Neuer Schredder macht Kunststoffrecycling flexibler

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Vecoplan stellt auf der K 2019 einen hochflexiblen Schredder und ein neues Bedienpanelkonzept vor – so wird Kunststoffrecycling einfacher und flexibler.

Als „Weltneuheit im Kunststoffrecycling“ präsentiert Vecoplan auf der K 2019 mit der neu entwickelten Baureihe VIZ (Vecoplan Infinity Zerkleinerer) einen hocheffizienten Schredder mit besonders flexibler Schneidgeometrie, der das Kunststoffrecycling einfacher und flexibler macht.

Über die Anpassung der Rotor- und Messerbestückung und die entsprechende Siebwahl kann der Schredder detailliert an die In- und Outputanforderungen angepasst werden. Wie Vecoplan erklärt, überzeugt die Anlage zudem durch hohe Verfügbarkeit, niedrige Betriebskosten und maximalen Durchsatz.

Schredder-Baureihe flexibel einsetzbar für alle Inputmaterialien

„Mit unserer Baureihe VIZ haben wir die Lösung für alle Inputmaterialien“, beschreibt Martina Schmidt, Leitung des Geschäftsbereichs Recycling/Waste bei Vecoplan, die neuen hocheffizienten Zerkleinerer. Denn Betriebe, die Kunststoff rezyklieren, müssen heute mit oft ganz unterschiedlichen Werkstoffen arbeiten. „Die Variationen in Eigenschaften, Farbe und Form sind schier unendlich“, so Schmidt.

Vecoplan hat bei dieser Entwicklung den Fokus deshalb auf die Flexibilität der Schneidgeometrie gelegt. Über die Rotor- und Messerbestückung sowie die entsprechende Siebwahl kann sie detailliert an die In- und Outputanforderungen angepasst werden.

„Unter anderem bietet unsere neue Rotorlösung zahlreiche Vorteile“, sagt Schmidt. „Durch das Konzept der geschraubten Werkzeughalterplatten mit variabel ausführbaren Schneidkronengrößen gehören Rotorwechsel der Vergangenheit an.“ Der Anwender tauscht lediglich die Halterplatten aus und passt somit die Schneidgeometrie schnell und einfach an das geänderte Outputkorn an.

Der Rotor verbleibt in der Maschine. Auch Schneidkronenwechsel kann der Betreiber ergonomisch vornehmen – ohne den Rotor anzufassen. Bei einem beschädigten Werkzeughalter ist lediglich das entsprechende Segment zu erneuern.

Die Maschine ist zudem so konzipiert, dass sie je nach Anforderung entweder mit dem anlauf- und drehmomentstarken Hitorc-Antrieb ausgestattet werden kann oder mit dem kostengünstigeren ESC-Antrieb, dem frequenzgeregelten Riemendirektantrieb von Vecoplan. Beide Systeme sind patentiert und zeichnen sich durch eine hohe Energieeffizienz aus.

Entwicklung an Kundenanforderungen angepasst

„Der VIZ basiert auf unseren jahrelangen Erfahrungen in der Zerkleinerungstechnik von Kunststoffen und den daraus resultierenden Erkenntnissen zu den ganz unterschiedlichen Kundenanforderungen“, berichtet Schmidt. Dazu hat Vecoplan unter anderem den Schieber optimiert und die Maschinenkonstruktion überarbeitet: Durch die verbesserte Schieberhöhe lassen sich nun auch komplette Ballen aufgeben.

Weil auch der Maschinenraum vergrößert wurde, kann der VIZ die Ballen sicher schreddern – und dies schon ab dem Modell 1300. Bei einer vergleichbaren Baureihe von Vecoplan ist dies erst ab der Größe 1700 möglich, obwohl die kleinere Version den erforderlichen Durchsatz schaffen würde.

Bei Bedarf kann der Anwender die Anlage auch mit einem zweiten Gegenmesser ausrüsten. Durch das neue klare Design kann der Betreiber zudem den VIZ leichter reinigen und der neu konzipierte Schieber sorgt durch einen geringeren Abstand zum Rotor für weni­ger Materialrückstände.

Neu entwickeltes Panelkonzept macht Bedienung einfacher

Zusammen mit dem VIZ stellt Vecoplan auch ein neues Bedienpanelkonzept mit einer verbesserter Bedienoberfläche für das Wartungspanel vor. Mit dem neuen Panel lassen sich alle Arbeitsabläufe an den Zerkleinerern von den Mitarbeitern intuitiv bedienen. Zudem können die Bediener über die Steuerung online gehen und auf den Vecoplan-Webshop zugreifen, um etwa Ersatz- und Verschleißteile zu bestellen.

„Digitalisierung, Industrie 4.0 und die Möglichkeit, dass unsere Maschinen anhand von Daten Vorhersagen treffen können, waren Auslöser für uns, eine neue Nutzeroberfläche für das Bedienpanel auf den Markt zu bringen“, sagt Daniel Kessler, Leiter der Elektroentwicklung bei Vecoplan.

Die neue Bedienoberfläche ist auf allen gängigen mobilen Endgeräten­ nutzbar – eine interessante Option­ gerade für leitende Mitarbeiter. Sie haben damit jederzeit alle Maschineninformationen und Einstellungsanpassungen auf ihrem Smartphone oder Tablet zur Verfügung, ohne vor Ort sein zu müssen. Das gab es in der Vorgängerversion nicht. Hinzu kommt die Möglichkeit, über die Maschinensteuerung auf das Internet zugreifen zu können – zum Beispiel auf den Vecoplan-Webshop.

gk

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