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Neue Produkte aus Fräsabfall von Laminaten

Innplast, Techforce 7und TCKT ist es gelungen, aus solchen Spänen aus der Laminiatproduktion neue Produkte herzustellen und zwar qualitativ anspruchsvolle Leisten. Foto: TCKT

Die Nutzung von Fräsabfall aus der Laminatproduktion zur Herstellung neuer Produkte birgt einige Herausforderungen, ist aber machbar.

In Zeiten knapper werdender Rohstoffe, schlechter Verfügbarkeiten und daraus resultierender Preiserhöhungen und Produktionsverzögerungen wird es immer wichtiger, möglichst abfallfrei zu produzieren. Dies ist auch die Mission der Innplast GmbH, die individuelle Recyclinglösungen für komplexe Kunststoffabfallströme anbietet. Gemeinsam mit dem Anlagenexperten Techforce 7 GmbH und unterstützt vom TCKT – Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH, ist die Entscheidung gefallen, einen ganz speziellen post-industriellen Abfallstrom werkstofflich zu recyceln: nämlich Fräsabfall aus der Laminatproduktion.

Verarbeitung des Fräsabfalls ist eine echte Herausforderung

Dieses Material birgt einige Herausforderungen: Zum einen ist die Schüttdichte sehr gering, was Lagerung und Transport erschwert. Zum anderen werden unterschiedlichste Partikelgrößen gemischt. Von plättchenförmigen Frässpänen über Staubanteil bis hin zu längeren faserartigen Teilen. Das macht die Materialförderung innerhalb eines Produktionsprozesses schwierig. Zusätzlich eignet sich die Mischung aufgrund ihrer rheologischen und mechanischen Eigenschaften nicht unbedingt für eine Wiederverarbeitung.

Neue Produkte aus 100 % Produktionsabfall von Laminaten

Nach einigen Rezepturtests am TCKT gelang es der Projektgruppe, eine Grundformulierung zu entwickeln, auf deren Basis die ersten Extrusionsversuche gestartet werden konnten. Mit Erfolg. „In Gemeinschaftsarbeit haben wir den Prozess so weit entwickelt, dass eine Produktion von qualitativ anspruchsvollen Leisten aus 100 % Produktionsabfall möglich ist“, bestätigt Stefan Salhofer, Geschäftsführer der Innplast GmbH.

Nachhaltige Lösung gefunden

Die Extrusionsanlage wird nun noch entsprechend optimiert, um langfristig einen stabilen Produktionsprozess zu gewährleisten. „Unser Projekt zeigt, wie dank innovativer und nachhaltiger Lösungen Rohstoffe im Kreislauf geführt werden können. Der Fräsabfall würde ansonsten thermisch entsorgt“, erklärt Salhofer.

Das österreichische Kunststoff-Cluster hat Projekt begleitet

Der Kunststoff-Cluster (KC) ist ein branchenübergreifendes Netzwerk des Kunststoff-Sektors in Österreich. Er initiiert, fördert und koordiniert die erfolgreiche Zusammenarbeit von Unternehmen. Der Kunststoff-Cluster ist eine Initiative der Länder Oberösterreich und Niederösterreich. Träger sind die regionalen Standortagenturen Business Upper Austria und Ecoplus.

Einen Beitrag der K-ZEITUNG über weitere interessante Projekte zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in Oberösterreich lesen Sie hier.

gk