Photopolymere schützen vor Laserattacken

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Spezialfolien auf Basis lichtempfindlicher Photopolymere schützen Piloten vor Laserangriffen. Metamaterial Technologies und Airbus vereinbaren nun eine Partnerschaft zur Entwicklung und Vermarktung dieser Technologie.

Das kanadische Startup Metamaterial Technologies Inc. (MTI) und dessen Bereich für optische Filter, Lamda Guard, hat eine neue Vereinbarung mit Airbus getroffen. Das Ziel ist die Validierung, Vermarktung und Zertifizierung von Meta-Air Laserschutzprodukten für die Luftfahrtbranche. Meta-Air ist ein optischer Filter aus flexiblem Metamaterial zum Schutz vor gefährlichen Strahlen aus Laserpointern, die auf Flugzeuge gerichtet werden. Für die Herstellung von Meta-Air liefert Covestro maßgeschneiderte Spezialfolien auf Basis lichtempfindlicher Photopolymere.

Weltweit zunehmende Laserattacken

Laserattacken auf Passagiermaschinen nehmen weltweit zu, während gleichzeitig die Leistung von Laserpointern steigt und ihr Preis fällt. Laserstrahlen können Piloten in entscheidenden Flugphasen ablenken und vorübergehende Sehstörungen verursachen. Laut amerikanischer Bundesluftfahrtbehörde (FAA) wurden im Jahr 2015 allein in der Zivilluftfahrt 7.703 Laserattacken gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies fast einer Verdopplung. Im gleichen Jahr wurden von der britischen Zivilluftfahrtbehörde (CAA) 1.439 Laserattacken registriert, Transport Canada berichtete von 600 Vorfällen.

"Strahlenangriffe auf Cockpits mit Laserpointern stellen eine reale, unmittelbare und wachsende Gefahr dar, aber Meta-Air wird hier für Abhilfe sorgen", sagte Pascal Andrei, Vice President und Leiter Produktsicherheit bei Airbus. "Wir arbeiten auch an weiteren Anwendungsmöglichkeiten für Meta-Air, die über den Bereich der Zivilluftfahrt hinausgehen."

Und Maurice Guitton, Board Chairman von MTI, kommentierte: "Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Airbus auf unserem Weg, Meta-Air auf dem Markt zu etablieren. Gemeinsam werden wir die globale Luftfahrt sicherer machen können."

MTI betreibt auch eine Partnerschaft mit Covestro. Denn Covestro liefert eine maßgeschneiderte Photopolymer-Folie der Produktgruppe Bayfol HX für die Herstellung von Meta-Air. Bayfol HX Folienlösungen wurden ursprünglich für die industrielle Holografie entwickelt. In gemeinsamen Entwicklungsprojekten mit Kunden wie MIT ist Covestro bestrebt, die sich bietenden Chancen in der diffraktiven Optik in neuen Anwendungen umzusetzen.

"MTI steht für hochmoderne optische Anwendungen", betonte Thomas Fäcke, verantwortlich für Marketing und Geschäftsentwicklung von Photopolymerfolien bei Covestro. "Sie haben einen einzigartigen optischen Filter entwickelt, der sich von allen derzeit auf dem Markt verfügbaren Produkten abhebt. Covestro hat hierzu die Spezialfolie auf Basis von Photopolymeren entwickelt."

mg

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