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Plastpol: Wittmann mit vollintegrierter Spritzgießzelle

Eine Ecopower 55 ist Mittelpunkt einer Spritzgießzelle mit Wittmann-4.0-Integration. Foto: Wittmann Battenfeld

Wittmann Battenfeld zeigt auf der polnischen Kunststoffmesse Plastpol Ende Mai zwei vollintegrierte Spritzgießzellen; dazu gehört ein Ingrinder.

Auf der Plastpol in Kielce vom 24. bis 27. Mai 2022 legt Wittmann Battenfeld das Hauptaugenmerk im Maschinenbereich auf der Präsentation vollintegrierter Spritzgießzellen: Zum einen wird eine Maschine der vollelektrischen Ecopower Reihe mit Wittmann-4.0-Integration gezeigt, zum anderen eine servohydraulische Maschine der Smartpower-Reihe in Ingrinder-Ausführung. Beide Maschinen zeichnen sich unter anderem aufgrund Servoantriebstechnologie durch ein hohes Maß an Energieeffizienz aus.

Vollintegration mit einer Ecopower 55 Produktionszelle

Seine Kompetenz im Bereich der Digitalisierung zeigt der österreichische Maschinenbauer anhand der Herstellung eines Teils für die Medizintechnik mit einer Ecopower 55/350, die mit den Software-Paketen HIQ Flow zum Ausgleich von Viskositätsschwankungen, HIQ Melt zur Überwachung der Materialqualität und HIQ Metering zum aktiven Verschließen der Rückstromsperre ausgestattet ist.

In die Unilog-B8-Steuerung der Maschine sind der Wittmann-Roboter W918, ein gravimetrisches Dosiergerät Gravimax 14, ein Segmentradtrockner Aton Plus 70 und drei Temperiergeräte der Serie Tempro Plus D via Wittmann 4.0 integriert. Über den in der Unilog-B8-Steuerung eingebauten Web-Browser kann ebenso auf das MES-System Temi+ zugegriffen werden. Die mittels Wittmann 4.0 vernetzte Produktionszelle unterstützt elektronische Werkzeugdatenblätter und kann damit prüfen, ob die angeschlossenen Peripheriegeräte für den vorgewählten Produktdatensatz ausreichend sind oder ob weiteres Equipment benötigt wird.

Die Automatisierung wird über eine Easy-Zelle realisiert. Diese kommt ohne Schutztür aus und benötigt damit nur minimalen Platz neben der Spritzgießmaschine. Trotz der kompakten Bauweise erhält der Kunde alle CE-konformen Sicherheitseinrichtungen.

Ingrinder: Spritzgießzelle, die Abgüsse rezykliert

Der Ingrinder ist eine vollintegrierter Spritzgießzelle: Ein Saugförderer transportiert das recycelte Material aus den Angüssen über eine 2-Komponentenweiche zum Materialtrichter der Spritzgießmaschine. Foto: Wittmann Battenfeld

Beim Ingrinder handelt es sich um eine kompakte Spritzgießzelle, in die ein Angusspicker, eine Mühle und ein Saugförderer integriert sind. Mühle und Angusspicker sind über die Unilog-B8-Steuerung der Maschine bedienbar. Entwickelt wurde die Ingrinder-Lösung für kleinere Spritzgießmaschinen der Modellreihen Ecopower und Smartpower, da speziell auf diesen Maschinen Werkzeuge mit Kaltkanaltechnik eingesetzt und damit Angüsse produziert werden, die im Anschluss an den Spritzgießprozess entweder entsorgt oder einem Recycling zugeführt werden müssen.

Auf der Plastpol wird mit einer Smartpower 60/210 mit einem 2-2-fach-Werkzeug eine Dose mit Deckel aus PS hergestellt. Ein Angusspicker der Type WP50 mit Schwenkantrieb entnimmt den Anguss und führt ihn der in die Anlage integrierten Mühle G-Max 9 zu. Das mit der Mühle rezyklierte Material wird mit einem Saugförderer Feedmax S 3-Net zum Materialtrichter der Maschine transportiert. Die Saugförderer von Wittmann mit optionaler Materialweiche erlauben die abwechselnde Förderung von Neuware und Mahlgut, sodass sich dadurch und durch das Ablassen des Materials in den Materialtrichter eine Durchmischung ergibt.

Um Viskositätsschwankungen, die durch das rezyklierte Material entstehen, auszugleichen, wird auf der Anlage das Anwendungs-Softwarepaket HIQ Flow eingesetzt. Mit HIQ Flow werden während der Einspritzphase detektierte Viskositätsschwankungen im selben Schuss aktiv korrigiert.

sk