PA6-Materialkarten für die Struktursimulation

Spritzgusssimulation bei elektrischen Bauteilen. Foto: Domo
Spritzgusssimulation bei einem Bauteil für die E&E-Industrie. Foto: Domo

Domo stellt neue PA6 Materialkarten für die integrative Struktursimulation mit der Digimat-Software zu Verfügung.

Neue Materialkarten für PA6-GF der Technyl C-Serie von Domo sind jetzt für die Struktursimulation in der Digimat MX-Sotware erhältlich. Domo hat für Digimat bereits die Simulationsumgebung MMI (Materialmodellierung, mechanische Berechnung und Spritzgusssimulation) für PA66-Bauteile entwickelt. Sie gilt auf dem Markt als Referenz für präzise Simulationen. Ab sofort unterstützt dieses Simulationstool OEMs und Bauteillieferanten bei der Entwicklung von Bauteilen aus PA6.

Struktursimulation berücksichtigt Ausrichtung der Glasfasern

Bei glasfaserverstärkten Materialien muss die Ausrichtung der Glasfasern berücksichtigt werden, die während des Spritzgussverfahrens entsteht. Dabei ermöglicht die Digimat-Software eine genaue integrative Simulation, vorausgesetzt die Software kann auf umfangreiche Materialkarten zugreifen. Für die PA66-GF-Materialien der Technyl A-Serie liegen diese MMI-Materialkarten schon länger vor. Domo ist damit in der Lage, präzise Bauteilsimulationen für PA66-GF durchzuführen.

PA6 Materialkarten für einer Vielzahl von Umgebungen

Die neuen MMI-PA6-GF Materialkarten können für eine Vielzahl von Glasfaserkonzentrationen und -temperaturen sowie für elastische und elastoplastische Materialmodelle mit Versagensindikatoren eingesetzt werden. Diese sind in der Digimat Software verfügbar und führen zu den gleichen präzisen Ergebnissen wie bei den Technyl A PA66-Werkstoffen. Die neuen Materialkarten heben somit die PA6-Datenbank auf das gleiche Leistungsniveau wie PA66 an. Im nächsten Schritt werden in die Digimat-Datenbank auch crashspezifische und thermische Modelle eingepflegt.

Bauteile werden leichter, leistungsfähiger und kosteneffizienter

„Dank der präzisen MMI-Simulation können Technyl Bauteile entwickelt werden, die leichter, leistungsfähiger und kosteneffizienter sind“, erklärt Gilles Robert, Material Expert bei Domo. „Unsere Kunden profitieren von kürzeren Entwicklungszeiten und haben eine bessere Kontrolle über die internen Kosten. Der kontinuierliche Aufbau der Technyl-Materialdatenbank erweitert das Anwendungsfeld dieser Simulationsumgebung auf PA6 Bauteile.“

Spritzgegossenes Muster für Druckpulsationsprüfungen zur Datenerhebung für PA6-Materialkarten. Foto: Domo

Die zugrundeliegenden Materialprüfungen der Materialkarten wurden im Hinblick auf maximale Genauigkeit durchgeführt und die Materialmodellierung basiert auf speziell konzipierten Verfahren und Meta-Modellen. Unsere Tests und Methoden heben sich bei der Entwicklung der Materialmodelle vom Standard ab. Damit erzielt die Simulation ein besonders hohes Maß an Vorhersagegenauigkeit.““, so Emilien Mattacola, Global-Key-Account-Manager Automotive Market.

Qualitativ hochwertige Daten bereitgestellt

„Wir sind Vorreiter mit unserem Ansatz, sowohl bei der Spritzguss- als auch der mechanischen MMI-Simulation qualitativ hochwertige Daten bereitzustellen“, fügt Robert hinzu. Die Daten ermitteln wie in den Zentren für Application Performance Testing bei Domo. Wir mit PA66 begonnen – und PA6 wird von dieser Vorarbeit profitieren. Die integrative Simulation ist ein wichtiger Markttrend, um Validierungskosten für Bauteile zu senken und die Bauteilentwicklung zu beschleunigen.“

Die neuen Materialkarten sind auf Anfrage in Digimat MX erhältlich. Entwickler können alternativ auch über den Domo Service Hub Simulationen ausführen und Polyamid-Bauteile so schneller in die Serie bringen.

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