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Neues Zentrum für PUR-Harze in Rotorblättern

Schematischer Aufbau des Rotorblattes Grafik: Blade Maker

Im neuen Zentrum für Windtechnologie forscht Covestro an PUR-Harzen für Rotorblätter. Im Fokus steht die Kooperation mit den Kunden.

Covestro entwickelt in seinem neuen Zentrum für Windtechnologie neue PUR-Harze für Rotorblätter bei Windkraftanlagen. „Die Entwicklung dieser PUR-Harze hat für uns einen hohen Stellenwert“, erklärt Klaus Franken, Head of Application Development Wind and Pultrusion bei Covestro. „Denn die Windindustrie steht vor der Herausforderung, die Stromgestehungskosten zu senken. Hier können wir helfen, Rotorblätter mit unseren PUR-Harzen schneller und kostengünstiger zu produzieren. Gleichzeitig spielen eine höhere Energieausbeute durch optimierte Blatteigenschaften und eine längere Lebensdauer eine Rolle.“

Entwicklung von PUR-Harzen in Kooperation mit Kunden

Ein Ziel des Zentrums ist es, robuste PUR-Harze zu entwickeln, welche die für Rotorblätter wichtigen Eigenschaften wie Festigkeit, Steifigkeit und Temperaturbeständigkeit vereinen. Dabei werden sowohl bestehende Produkte optimiert als auch völlig neue PUR-Formulierungen getestet.

Im Zentrum für Windtechnologie werden bestehende und neue Formulierungen für PUR-Harze entwickelt und getestet. Foto: Covestro

Angesiedelt ist das Zentrum in Leverkusen, Anfang dieses Jahres wurde es in Betrieb genommen. Es besteht aus zwei verbundenen Einheiten: einem Laborbereich für die chemische Entwicklung sowie einem Technikum. In letzterem sitzt die Verarbeitungstechnik und Anwendungsentwicklung.

So ein Zentrum bietet Vorteile: „Chemische Entwicklung und Anwendungstechnik arbeiten hier Hand in Hand zusammen. Die räumliche Nähe macht es einfacher, Informationen direkt und schnell auszutauschen. Wir nutzen identische Ressourcen sowie dieselbe Infrastruktur. So erhalten wir rasch ein vollständiges Bild des Prozesses“, erklärt Technikumsleiter Frank Grimberg.

Rotorblattdesigns optimieren

Wesentlicher Bestandteil des Zentrums ist die enge Kooperation mit den Kunden. Klaus Franken erklärt: „Wir können hier die Fertigungsprozesse unserer Kunden simulieren und aufzeigen, wie unsere PUR-Harze ihnen dabei helfen, ihre Rotorblattdesigns und den Fertigungsprozess optimal zu realisieren.“ Bereits jetzt bestehen schon Kooperationen mit europäischen und asiatischen Herstellern von Windturbinen. Im Mittelpunkt stehen hierbei Bau und Tests von Prototypen.

Zu den Vorteilen von PUR-Harzen in der Windenergie hat Covestro kürzlich ein Whitepaper veröffentlicht.

mg