Plastic Solutions – die Kunststoff-Wertschöpfungskette im Fokus

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Die Feddersen-Gruppe blickt zufrieden auf die K 2019 zurück. Sechs Firmen zeigten unter dem Motto Plastic Solutions die ganze Kunststoff-Wertschöpfungskette.

Die Anzahl der Aussteller auf der K 2019 ist im Vergleich zu 2016 auf nunmehr 3.333 angestiegen und auch die Feddersen-Gruppe hat hierzu ihren Beitrag geleistet und präsentierte auf einem Gemeinschaftsstand mit gleich sechs Firmen und Geschäftsbereichen die gesamte Wertschöpfungskette von Kunststoff – ganz getreu dem Motto Plastic Solutions.

Trotz leicht gesunkener Besucherzahlen auf der Messe konnten die Unternehmen der international agierenden Feddersen-Gruppe einen Zuwachs an Besuchern auf ihrem Messestand von 10 % gegenüber der Veranstaltung im Jahr 2016 verbuchen. „Etwa 40 Prozent der geführten Gespräche konnten wir mit potenziellen Neukunden führen“, so Sandra Dierks, Leitung Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit bei der K.D. Feddersen Holding. „Der Anteil der ausländischen Besucher war bei uns mit fast 50 Prozent auch auf einem sehr hohen Niveau.“

Plastic Solutions – Lösungen für die gesamte Kunststoff-Wertschöpfungskette

Auf dem Messestand der Unternehmensgruppe drehte sich alles um die verschiedenen Prozessschritte innerhalb der Kunststoff-Wertschöpfungskette, was durch das Motto Plastic Solutions unterstrichen wurde. Die Firmen zeigten damit auf, dass man unter dem Dach der Feddersen-Gruppe eine Lösung für jedes Problem finden kann.

Als jüngstes Mitglied trat die M.Tec Ingenieurgesellschaft für kunststofftechnische Produktentwicklung, die seit Ende Juni 2018 zur Feddersen-Gruppe gehört, erstmals auf der K 2019 auf. Für die diesjährigen „Hot Topics“ der Messe zeigte sich M.Tec bestens aufgestellt. So treibt das Unternehmen Innovationen in der Kunststoffindustrie insbesondere durch den Einsatz des digitalen Zwillings in der Verzugsoptimierung voran, welcher mithilfe von künstlicher Intelligenz Probleme mit Bauteilverzug zur Vergangenheit werden lässt. Doch neben Innovation ist es insbesondere die langjährige Erfahrung in der ganzheitlichen Produktentwicklung in Kombination mit einer breitgefächerten Expertise, welche das Alleinstellungsmerkmal für M.Tec darstellt.

„Unsere Teilnahme an der K 2019 stellt sich für uns als voller Erfolg heraus“, so Wolfgang Pelzer, M-Tec-Geschäftsführer. „Es ergaben sich für uns zahlreiche produktive Gespräche, interessante Kontakte und Folgetermine.“

Erfolgreiche Kontakte – Zufriedener Rückblick auf die K 2019

Ebenfalls erstmalig dabei, wenn auch schon seit 2013 im Firmenverbund aktiv, war Polycomp mit Sitz in Norderstedt bei Hamburg. Das Unternehmen ist Lohnproduzent und Lizenzhersteller für technische Compounds und versteht sich als kompetenter Partner, wenn es um Produkttransfers im Sinne der Lohn- und Lizenzherstellung auf Basis gleichartiger Maschinentechnologie, neue Prozessentwicklungen und Optimierungen, neue Produktentwicklungen im Einklang mit der Prozessfähigkeit, Komplexität der Produkte in der Kunden-Eigenfertigung, spezielles Anlagenequipment und vieles mehr geht.

„Wir konnten auf der K 2019 viele neue Anreize und Ideen für neue Geschäftsmöglichkeiten generieren und von den Synergien innerhalb der Firmengruppe auf dem Gemeinschaftstand profitieren“, resümiert Jac Loos, Bereichsleiter Vertrieb bei Polycomp.

Portfolio an technischen Kunststoffen erweitert

Der Kunststoffdistributor K.D. Feddersen hatte zur K 2019 sein Portfolio an technischen Kunststoffen erweitert. „Wir ergänzen unser bestehendes Polyamid-Portfolio unter anderem mit weiteren flammgeschützten Typen der Marke Frianyl und post-industrial Rezyklaten der Marken Ecomid und Nylfor aus dem Hause Celanese – wie gewohnt leicht zu verarbeiten und für anspruchsvolle Anwendungen geeignet“, so Daniel Brock, Bereichsleiter Distribution bei K.D. Feddersen. Zudem runden TPEs das Portfolio des Distributors ab.

Aus dem Hause Trinseo wurden die Produkte Megol, Tivilon und Apilon mit Fokus auf automobilen Anwendungen und 2K hart-/weich Haftverbunde gezeigt. Die Produkte Laprene und Forprene von Celanese für die Bereiche Bau, E/E, Haushaltsgeräte und Sport, sowie Pibiflex und Riteflex für anspruchsvolle Anwendungen im Bereich Automobil-Fahrwerke und im Motorraum standen ebenfalls im Fokus auf der K 2019.

Große Nachfrage nach Compounds für den Leichtbau

Auch wenn das Thema Leichtbau bereits seit vielen Jahren thematisiert wird, bleibt es brandaktuell. Die Industrie ist gefordert, weitere Anstrengungen in Sachen Gewichtseinsparung im Sinne eines schonenderen Umgangs mit den globalen Ressourcen zu unternehmen. PP-Compounds von Lyondell Basell erfüllen nicht nur diesen Anspruch, sondern auch die hohen Anforderungen an Sichtteile im Fahrzeuginnenraum, wie gute Kratzbeständigkeit und geringe Emissionen. Demnach war nach Angaben des Distributors die Nachfrage nach neuen, dichtereduzierten Typen mit guten mechanischen Eigenschaften auf der K 2019 groß.

Beim ABS wurde das Portfolio um die Produktreihe Elix ABS Highly Reflective erweitert. Diese lichtdichten und hoch reflektiven Weißpigmente-ABS-Typen bieten für lichttechnische Applikationen in der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie Lichttechnik eine Lösung in Kunststoff. Aufgrund seiner lichttechnischen Eigenschaften, hohen Wärmeformbeständigkeit und ausgezeichneten mechanischen Merkmalen ist das High-Reflective-ABS der ideale Werkstoff für Reflektoren, LED-Gehäuse, Lichtführungen, Segmentanzeigen oder Anzeigesysteme, so die Feddersen-Gruppe.

Mit Cadon ABS CG 28 ist nun auch ein ABS-Produkt bei K.D. Feddersen erhältlich, welches aufgrund seiner besonderen Produktzusammensetzung eine sehr hohe Schlagzähigkeit (IZOD-Kerbschlagzähigkeit (-30 °C) mit 21 kJ/m²) bei niedrigen Temperaturen hat. Dieses Produkt ist für Standardanwendungen eine gute Wahl und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, so das Unternehmen.

Neue Typenreihe für Trinkwasseranwendungen präsentiert

Die Akro-Plastic präsentierte einige Neuerungen zur Messe. Getreu dem Motto der Feddersen-Gruppe „Plastic Solutions“ gab es beim Kunststoff-Compoundeur eine neue Typenreihe für Trinkwasseranwendungen auf Basis PPA (Akromid T5), sowie Polyketon (Akrotek PK) zu entdecken, welche die Approbation sowohl für Kalt- als auch Heißwasser besitzen.

Mit Akrmoid T9 wurde ein modernes PPA auf Basis eines PA9T-Homopolymers vorgestellt, welches 50 % weniger Wasser aufnimmt und dadurch noch konstantere Eigenschaften als herkömmliche PPA-Typen auf Basis PA6T hat. Besonders im konditionierten Zustand, spielt es seine mechanischen Vorteile gegenüber marktüblichen PPAs aus.

Ein besonderes Highlight auf dem Messestand war ein Ausstellungsstück von Schmersal. Zusammen mit dem Wuppertaler Experten für Sicherheitsschaltgeräte und Sicherheitszuhaltungen und anderen Partnern präsentierte Akro-Plastic den Interlock AZM300. Ein System, bei dem die mechanische Sicherheitszuhaltung durch eine Lösung aus umspritzten Metall ersetzt werden konnte. Hierbei kam das Akromid B3 GF30 PST kombiniert mit der Plasma-Seal-Tight-Technologie, eine Gemeinschaftsentwicklung von Plasmatreat und Akro-Plastic zum Einsatz.

Durch diesen neuen Ansatz wurde die vormals formschlüssige Verbindung in eine stoffschlüssige Verbindung umgewandelt, bei der das Kunststoffcompound fest mit dem Metallelement verbunden ist. Dadurch konnte bei gleichbleibender Verschlusskraft sowohl das Gewicht als auch die Anzahl der Arbeitsschritte bei der Herstellung signifikant verringert werden.

Nachhaltige und umweltschonenden Kunststofflösungen

Auch die Zweigniederlassungen von Akro-Plastic waren auf dem Gemeinschaftsstand vertreten. „Wir freuen uns, dass nachhaltige und umweltschonende Lösungen im Kunststoffbereich immer stärker und auch internationaler nachgefragt werden, was uns auch durch den überwältigenden Zuspruch der Messebesucher auf unserem Stand sowie dem entsprechenden Themenschwerpunkt auf der Messe bestätigt wurde“, so Dr. Stanislaw Haftka, Bereichsleiter Vertrieb der Zweigniederlassung Bio-Fed.

Viele Länder wie Indien sowie einige südamerikanische Länder arbeiten an Gesetzgebungen zum Verbot konventioneller Kunststoffe, zum Beispiel für Tragetaschen. „Der Trend zu Anwendungen von biologisch abbaubaren Biokunststoffen im Verpackungsbereich wird sichtbar. Hier bieten wir bereits jetzt passende Materialien an“, ergänzt Dr. Haftka. Bio-Fed erwartet, dass Biokunststoffe auch im Rahmen des EU-Verbots für Einweg-Plastikartikel eine große Rolle spielen werden und arbeitet an entsprechenden Biocompounds.

Die AF-Color gliederte ihre Messepräsenz in acht Highlight-Themen, um neue Masterbatch-Lösungen für verschiedenste Kunststofflösungen vorzustellen. Die gefragtesten Themen daraus waren der Ersatz von Ruß in Masterbatchprodukten zur Einfärbung von sortierfähigen Kunststoffverpackungen sowie Farbmasterbatches zur Einfärbung von Hochtemperaturpolymeren wie PEEK, PPS uns PPA. Dirk Schöning, als Vertriebsleiter bei AF-Color für den Bereich Masterbatches in der Firmengruppe zuständig, war mit der Besucherfrequenz zufrieden.

„Neben den uns bekannten Kunden haben wir auch einige neue Kontakte knüpfen können. Auch die Anzahl der Lieferantenkontakte, mit zum Teil sehr innovativen Neuigkeiten im Bereich der Kunststoffadditivierung, war auf hohem Niveau.“

kus

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