„Plastics Solutions“ für viele Anwendungen

Back to Beiträge

Akro-Plastic zeigt auf der K-Messe unter dem Motto „Plastics Solutions“ ein ganzes Spektrum an weiterentwickelten Lösungen aus Kunststoff.

„Plastics Solutions“ heißt es bei dem Compoundeur Akro-Plastic, der gemeinsam mit seinen Schwestergesellschaften K.D. Feddersen, M.Tec und Polycomp, sowie seinen Zweigniederlassungen AF-Color und Bio-Fed zeigt, was die Unternehmen der Feddersen-Gruppe rund um das Thema Kunststoffe zu bieten haben.

Plastics Solutions für 3D-Druck, Trinkwasser und Flammschutz

Die Verarbeitung hochverstärkter Kunststoff-Compounds eröffnet neue Möglichkeiten in der additiven Fertigung und ist eine Kernkompetenz bei Akro-Plastic. Das vom Compoundeur entwickelte, kohlenstofffaserverstärkte Polyamid 6 namens Akromid B3 ICF 30 9 AM wird am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Aachen im MDM-Prozess (Melt Deposition Modeling Prozess) eingesetzt. Es konnte eine stabiler Fertigungsprozess mit hohen Produktionsgeschwindigkeiten umgesetzt, da die Kohlenstofffaser die Wärmeleitfähigkeit des Compounds verbessert, was höhere Abkühlgeschwindigkeiten erlaubt, und die Chargentoleranz bei hochverstärkten Kunststoffen sehr eng ist. Anhand eines Videos zeigt Akro-Plastic auf der K-Messe die Funktionsweise dieser Verarbeitungstechnik an einem Versuchsträger aus Akromid B3 ICF 30 9 AM.

Armatur für Kaltwasseranwendungen, hergestellt aus hydrolysebeständigem Akromid B3 GF 30 4 L (7481). Foto: Akro-Plastic

Der Compoundeur gibt auch einen Überblick über die Werkstoffe aus der Akrotek-PK-Reihe (Polyketon) und der Akromid-T5-Reihe (PPA), die die Normen nach KTW/W270, ACS, NSF 61 und WRAS bis 85 °C für Kunststoffe mit Trinkwasser-Kontakt erfüllen. Die Prüfzeugnisse umfassen alle Produktvarianten zwischen Akromid T5 unverstärkt bis 50 % glasfaserverstärkt in natur und schwarz, sowie Akrotek PK-VM 8 unverstärkt bis 50 % glasfaserverstärkt, ebenfalls in natur und schwarz.

Kunststoffe in öffentlichen Verkehrsmitteln

Für den Bereich Öffentliche Verkehrsmittel hat der Compoundeur sein Portfolio an flammgeschützten Compounds auf Basis halogenfreier Additive erweitert und verbessert. In Bussen gilt die Vorschrift ECE 118. Akro-Plastic hat hier Compounds mit verschiedenen Glasfasergehalten entwickelt, welche die Anforderungen nach Anhang 6,7 und 8 erfüllen. Damit lassen sich die Materialien an jeder Stelle im Innenraum von Bussen verwenden.

Für den Anwendungsbereich Bahn gelten seit der Einführung der EN 45545-2 strengere, weitaus differenziertere Kriterien. Auch hierfür hat der Compoundeur Produkte im Portfolio, die die Anforderungen erfüllen. Diese Werkstoffe eignen sich für kleine bis mittelgroße Teile im Innen- und Außenraum des Fahrzeugs. Für größere Bauteile und Sitzschalen gelten besonders strenge Vorgaben. Als erstes glasfaserverstärktes Polyamid erfüllt Akromid C28 GF 25 FRT die Anforderungen nach EN45545-0 R1 HL2, R6 HL2 und R7 HL2 sowie dem amerikanischen Standard NFPA 130.

Die höchsten Anforderungen an flammgeschützte Materialien werden nach wie vor von der Luftfahrt gefordert. Hierfür hat der Akro-Plastic Akromid PA K17 FR schwarz (5762) entwickelt. Das mit 35 % Glasfasern gefüllte Polyamid ist nach der Federal Aviation Regulation (FAR) 25.853 für den Innenbereich spezifiziert und bei Airbus freigegeben.

Sitz-Systems Citos aus flammgeschütztem Polyamid, hergestellt von der Firma Franz Kiel. Foto: Akro-Plastic

Erweiterung der PPA-Produktreihe

Neben den herkömmlichen PPA-Compounds auf Basis PA6T erweitert Akro-Plastic sein Portfolio mit dem neuen Akromid T9. Diese Compounds auf Basis des Homopolymers PA9T zeichnen sich durch eine geringere Wasseraufnahme und dadurch konstantere mechanische Performance aus. PPA wird vornehmlich dort eingesetzt, wo gesteigerte Anforderungen an Festigkeit und Steifigkeit bei erhöhten Temperaturen gefordert werden. Das wird durch eine höhere Glasübergangstemperatur (Tg) des Polymers erreicht, welche oft bei 125 – 135 °C liegen kann.

Bei PA6T-Copolymeren sinkt Tg jedoch mit der Wasseraufnahme unter 100 °C, gleichauf mit der mechanischen Belastbarkeit. Dadurch, dass Akromid T9 weniger als die Hälfte Feuchtigkeit aufnimmt, bleibt die hohe Tg und damit die hohe Mechanik bei hohen Temperaturen und Feuchte erhalten. Erste Tests im direkten Vergleich zeigen überdies eine bessere Fließfähigkeit sowie ein schnelleres Kristallisationsverhalten, was die sehr aufwendige Fertigung von PPA-Compounds erleichtert. Überdies bietet das 50 % glasfaserverstärkte Compound einen kleinen, aber feinen Dichtevorteil von 6 %. Der Schmelzpunkt von Akromid T9 liegt bei 300 °C und damit etwas niedriger als bei vergleichbaren PA6T-Typen. Dadurch ergeben sich Vorteile bei der Verarbeitung sowie Modifizierungen. Flammschutztypen als auch schlagzäh-modifizierte Compounds sind robuster einzustellen und zu verarbeiten.

Substitution von PA66

Polyamid 6.6-Compounds (PA66) sind aufgrund der seit Jahren andauernden Rohstoffknappheit im Markt nur begrenzt verfügbar und die Preise sind konstant gestiegen. Daher hat es sich Akro-Plastic zur Aufgabe gemacht, als Alternative ein PA6 so zu modifizieren, dass es vergleichbare Eigenschaften zu einem PA66 erreicht. Von Seiten der Kunden sind in den letzten Monaten zahlreiche spezifische Testanforderungen an das Unternehmen herangetragen worden, die mit Bravour bestanden wurden und auf der K-Messe vorgestellt werden.

Das richtige Produkt für Ihre Anwendung

Um Kunden und Interessenten die Auswahl des richtigen Werkstoffs zu erleichtern, hat der Compoundeur in den letzten Monaten seinen Produktfilter auf seiner Webseite verbessert und ausgebaut. Die Vorteile und Möglichkeiten, die der Kunde damit gewinnt, erläutert das Messeteam von Akro-Plastic auf der K-Messe gern ausführlicher.

mg

Share this post

Back to Beiträge