PA6: Caprolactam mit weniger Treibhausgasen

Bei der Produktion von Caprolactam in Europa reduziert Fibrant die Emissionen von Treibhausgasen jetzt um 50 %. Das Caprolactam nutzt DSM zur Herstellung von PA6. Foto: Fibrant

Fibrant produziert Caprolactam jetzt mit reduzierten Emissionen von Treibhausgasen und nennt es Ecolactam. DSM erzeugt hieraus Akulon PA6.

Fibrant emittiert bei seiner Produktion von Caprolactam, einem Vorprodukt von PA6, jetzt weniger Treibhausgase. Fibrant vermarktet dieses Caprolactam unter der Marke Ecolactam, welches DSM jetzt für die Herstellung von Akulon PA6 verwendet.

Beide Unternehmen benennen die eingesparten Treibhausgas-Emissionen auf rund 0,8 Mio. t CO2-Äquivalenten pro Jahr. Diese Reduktion wurde durch die Implementierung verschiedener technologischer Verbesserungen erreicht, die u.a. den Ausstoß von Lachgas (N2O) im Caprolactam-Produktionsprozess von Fibrant stark mindern.

Caprolactam eine Hauptquelle für Treibhausgas N2O

Caprolactam-Anlagen bilden eine der Hauptquellen industrieller, prozessbedingter N2O-Emissionen. N2O ist als Treibhausgas rund 300-mal klimaschädlicher als CO2 und greift zudem die Ozonschicht an. Fibrant setzt nun eine neue Prozesstechnologie ein. Die Hydranone-Technologie produziert hochwertiges Cyclohexanon durch Phenolhydrierung. Sie ist laut Fibrant derzeit die nachhaltigste Cyclohexanon-Technologie, da sie Rohstoffe effizient nutzt und der Verbrauch von Energie und Kühlwasser gering ist.

Cyclohexanon selbst wird dann bei der Herstellung des PA6-Zwischenproduktes Caprolactam verbraucht. Hier setzt Fibrant seine HPO- und HPOplus-Technologie ein, die ebenfalls mit deutlich weniger Energie und Kühlwasser auskommen als andere Caprolactam-Verfahren.

Paul Habets, Marketing- und Vertriebsdirektor von Fibrant, kommentiert: „Ich bin stolz darauf, dass Fibrant zu 100 Prozent auf Ecolactam umstellt, ein Caprolactam der neuen Generation mit einem sehr niedrigem CO2-Fußabdruck. Dies alles wurde durch Verbesserungen der Prozesse mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit erreicht.“ Laut Habets konnte vor allem durch eine deutliche Reduktion der N2O-Emissionen der Fußabdruck in CO2-Äquivalenten um mehr als 50 % reduziert weden.

PA6 mit klassenbestem CO2-Fußabdruck

Mit der Einführung von Ecolactam von Fibrant wird DSM Engineering Materials in der Lage sein, sein Akulon PA6-Portfolio mit dem klassenbesten CO2-Fußabdruck von PA6 auf dem Markt anzubieten. Dies ermöglicht es den Kunden von DSM, den CO2-Fußabdruck ihrer eigenen Produkte zu reduzieren.

Bert Havenith, Sustainability Director DSM Engineering Materials, ergänzt: „In einem weiteren Schritt sind wir in der Lage, unseren Fußabdruck mit einem Massenbilanzansatz von biobasierten Rohstoffen (Akulon B-MB) oder über einen recycelten Ansatz (Akulon Repurposed, Akulon CRC-MB) weiter zu reduzieren."

mg

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