Neuer Stabilisator für Agrarfolien

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Neues Tinuvin NOR Licht- und Wärmeschutzmittel schützt Kunststoffe auch in der Bio-Landwirtschaft.

BASF erweitert sein Angebot an Stabilisatoren um das Produkt Tinuvin NOR 356. Das Produkt schützt und verlängert die Lebensdauer von Agrarfolien, die sehr starker UV-Strahlung, hohen Temperaturen und Pflanzenbehandlungsmitteln ausgesetzt sind.

Tinuvin NOR 356 basiert auf der HALS-Technologie (Hindered Amine Light-Stabilisors) mit hohem Molekulargewicht. Zudem weisen die Stabilisatoren eine geringere Wechselwirkung mit Systemkomponenten und säurehaltigen Umweltschadstoffen auf als herkömmliche HALS Produkte (NOR-HALS-Technologie).

Landwirte sparen bis zu 50 % Kosten

Wenn Agrarfolien der intensiven Strahlung der Sonne und Agrochemikalien ausgesetzt sind, führen eine Reihe von komplexen chemischen Kettenreaktionen dazu, dass die Kunststoffe beginnen, sich zu zersetzen und schließlich spröde zu werden. Durch die Zugabe von Tinuvin NOR Lichtschutzmittel zum Polymer werden die komplexen Kettenreaktionen neutralisiert und die zerstörerische Reaktionskaskade unterbrochen. Dies schützt Agrarfolien, insbesondere Gewächshausfolien, und verlängert deren Lebensdauer.

Der verbesserte Folienschutz erhöht die Produktivität, verbessert die Pflanzenqualität und reduziert die Kunststoffabfälle der Landwirte, was sie wettbewerbsfähiger macht. Insgesamt sparen die Landwirte bis zu 50% der Kosten für Gewächshausfolien, wenn sie die (zunächst teureren) Folien mit dreifacher Lebensdauer verwenden (25% bei doppelter Lebensdauer).

Folien für Biobauern geeignet

Agrochemikalien, elementarer Schwefel und Desinfektionsmittel – auch solche, die für den zertifiziert biologischen Anbau zugelassenen sind – können dem Stabilisator Tinuvin NOR 356 nichts anhaben. Dies ist bei herkömmlichen Lichtschutzmitteln anders, diese sind meist nur begrenzt Beständigkeit gegen derartige Chemikalien. So können auch Biobauern mit den langlebigeren Folien wirtschaftlich auf nachhaltige Weise zu produzieren. Zudem reduzieren sich die Kunststoffabfälle.

Das sogenannte Plasticulture – der Einsatz von Kunststoffen in der Landwirtschaft – trägt wesentlich dazu bei, mehr Lebensmittel zu produzieren. Wichtige Beispiele für die hohe Effizienz von Plasticulture sind Gewächshausabdeckungen, die eine gleichmäßige Temperatur und Luftfeuchtigkeit für eine kontinuierliche Nahrungsmittelproduktion gewährleisten, Mulchfolien und Bewässerungsleitungen, die den Wasserverbrauch reduzieren, und Silagefolien, die eine kostengünstige Lagerung von Nutztierfutter ermöglichen.

„Die Entwicklung von Tinuvin NOR 356 ist das Ergebnis der umfangreichen Kompetenz von BASF im Bereich der Licht- und Wärmeschutzmittel in Kombination mit unseren Kenntnissen über die Anforderungen des Agrarmarktes“, sagt Volker Bach, Leiter des Global Competence Center Plastics Additives von BASF. „Unsere Kunden aus dem Biolandbau können von höheren, nachhaltig produzierten Erträgen profitieren.“

mg

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