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PET Bottle-to-Bottle-Recycling jetzt auch in Kenia

Das Unternehmen T3 will in Kenia eine Kreislaufwirtschaft etablieren und investiert dazu in eine PET Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage von Starlinger.

In Kenia fallen pro Jahr rund 1.334.000 t Kunststoffabfall an. Mit der neuen Starlinger PET Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage kann T3 gebrauchte PET-Flaschen zu einem wertvollen Sekundärrohstoff für neue Flaschen und Textilien umwandeln.

Für sein neues Recyclingwerk in Athi River, Kenia, investiert T3 (EPZ) Limited, ein Unternehmen der Megh Group, in eine Starlinger Recostar PET Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage. Mit dem Projekt möchte T3 dazu beitragen, eine Kreislaufwirtschaft mit positiven Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft in Kenia zu etablieren.

Aufgrund der Notwendigkeit, die Umweltverschmutzung im Land zu stoppen und natürliche Ressourcen zu schützen, sowie des steigenden Bewusstseins über den Nutzen von Recycling wächst auch in Kenia der Markt für recyceltes PET. Das zur Megh Group gehörende Unternehmen T3 (EPZ) Limited wird deshalb in Athi River bei Nairobi die erste PET-Recyclinganlage in Kenia und Ostafrika installieren, die für die Flaschenherstellung geeignetes rPET produziert: eine Recostar PET 165 HC iV+ Recyclinganlage von Starlinger.

Aus PET-Flaschen werden neue Flaschen oder Fahrzeugteile

Das mit der neuen Anlage produzierte, lebensmitteltaugliche rPET soll sowohl in der Preform-Erzeugung als auch in der Textilindustrie für die Herstellung von Polyesterfasern zu Einsatz kommen. Zudem wird auch das gruppeneigene Unternehmen Megh Singh Cushion Makers, das Textilien und Innenausstattung für Fahrzeuge herstellt, das PET-Rezyklat verarbeiten.

Im Werk von T3 in Athi River, Kenia, wird das Eingangsmaterial vor der Weiterverarbeitung sorgfältig sortiert. Der von FDA und EFSA zugelassene Starlinger PET-Recyclingprozess garantiert die sichere Verwendung des PET-Rezyklats in Bottle-to-Bottle-Anwendungen.
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T3 beschafft die Post-Consumer PET-Flaschen für das Recycling über unterschiedliche Sammelstrategien. Mit sorgfältigen Sammel- und Sortiermethoden und der Aufbereitung mittels des von FDA und EFSA zugelassenen Starlinger Recyclingprozesses stellt T3 sicher, dass das produzierte rPET-Ganulat höchste Qualität erreicht und den Anforderungen global agierender Markeninhaber wie Coca-Cola entspricht.

rPET für Textil- und Verpackungsindustrie

„Als wir an der Entwicklung eines Projekts zur Herstellung unserer eigenen Textilien für die Automobilbranche arbeiteten, haben wir festgestellt, dass sowohl in der Textil- als auch in der Verpackungsindustrie großer Bedarf an recycelten Materialien besteht“, erklärt Gurpreet Kaur Kenth, COO von T3. „Aufgrund des globalen Trends, statt Neuware recycelte Materialien zu verwenden, sowie durch das wachsende Bewusstsein der Konsumenten und die erhöhte Nachfrage nach nachhaltigen Produkten gibt es in Kenia steigenden Bedarf an recyceltem Polyester. Wir sehen die Möglichkeit, mit Bottle-to-Bottle-Recycling in Kenia einen geschlossenen Produktkreislauf zu schaffen.“

Das und diverse andere Gründe waren für T3 der Auslöser, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Gurpreet Kaur Kenth: „Der wichtigste davon ist der Effekt, den wir damit sowohl für die Umwelt als auch für die Bevölkerung vor Ort erzielen können. Recycling ist einer der wirksamsten Wege, um Abfall zu reduzieren und natürliche Ressourcen zu erhalten. Wenn wir Flaschen recyceln, verringern wir den Bedarf an Neuware. Das trägt dazu bei, nicht erneuerbare Ressourcen wie Öl und Erdgas, die für die Herstellung von Kunststoffen benötigt werden, zu bewahren. Gleichzeitig stellt das Sammeln der Flaschen eine Einnahmequelle für den informellen Sektor der Müllsucher dar.“

Sammelsystem in Kenia aufgebaut

Die Kunststoffrecyclingindustrie in Kenia befindet sich noch in den Kinderschuhen und kämpft mit Herausforderungen wie fehlendem Eingangsmaterial und nicht vorhandener Infrastruktur, niedrigem Investitionsniveau und eingeschränkten Zugang zu Marktdaten. T3 hat deshalb im gesamten Land ein umfangreiches Sammelsystem aufgebaut, mit dem Ziel, den extrem von der Gesellschaft ausgegrenzten Müllsuchern die richtigen Anreize zu bieten.

Abfall wird zur handelbaren Ware

„Unser gesellschaftlicher Auftrag ist es, niemanden zurückzulassen, wenn wir die Idee der Kreislaufwirtschaft in Kenia umsetzen“, so Ikreet Kenth, CTO bei T3. „Indem wir den informellen Sektor durch die effektiven Methoden, die wir beim Sammeln der Kunststoffabfälle anwenden, aufwerten, verbessert sich die Lebensgrundlage der Menschen. Abfall wird zu handelbarer Ware, neue Handelsnetzwerke und Gewerbe entstehen und Arbeitsplätze werden geschaffen. Zusätzlich trägt der geringere Bedarf an Rohmaterialien dazu bei, die Umweltverschmutzung und den CO2-Fußabdruck zu reduzieren und Ressourcen für zukünftige Generationen zu erhalten.“

Starlinger konnte mit hochwertiger Recyclinglösung überzeugen

Auf die Frage, warum sich T3 für eine Starlinger-Anlage entschieden hat, antwortet Gurpreet Kenth: “Starlinger ist ein führender Anbieter von Recyclingtechnologie für Kunststoffe und hat jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet. Mit Recyclinganlagen, die nach den neuesten technologischen Erkenntnissen konzipiert sind, weist das Unternehmen eine beeindruckende Leistungsbilanz bei qualitativ hochwertigen Recyclinglösungen auf. Sie bieten ausgezeichneten Support, haben Top-Techniker, die sicherstellen, dass die Anlagen perfekt ausgeführt sind, und schätzen die Beziehung zum Kunden sehr. Starlinger ist ein Unternehmen, das Beziehungen aufbauen und auf der Welt etwas bewegen möchte. Unsere gemeinsamen Werte haben uns davon überzeugt, mit ihrer Technologie zu arbeiten. Unser Ziel war immer, Kenia in Sachen Recycling auf die Weltbühne zu holen. Als erstes Unternehmen in Kenia nicht nur rPET, sondern lebensmitteltaugliches PET-Rezyklat herzustellen, wird uns dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.“

Starlinger hat übrigens in letzter Zeit zahlreiche Bottle-to-Bottle-Anlagen zum PET-Recycling installiert, zum Beispiel im Heimmarkt Österreich, aber auch in AustralienBangladeschKanada und der Türkei.

Megh Group will die drei größten Probleme Kenias lösen

Die Megh Group ist eine Unternehmensgruppe in Familienbesitz in Nairobi, Kenia, und wird mittlerweile in dritter Generation geführt. Das erste Unternehmen der Gruppe, Megh Singh Cushion Makers Ltd., wurde 1961 gegründet und zählt heute zu den führenden Herstellern von Innenausstattung für alle Arten von Fahrzeugen in Kenia und Ostafrika. Das jüngste Unternehmen der Gruppe, T3 (EPZ) limited, wurde gegründet, um den drei größten Problemen in Kenia heutzutage – Armut, Arbeitslosigkeit und Umweltverschmutzung durch Kunststoffe – entgegenzuwirken. T3 wird recyceltes PET für den Einsatz in der Bottle-to-Bottle-, Garn- und Textilproduktion herstellen. Als Unternehmen mit gesellschaftlichem Auftrag führt es die Familientradition fort, reduziert Umwelteinflüsse in der Industrie und schafft gesellschaftlichen Nutzen, indem es Abfälle zu Rezyklat aufbereitet, das in der Herstellung von nachhaltigen Verpackungen und Textilien eingesetzt werden kann. gk

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