Neue Potenziale für Spritzgießer durch Digitalisierung

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Arburg zeigt auf der Messe MSV in Brünn Lösungen für die Digitalisierung, etwa eine Turnkey-Anlage, bei der Kundenwünsche online eingebunden werden.

„Die MSV hat eine 50-jährige Geschichte und wir sind seit über 20 Jahren mit dabei“, sagt Dr. Daniel Orel, Geschäftsführer von Arburg spol. s r.o. in Tschechien. Die tschechische und slowakische Kunststoffindustrie sei eng mit der deutschen verbunden, sodass die Anforderungen und Trends sehr ähnlich sind. „Daher ist auch die Digitalisierung das Hauptthema der diesjährigen MSV“, so Orel. Mit drei Exponaten zeigt Arburg in Brünn sein Leistungsspektrum auf.

Flexibel automatisieren nach Kundenwunsch

Den Forderungen nach mehr Individualität in der Serienfertigung kommt die Spannseil-Anwendung nach. Als „smartes“ Exponat produziert eine kompakte Turnkey-Anlage rund um einen vertikalen Allrounder 375 V von Schuss zu Schuss flexibel elastische Spannseile „on demand“ – dank eines cleveren Produkt- und Werkzeugdesigns und Industrie-4.0-Bausteinen ganz ohne Umrüsten. Die Kundenwünsche werden online in den laufenden Spritzgießprozess eingebunden.

Laut Dr. Daniel Orel, Geschäftsführer von Arburg spol. s r.o., ist die tschechische und slowakische Kunststoffindustrie eng mit der deutschen verbunden, sodass die Anforderungen und Trends sehr ähnlich seien. Foto: Arburg

Die Besucher können zwischen drei verschieden langen Spannseilen in drei Farben sowie zwischen drei Endstück-Kombinationen wählen und die gewünschte Variante direkt an einem Terminal eingeben. Nach Übertragung des Auftrags an die zentrale Selogica-Steuerung, wird das Spannseil auf die gewählte Länge geschnitten und von einem platzsparend innerhalb der Maschinen-Aufstellfläche angeordneten Sechs-Achs-Roboter gehandhabt. Er platziert die Seil-Enden im 4-fach-Werkzeug, wo in einer Zykluszeit von rund 40 s die Kombinationen Haken/Haken, Haken/Öse oder Öse/Öse angespritzt werden. In der industriellen Praxis ist ein Anwendungsfeld für eine solche Anlage zum Beispiel die Kabelkonfektionierung in der Automobilindustrie.

Augmented Reality für neue Einblicke im Service

Am Beispiel der virtuellen Wartung einer Spritzeinheit per AR-Datenbrille können die Besucher auf dem Arburg-Messestand komplexe Zusammenhänge praxisnah und live beobachten. Dabei wird deutlich, welche Vorteile eine solche visuelle Unterstützung im Bereich des smarten Services künftig bietet. Durch die computergestützte Erweiterung der Realität mit virtuellen Zusatzinformationen, etwa zu Schmierstellen oder Sensoren innerhalb der Maschine, ergeben sich völlig neue „Einblicke“ für das Servicepersonal. Komplexe Wartungsarbeiten lassen sich einfacher, sicherer und schneller ausführen, Fehler effizient identifizieren und beheben. Das reduziert die Zeiten zur Fehlersuche und steigert die Maschinenverfügbarkeit.

Auf der Messe wird ein Freeformer 200-3X zudem Funktionsbauteile aus unterschiedlichsten Materialien vorgestellt. An verschiedenen Workstations kann zudem die Belastbarkeit von ausgewählten AFK-Bauteilen getestet werden.

sk

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