Neuer Acrylchemie-Komplex in Indien

Back to Beiträge

BASF und Adani investieren 2 Mrd. EUR in Acryl-Wertschöpfungskette in Mundra/Indien. Es ist die größte BASF-Investition in diesem Land.

BASF und die Adani-Gruppe prüfen eine gemeinsame Großinvestition im Bereich der Acryl-Wertschöpfungskette. Dies wäre die bislang größte Investition von BASF in Indien. Der vorgesehene Standort würde am Hafen von Mundra im indischen Bundesstaat Gujarat liegen. Eine Machbarkeitsstudie wird bis Ende 2019 abgeschlossen werden.

"Make in India"-Initiative

BASF und Adani bekunden die Absicht, ein Joint Venture mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 2 Mrd. EUR zu gründen mit BASF als Mehrheitseigner. Die Investition umfasst die Planung, den Bau und Betrieb von diversen Produktionsanlagen, einschließlich Propandehydrierung (PDH), Oxo-C4-Komplex (Butanole und 2-Ethylhexanol), Acrylsäure rein (GAA), Butylacrylat (BA) sowie nachgelagerter Produkte. Das Produktangebot richtet sich vorwiegend an den indischen Markt. Derzeit wird der steigende Bedarf durch Importe gedeckt. Somit trägt das Vorhaben zur staatlichen „Make in India“-Initiative bei.

Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des BASF-Vorstands (r.) und Gautam Adani, Chairman der Adani-Gruppe, planen ein Joint-Venture im Bereich der Acryl-Chemie mit Produktion in Mundra/Indien. Foto: BASF

Gautam Adani, Chairman der Adani-Gruppe, sagte: „Angesichts des schnellen Wachstums der indischen Mittelschicht importiert Indien nach wie vor große Mengen an Petro-Chemikalien. Unsere Partnerschaft mit BASF ist ein wichtiger Fortschritt für das ‚Make in India‘-Programm, da sie uns befähigt, einige der Chemikalien entlang der C3-Wertschöpfungskette selbst herzustellen.“

„Das Vorhaben von BASF, in einen bedeutenden neuen Standort für die Acryl-Wertschöpfungskette in Indien zu investieren, unterstreicht unsere Verbundenheit mit unseren indischen Kunden“, sagte Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstandes bei BASF.

Erster CO2-neutraler BASF-Standort

Der geplante Chemiestandort in Mundra wäre die erste CO2-neutrale Produktionsstätte von BASF, denn das Gesamtkonzept beinhaltet die vollständige Versorgung des Standorts mit erneuerbarer Energie. Daher plant BASF über die in der Absichtserklärung dargelegte Investition hinaus, sich mit einer Minderheit an einem Wind- und Solarpark zu beteiligen.

mg

Share this post

Back to Beiträge