Polyamid 6 mit höchster Hitzebeständigkeit

Automobilbau: Ein neues, bis 190 °C hitzebeständiges Polyamid 6 der BASF eignet sich für den Hochtemperaturbereich. Zudem schützt eine metallfreie Wärmestabilisierung elektronische Bauteile vor galvanischer Korrosion. Foto: BASF

Eine neue Wärmestabilisierung macht gewöhnliches Polyamid 6 hitzebeständig bis 190 °C. Die Stabilisierung kommt ohne korrodierende Zusätze aus.

Ausgerüstet mit einer neuen Wärmestabilisierung bietet BASF jetzt ein Polyamid 6 (PA6) Compound mit einer, für PA6 einzigartigen Hitzebeständigkeit von bis zu 190 °C. Zudem schützt das neue PA6-Compound sensible elektronische Bauteile vor galvanischer Korrosion, da die neue Stabilisierung ohne Halogenide (Halogenidgehalt unter 50 ppm) und Metalle auskommt.

Das Polyamid (Ultramid B3PG6 BK23238, verstärkt mit 30 % Glasfasern) überzeugt darüber hinaus mit sehr geringer Wärmealterung und zeigt damit gegenüber bisherigen PA6 GF30 Systemen verbesserte Alterungseigenschaften. Außerdem lässt sich der Kunststoff sehr gut mit Heißgas schweißen..

Polyamid für moderne Autoantriebe

Wärmebeständigkeit, gute Dauergebrauchseigenschaften und Schweißnahtfestigkeit sind die Grundvoraussetzungen für Bauteile in aktuellen und zukünftigen Autoantrieben. Sei es beim Verbrennungsmotor als auch im Hybrid oder Elektrofahrzeug, zuverlässige und technisch einwandfreie Materialien sind in einer anspruchsvollen Umgebung unerlässlich.

Der Wandel im Automobilbau stellt steigende und neue Rahmenbedingungen an die eingesetzten Werkstoffe. Technische Kunststoffe müssen nicht nur hohen Temperaturen über einen langen Zeitraum standhalten, sondern auch die galvanische Korrosion von elektrischen Bauteilen unterbinden.

Andreas Stockheim, Segment Marketing Manager Powertrain und Chassis, BASF Performance Materials. Foto: BASF

Standardmaterial mit sehr hoher Hitzebeständigkeit

„Einige Kunden waren auf der Suche nach einem PA6-Standardmaterial, welches Temperaturanforderungen von bis zu 190 °C erfüllen kann. Zudem wird vermehrt eine metallfreie Wärmestabilisierung gefordert, um sensible elektronische Bauteile in vor galvanischer Korrosion zu schützen und damit mögliche Ausfälle zu vermeiden“, erklärt Andreas Stockheim, Segment Marketing Manager Powertrain und Chassis im Unternehmensbereich Performance Materials der BASF. „Das PA-Compound mit der neuen Stabilisierung kann nicht nur in herkömmlichen Umgebungen eingesetzt werden, sondern ist auch für elektronische Anwendungen, wie zum Beispiel in Elektrofahrzeugen geeignet.“

Vielseitig einzusetzen

Bei der Entwicklung des neuen Materials lag der Fokus zunächst auf neuen Bauteilen in der Ladeluftstrecke. Dabei kristallisierte sich schnell die Vielseitigkeit des neuen PA6-Compounds heraus. Erstmalig wurden hohe Temperaturanforderungen mittels metallfreier Wärmestabilisierung realisiert. Die besten Voraussetzungen für den Einsatz auch in Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb.

Mit Ultramid B3PG6 BK23238 erweitert die BASF ihr Produktportfolio an Polyamiden für den Hochtemperaturbereich. „Dort wo hohe Temperaturen und gleichzeitig vielseitige Materialeigenschaften gefordert sind, kann das neue Ultramid eingesetzt werden. Aufgrund der industrieübergreifenden Einsatzmöglichkeiten können wir große Produktionsvolumen zu wirtschaftlich attraktiven Konditionen zur Verfügung stellen“, ergänzt Andreas Stockheim.

mg

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