Next 75 – Jubiläumsmotto steht für Nachhaltigkeit

Illig erhöht mit der RDM 76Kb die Schließkraft um 50 % auf 900 kN. Formteilhöhen von bis zu 255 mm sind jetzt möglich. Foto: Illig

Mit dem Jubiläumsmotto „Next 75“ wirft Illig im Jubiläumsjahr bewusst den Blick nach vorne und setzt auf nachhaltige Lösungen für die Zukunft.

Das Heilbronner Maschinenbauunternehmen Illig will die Zukunft nachhaltig gestalten und wirft mit dem Jubiläumsmotto „Next 75“ bewusst den Blick nach vorne, um auch in den kommenden Jahrzehnten die Marktpräsenz weiter auszubauen. Im Jubiläumsjahr 2021 freuen sich Kunden, Partner und Mitarbeiter über bisherige und auf zukünftige gemeinsame Erfolge. Vor 75 Jahren am 27. Mai 1946 gründet Adolf Illig eine mechanische Reparaturwerkstatt und schafft damit die Basis für das Unternehmen. Die Werkstatt wächst zu einem prosperierenden Maschinenbauunternehmen und etabliert sich rasch als technologischer Marktführer im Thermoformen und als anerkannte Marke. Illig gilt laut eigenen Angaben als Erfinder des industriellen Thermoformens und steht bis heute für qualitativ hochwertige und sichere Thermoform- und Werkzeugsysteme sowie innovative, nachhaltige und zuverlässige Verpackungslösungen im Markt. Das Heilbronner Unternehmen ist laut einer aktuellen Umfrage des F.A.Z.-Instituts erneut eines der führenden innovativsten Unternehmen Deutschlands.

Illig entwickelt 1963 die ersten Druckluft-Schnellformautomaten für den Form-/Stanzbetrieb des Typs RDM 37/6 und startet damit die erfolgreiche RDM-Baureihe. Foto: Illig

Taktgeber der Thermoformtechnik

Mit dem Bau der ersten Vakuumformmaschine vom Typ Illig UA 100 im Jahr 1956 startet Illig durch. In den Folgejahren entwickeln die Heilbronner weitere richtungsweisende Thermoformautomaten. Bereits 1960 entsteht mit dem Maschinentyp R 650 der weltweit erste von der Rolle arbeitende Vakuumformautomat, ausgelegt für die Serienherstellung von Deckeln aus vorbedruckter Folie. Nur drei Jahre später folgt der erste Druckluft-Schnellformautomat für den kombinierten Form-Stanz-Betrieb. Dies ist die Geburtsstunde der erfolgreichen RDM-Baureihe, die in der heutigen Maschinengeneration nach wie vor als Maßstab für die wirtschaftliche Großserienfertigung gilt. Ende der 1970er Jahre wird das Maschinenprogramm mit der ersten Verpackungsanlage erweitert, die das Formen der Grundverpackung mit dem nachfolgenden Befüllen und abschließendem Verschließen zur fertigen Verkaufsverpackung integriert. 1984 schafft ILLIG mit der Erfindung der Werkzeug-Kipptechnik in Thermoformmaschinen einen neuen Standard für Hygienebedingungen in der Packmittelfertigung. Anfang der Neunziger folgt die Dekorations-Technologie des In-Mold Labelings IML-T. Bald nach dieser hoch produktiven technologischen Pionierleistung baut Illig die erste vollaseptische Form-, Füll- und Schließmaschine (FFS) mit einer Tageskapazität von 700.000 Jogurtbechern – damals ein Weltrekord.

Thermoformen auf Knopfdruck

In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends setzt das Heilbronner Unternehmen mit den Thermoformern der 3. Generation neue Maßstäbe mit erheblich gesteigerter Produktivität und Qualität der Formteile durch hohe Reproduzierbarkeit aller Einstellungen. Erreicht wird dies durch den konsequenten Einsatz servomotorischer Antriebe, die gleichzeitig eine Verbesserung der Energieeffizienz ermöglicht haben. Ein besonders wichtiger, Innovationen vorantreibender Bereich ist dabei der Verpackungssektor. Entwicklungen wie der Illig Bottle-Former BF 70, mit dem sich durch Thermoformen erstmals Verpackungen mit starken Hinterschneidungen im Formwerkzeug herstellen lassen, oder auch die Integration der IML-T-Dekorationstechnik in den FFS-Anlagen stehen stellvertretend für diese Entwicklung. Ein technologischer Quantensprung gelingt 2013 mit der Einführung des intelligenten Bedienkonzepts Illig IC, das in den heutigen Illig Thermoformsystemen für eine hohe Performance auf Knopfdruck bietet. 2017 bündelt Illig seine Aktivitäten der maßgeschneiderte Verpackungsentwicklung mit Pactivity 360 und unterstützt damit Kunden von der ersten Idee bis zur Produktionslinie. Im Jahr darauf wird ein neues flexibles Verpackungssystem eingeführt, das die Produktion von Kunststoff-Kartonblistern und Blister aus Vollkarton ermöglicht. 2019 folgt der erste Thermoformer der 4. Generation mit höherer Stanzkraft und Performance.

Jubiläumsmotto Next 75 – noch näher am Kunden

Mit dem Fokus auf die nächsten 75 Jahre setzt Illig unter dem Jubiläumsmotto "Next 75" weiter auf Nachhaltigkeit und innovative Entwicklungen. Foto: Illig

Illig ist in dritter Generation in Familienbesitz. Seit 2020 führen die von den Eigentümer-Familien Illig und Schäuble berufenen Geschäftsführer Carsten Strenger (CEO) und Jürgen Lochner (CSO/CTO) das Unternehmen in die Zukunft. Beide Geschäftsführer legen die Schwerpunkte bei Illig noch mehr auf Kundennähe und marktorientierte Produkte. „Wir gehen den Weg der effizienten operativen Prozessgestaltung konsequent weiter, um noch näher am Kunden zu sein“, erklärt Jürgen Lochner. Die beiden Geschäftsführer richten das Familienunternehmen strukturell weiterhin auf nachhaltige Lösungen, ganz nach dem Megatrend Circular Economy, aus, welche die Bedürfnisse der globalen Märkte perfekt bedienen. „Die Herausforderungen angesichts der weltweiten Verunsicherung in den Märkten aufgrund der anhaltenden Kunststoffdiskussion und den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, sind klar definiert“, ergänzt Carsten Strenger. „Es gilt hoch flexibel und strategisch fokussiert auf Kundenanforderungen einzugehen, die sich aus den globalen Marktgegebenheiten ableiten“, sagt er.

Nachhaltige Verpackungen aus thermoformbarem Papier

Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistet die maßgeschneiderte Verpackungsentwicklung Pactivity 360 und die Werkzeugentwicklung Toolsys. Damit erarbeitet Illig für Kunden die Lösungen von morgen. Mit Circular Thinking unterstützt Illig den wirtschaftlichen Kreislaufgedanken und definiert klar die Nachhaltigkeitsziele: Reduzieren, Wiederverwenden, Trennen, Recyceln und Erneuern. „Illig Werkzeug-, Produktions- und Verpackungssysteme sind materialseitig flexibel. Sie verarbeiten prozesssicher bioabbaubare Kunststoffe, Recyclingware, Kunststoff-Karton-Kombinationen oder Post-Consumer-Folien, sogar bis hin zu reinen Karton-Anwendungen“, erläutert Jürgen Lochner. Die jüngsten Anwendungsentwicklungen mit den Kunststoff-Karton-Kombinationen der Marke I-Pack (Illig intelligent packaging) unterstreichen dies. Die neuen Verpackungssysteme unterstützen die Nachhaltigkeitsstrategien der Illig-Kunden weltweit mit den Möglichkeiten Vollkarton-Blister oder Kunststoff-Karton-Blisterkombinationen herstellen zu können. „Heute bietet Illig ein umfangreiches, ausgereiftes und modulares Maschinenprogramm, um damit nahezu alle heute geforderten nachhaltigen Verpackungen herzustellen. Mit unserem in 75 Jahren Unternehmensgeschichte gewachsenen Know-how werden wir uns auch künftig für die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser vielseitig nutzbaren Technologie engagieren“, blickt Carsten Strenger mit Zuversicht in die Next-75-Zukunft. Der nächste Clou aus unserem Haus ist die industrielle Herstellung von Verpackungen aus thermoformbarem Papier, ganz nach den aktuellen Nachhaltigkeitsstrategien der Länder.

ak