unternehmen Werkstoffe für den 3D-Druck sowie den Hochleistungskunststoff Ultramid Advanced T1000.

mg

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