Foto: Arburg
Der auf der Interplastica vorgestellte hybride Allrounder 520 H ist mit einem 32-fach-Werkzeug ausgestattet und produziert Pipettenspitzen für die Medizintechnik.

Digitalisierung

Plastpol: Arburg mit automatisierten Spritzgießmaschinen

Spritzgießmaschinenbauer Arburg legt die Schwerpunkte auf der Plastpol auf die Bereiche Medizintechnik und Verpackung mit automatisierten Abläufen.

Spritzgießmaschinenbauer Arburg legt die Schwerpunkte auf der Plastpol auf die Bereiche Medizintechnik und Verpackung mit automatisierten Abläufen.

Mit einer Medizintechnik-Anlage rund um die hybride Schnellläufer-Spritzgießmaschine Allrounder 520 H sowie einer Verpackungsanwendung mit einem hochpräzisen elektrischen Allrounder 570 A zeigt Arburg vom 24. bis 27. Mai in Kielce zwei automatisierte Produktionsbeispiele, die für eine leistungsstarke und produktionseffiziente Serienfertigung von Kunststoffteilen in zwei Schlüsselbereichen des polnischen Marktes sorgen.

Schnelllaufende Medizintechnik-Anwendung

Die Medizintechnik-Anlage mit einem hybriden Allrounder 520 H mit 1.500 kN Schließkraft und Spritzeinheit der Größe 290 produziert mit einem 32-fach-Werkzeug von Zahoransky Pipetten in einer Zykluszeit von rund 6 s. Auf diese Weise lässt sich ein Durchsatz von etwa 19.200 Spritzteilen pro Stunde erreichen. Als komplette Produktionszelle ist die Anlage unter anderem mit einem über der Schließeinheit verfahrbaren Reinluftmodul mit Ionisierung ausgestattet. Die hybriden Allrounder verbinden elektrische Schnelligkeit und Präzision auf der Schließseite mit hydraulischer Kraft und Dynamik beim Einspritzen und sind damit genau auf die Bedürfnisse der Medizintechnik ausgerichtet.

Automatisierte Spritzgießmaschine mit hoher Präzision für Verpackungen

Das zweite Exponat, ebenfalls automatisiert, ist eine elektrische Maschine der Alldrive-Baureihe. Der Allrounder 570 A verfügt über eine Schließkraft von 2.000 kN und eine Spritzeinheit der Größe 800. Komplettiert wird die Anlage durch ein Multilift Select Robot-System mit 6 kg Tragkraft zur Teileentnahme und -ablage. Auf dieser Konfiguration entsteht eine sogenannte Knitterbox, ein kleiner Behälter mit einer äußeren Anmutung, die wie eine verknitterte Papiertüte wirkt. Zur Herstellung dieses Spritzteils wird ein Einfach-Werkzeug von Haidlmair eingesetzt.

Gestica-Steuerung mit Füllstudiensimulation

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Foto: Arburg
Dank der Assistenzfunktion AXW Control Fillassist „kennen“ Allrounder-Spritzgießmaschinen mit Gestica-Steuerung die Teile, die sie produzieren sollen.

Der elektrische Allrounder ist mit der Gestica, der neuesten Steuerungsgeneration von Arburg, ausgestattet. Hinzu kommen die Vorstellung des AXW Control Fillassist und anderer Assistenzsysteme für die Maschinenbediener. Der AXW Control Fillassist an der Gestica spart selbst erfahrenen Einrichtern Zeit.

Wenn der Bediener eine STL-Datei eines Bauteils in die Steuerung importiert, werden eine Füllstudie erstellt und die passenden Einspritzparameter für die Maschine und den Prozess ermittelt. So kommen alle Maschinenanwender schnell und sicher zu ersten Gutteilen. Während des Einspritzens wird dann das Füllbild des Teils in Abhängigkeit von der Schneckenposition auf dem Bildschirm angezeigt.

Kundenportal hilft bei Maschinenstörungen rund um die Uhr

Wie die Digitalisierung in modernen Spritzgießunternehmen praxisnah gelingt, erfahren die Besucher der Plastpol anhand einer Demoversion des Kundenportals Arburgxworld. Unter anderem sind aktuelle Online-Informationen zum Maschinenpark von überall her im Zugriff – egal, ob am Arbeitsplatz oder mobil. Störungen können mit den unterschiedlichen Apps selbst rund um die Uhr behoben werden. Und auch die Ersatzteilbestellung erfolgt komfortabel 24/7 direkt online. Darüber hinaus stehen Berechnungs-Tools und Wissensdatenbanken in verschiedenen Paketen zum individuellen Zusammenstellen zur Verfügung, um die Arbeit in vielen Unternehmensbereichen so einfach wie möglich zu gestalten.

Arburg: Freisprechfeier für Auszubildende

Bei Arburg fanden Anfang April erneut Freisprechfeiern statt: 29 gewerbliche Auszubildende wurden in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.
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sk