Piab: Smart automatisiert in Hannover

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Piab zeigt auf der Hannover Messe gleich mehrere Neuheiten in den Bereichen Material Handling, Greifer- und Handhabungstechnik sowie Industrie 4.0.

Auf der Hannover Messe zeigt der Automatisierungsexperte Piab nicht nur seine neuesten Produktlösungen, er nimmt auch am schwedischen Colab-Stand teil, um die Integration seiner intelligenten Produktlösungen in industrielle Anwendungen zu demonstrieren.

Handhabungslösung entlastet Mitarbeiter

Auf der Hannover Messe zu sehen: Der Vakuumlifter Pilift Smart von Piab. Mit ihm lassen sich Lasten gleichzeitig heben und wiegen. Foto: Piab

In der Produktion, sei es beim Spritzgießen oder in der Additiven Fertigung, ist das zu verarbeitende Material in Form von Pulver oder auch Granulaten vorhanden. Das entsprechende Material muss jedoch auch aus dem Lager entnommen und zur weiteren Verteilung beispielsweise in eine Sackentladestation gebracht werden. Für diesen Zweck zeit Piab auf der Hannover Messe unter anderem den Pilift Smart Vakuumlifter. Er soll den Rücken des Mitarbeiters entlasten, indem er dessen Bewegungen erkennt, überwacht und schnell auf die Absichten der Benutzer reagiert. Die Handhabungslösung von Piab hebt und wiegt Lasten gleichzeitig, erfasst und protokolliert Daten und macht Prozessstatistiken und Analysen sofort verfügbar.

Piab beteiligt sich zudem am schwedischen Colab-Stand. Besucher können dort eine intelligente Verpackungs-und Sortierlösung des Automatisierungsspezialisten in Aktion sehen. Die Applikation zeigt dabei die Verfolgung und Rückverfolgung von Teilen mit integriertem Pilift Smart und RFID für die elektronische Kennzeichnung - eine gemeinsame Initiative von Carryline, Detab, Stora Enso und Piab.

Mit Autotuning Förderzyklus optimal anpassen

Mit der intelligenten Hochleistungspumpe im Piflow Smart geht Vakuumförderung ganz automatisch. Foto: Piab

In Hannover wird das Unternehmen außerdem einen ersten Blick auf sein Autotuning-Konzept gewähren, das noch in diesem Jahr eingeführt werden soll. Dieses stellt sicher, dass Vakuumförderer sich unabhängig an unterschiedliche Anforderungen anpassen können, um den Förderzyklus in automatisierten Prozessen zu optimieren. Um die Konfiguration des richtigen Piflow P-Förderers so einfach wie möglich zu gestalten, arbeitet Piab mit Tacton zusammen, einem Anbieter von Fertigungssoftware-Lösungen. Mit Piabs Piflow P-Vakuumförderern werden etwa Pulver und Granulate von der Sackentladestation in der richtigen Menge verteilt.

Cloudbasiert Produkte konfigurieren

Die beiden Unternehmen haben speziell für die Hannover Messe eine Cloud-basierte sogenannte „Configure Price Quote“-Lösung einschließlich visueller Produktkonfiguration entwickelt. Kunden können damit hochkomplexe Vakuumförderer so konfigurieren und selbst anpassen, als wären sie Standard.

In einer Augmented Reality (AR) App kann der Förderer im Kontext visualisiert werden, um ihn in einer realen Umgebung zu sehen. Auf dem Colab-Stand wird diese Lösung im Programm und in der App selbst zu sehen sein und zusammen mit einer explodierten Version des Piab- Vakuumförderers Piflow P von Piab demonstriert. So können auch potenzielle Änderungen im Inneren physisch sichtbar gemacht werden.

Piab ist auch auf dem schwedischen Colab-Stand vertreten. Das Unternernehmen zeigt dort unter anderem wie sich Vakuumförderer mit der Tacton Software konfigurieren und in die Prozessumgebung visualisieren lässt. Foto: Piab

Biocomposites drucken

Die Vakuumförderung spielt auch in der staubfreien Additiven Fertigung eine große Rolle. Mensch und Umwelt vor Feinstaub zu schützen sowie Produktqualität und -reinheit für einen einwandfreien Prozess zu gewährleisten sind dabei die wichtigsten Anforderungen in diesem Bereich. Dazu präsentiert  die Demonstrationseinheit Additive Manufacturing eine roboterbasierte Version auf dem Colab-Stand. Zum Einsatz kommt dabei ein ABB-Roboter mit dessen Hilfe Biocomposites von Stora Enso während der Messe live mit der AM-Technologie von Rise gedruckt werden - wobei Metallpulver von Höganäs verwendet wird.

Unibap und Ericsson werden Echtzeitüberwachung mit Stereokamera und 5G-Konnektivität durchführen, während Piab den Vakuumförderer für das Materialhandling bereitstellt. Das 3D-gedruckte Produkt kann dabei wahlweise von Electrolux oder Stora Enso stammen.

Bei Piabs Cobot-Greifer Picobot und KCS kommt die Additive Fertigung ebenfalls zum Tragen. Erstmals auf der Messe vorgestellt wird dabei der Picobot, der einen 3D-gedruckten Greifersockels besitzt und dadurch besonders leicht ist. In Kombination mit seiner niedrigen Bauhöhe ermöglicht dieser eine höchstmögliche Tragfähigkeit, sowohl in Bezug auf Gewicht als auch Abmessungen.

Ebenfalls im Messeportfolio: Piabs integrierte Pisense-Ventile. Diese erlauben die gleichzeitige Handhabung von einem oder zwei verschiedenen Produkten. Der Picobot bietet mit seiner Industrie-4.0-fähigen integrierten Ejektortechnologie zudem einen größtmöglichen Vakuumfluss. Zusammen mit den Pigrip-konfigurierbaren Saugnäpfen kann dieser selbst durchlässiges Material wie Kartonagen oder Produkte mit unebener Oberfläche, etwa einen Chipsbeutel, anheben. Picobot kann auch mit der neuen Vakuum-Greifertechnologie Pisoftgrip verbunden werden. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Saugnapf und Fingern – nähere Informationen dazu will Piab auf der Hannover Messe vorstellen. Er ist außerdem UR +/- zertifiziert und UR-CAPs unterstütztend.

Kundenspezifische End-of-Arm-Tools

Beim Spritzgießen müssen die Fertigen Produkte aus der Form entnommen werden. Piab entwickelt dazu im Bereich Robotic Gripping kundenspezifische End-of-Arm-Tools (EOAT), die von einfachen Werkzeugen für flache Formen bis zu komplexen Endeffektoren für schwierige Geometrien und hinterschnittene Teile reichen. Hochwertige Präzisionskomponenten für die Selbstkonfiguration von EOATs sind auf dem Messestand von Piab ebenso zu sehen wie die Vakuum-Ejektor-Technologie und die Saugnäpfe, die häufig zu den Endeffektoren gehören.

Außerdem zeigt Piab die neueste Generation seines Hauptejektors, den Picompact Smart. Seine intelligenten Funktionen sind die Basis für Energieeinsparung, vorausschauende Wartung, automatische Zustandsüberwachung und Echtzeitanpassung.

db

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