Werkstoffe 06.12.2017 0 Bewertung(en) Rating

Polyamide: Hitzestabil und doch elektrisch neutral

A. Schulman bietet eine Produktreihe von hitzestabilisierten Polyamid-Compounds mit weniger als 30 ppm Halogengehalt vor. Doch warum ist ein extrem niedriger Halogengehalt in E&E-Anwendungen eigentlich so wichtig?

Die meisten elektronischen Bauteile versagen aufgrund von korrodierten Kontakten in integrierten Schaltkreisen. Diese Kontaktkorrosion tritt auf, wenn zwei Metalle mit unterschiedlichen elektrochemischen Spannungen durch einen Elektrolyten (z. B. Wasser oder feuchte Luft) leitend verbunden werden. Um dies zu vermeiden, sind elektrisch neutrale Umgebungen erforderlich.

Halogene, wie Iodid oder Brom, stehen im Verdacht, die elektrische Korrosion zu fördern und müssen deshalb auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Im Allgemeinen wird ein Halogengehalt von 100 ppm in Kunststoff-Compounds als noch akzeptabel angesehen, da dieser Wert immer noch elektrisch neutrale Eigenschaften des Kunststoffs ermöglicht.

Jetzt noch niedrigere Halogenanteile gefordert

Neue elektrische Fahrzeugkomponenten, die sowohl kleiner als auch komplexer sind und bei höherer Spannung arbeiten, erfordern jetzt noch niedrigere Halogenanteile. Bei aktuellen Diskussionen im Markt haben sich 30 bis 50 ppm als das neue Niveau für anspruchsvollere Anwendungen herausgestellt.

 - Häufig versagen elektronische Bauteile aufgrund von korrodierten Kontakten. Um dies zu vermeiden, enthalten bietet A. Schulman Polyamid-Typen, deren Hitzestabilisierung mit sehr niedrigen Halogengehalten auskommt.
Häufig versagen elektronische Bauteile aufgrund von korrodierten Kontakten. Um dies zu vermeiden, enthalten bietet A. Schulman Polyamid-Typen, deren Hitzestabilisierung mit sehr niedrigen Halogengehalten auskommt.
A. Schulman

Die Schulamid-Typen von A. Schulman enthalten Hitzestabilisierungssysteme mit sehr niedrigen Halogengehalten, nämlich HE, HH, H2, H4 und H5. In Anbetracht der gestiegenen Marktanforderungen hat A. Schulman ein besonderes Verfahren konfiguriert, um jegliche Kreuzkontamination während der Produktion zu vermeiden. Auch hat das Unternehmen ein spezielles Produktionskontrollprotokoll erstellt, in dem der Halogengehalt durch interne Analyse bestimmt wird. Basierend auf diesen Aktionen kann A. Schulman einen Halogengehalt von <30 ppm für seine Schulamid -Polyamide erreichen.

Keine neuen Zulassungsverfahren

"Wir sind in der Lage, unseren Kunden Produkte mit sehr niedrigen Halogengehalten anzubieten, die bereits über Zulassungen verfügen und im Markt erprobt sind", erklärt Andreas Dowe, Produktlinienmanager PA & POM EMEA bei A. Schulman. "Der große Vorteil für unsere Kunden ist, dass unsere Schulamid-Produktpalette den strengeren Marktanforderungen entspricht, ohne dass neue Zulassungsverfahren erforderlich sind."

mg

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