Pigment-Marker auch für Kunststofffasern

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Grafe entwickelt Pigment-Marker, mit denen sich auch bei Faseranwendungen schnell Originalprodukte von Fälschungen unterscheiden lassen.

Spezielle Pigment-Marker in der Kunststoffmatrix können Originalprodukte – auch solche aus Fasern – eindeutig und fälschungssicher kennzeichnen: Denn sie hinterlassen dauerhaft einen Fingerabdruck, der sehr schwer nachzuahmen ist, aber mit einem speziellen Gerät einfach und schnell nachgewiesen werden kann.

Der Masterbatch-Hersteller Grafe, Blankenhain, entwickelt Pigment-Marker, die sogar in Kunststofffasern funktionieren. Weil Form und Farbe des Artikels für einen geübten Produktpiraten kein Hindernis mehr darstellen, hat sich die Produkt- und Markenpiraterie gerade auch in der Textilindustrie in den letzten Jahren zu einem großen Problem entwickelt. Während das angebliche „Marken“-T-Shirt als Urlaubsmitbringsel fast eine Bagatelle darstellt, kann das Versagen eines technischen Bauteils oder einer Schutzeinrichtung, zum Beispiel eines Sicherheitsgurtes, schwerwiegende Konsequenzen haben.

Faserprodukte mit Pigment-Marker authentifiziern

Die von Grafe angebotenen Marker-Masterbatches können universell in alle Polymere, z. B. PA, PET oder PP, eingearbeitet werden. „Da keinerlei zusätzliche Verarbeitungsschritte notwendig sind, können die Pigmente entweder Teil einer üblichen Masterbatch-Ausrüstung sein oder auch als spezielle Marker-Masterbatches einfach hinzugesetzt werden“, erklärt Dr. Frank Claußen, Teamleiter Analytik. Das gilt auch für Faseranwendungen. „Das Spezialpigment wird durch die übliche Verarbeitungsprozesse von Thermoplasten, also auch durch den Spinnprozess, nicht geschädigt und ist resistent gegenüber Lösungsmitteln und Waschlösungen“, erläutert Simon Elias, Team Leader Development Fiber and Technical Goods. Auch Kombinationen mit anderen Authentifizierungsmerkmalen bzw. speziellen Lösungen, die quantifizierbare Aussagen liefern, sind möglich.

Darüber hinaus ist der Einsatz „markierter“ Fasern auch in Kombination mit anderen, nicht ausgerüsteten Fasern möglich. Unabhängig der chemischen Natur lassen so auch bei Faserprodukten – etwa Textilien, Seilen oder ähnliches – Original und Fälschung schnell unterscheiden.

Originale in Sekunden authentifizieren

Durch die Verwendung der Pigment-Marker können die Produkte sicher ohne aufwendige Analyse authentifiziert werden, denn die Methode ist smart und höchst effektiv: Mithilfe eines von Grafe mitgelieferten Handmessgerätes – ein auf die Marker kalibrierter Detektor – kann der Nachweis, ob es sich um ein Originalprodukt oder eine Fälschung handelt, schnell selbst durchgeführt werden. Die Detektoren können innerhalb von Sekunden prüfen, ob der Marker im Produkt enthalten ist oder eben nicht. Mittels einer LED Anzeige am Detektor wird das Ergebnis direkt angezeigt.

Für diese einfache und elegante Lösung reicht es, die Pigmente in kleinsten Mengen in die Kunststoffmatrix einzuarbeiten. „Mit wenigen Ausnahmen sind Kombinationen mit allen anderen üblichen Farbmitteln, Additiven und Füllstoffen je nach Kundenanforderung möglich“, erläutert Elias. „Änderungen der kunststoff-technischen Eigenschaften durch die Zugabe dieser Marker-Pigmente sind in der Regel nicht zu beobachten.“

Hohe Sicherheit vor unerkannten Fälschungen

Zur Sicherheit dieses Verfahrens sagt Dr. Frank Claußen: „Die Marker sind auf chemischem Weg nur durch sehr aufwendige analytische Verfahren nachweisbar. Das für die Detektion notwendige Eigenschaftsprofil kann in Aufbau und Zusammensetzung nur durch den jeweiligen Originalhersteller erzeugt werden.“

mg

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