Nachwuchs für die Leichtbau-Forschung

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Sechs Nachwuchswissenschaftler und sechs Professoren Leichtbaupotenziale für Automobilbau der WHZ beim Auftakttreffen. Foto: Westsächsische Hochschule Zwickau

Sechs Nachwuchswissenschaftler der WHZ fokussieren sich auf Leichtbauteile für den Automobilbau, vor allem auf Faser-Kunststoff-Verbunde mit hohem Leichtbaupotenzial.

Nach Überzeugung der Wissenschaflter der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) ist der Wissenszuwachs beim Leichtbau und Faserverbundbauteilen für Unternehmen unüberschaubar und wächst weiter. Ebenso fehle es an praxistauglichen und erprobten Lösungen, die den mittelständischen Unternehmen als Grundlage für Weiterentwicklungen dienen.

Im Projekt wollen die Wissenschaftler aus den Bereichen Automobil- und Maschinenbau, Kraftfahrzeugtechnik und Textil- und Ledertechnik bereits vorhandenes Wissen bündeln und den Wissenstransfer in die Unternehmen sowie zwischen den Fachbereichen gestalten. Ziel der Wissenschaftler ist es, eine Fertigungsprozesskette eines FKV-Bauteils abzubilden, das aus einer innovativen Metall-Kunststoff-Verbindung hergestellt werden soll.

Durch den Fokus auf die werkstofflichen und konstruktiven Besonderheiten sollen Leichtbaupotenzial voll ausgeschöpft werden. Als Partner steht zum Beispiel die Alpha Sigma GmbH, eine Ausgründung der WHZ zur Seite. Sie spezialisierte sich auf Leichtbau mit Basaltfasern und steht den Wissenschaftlern beratend zur Seite.

Textile Nieten zum nachträglichen Verbinden von Bauteilen

Ein Teilprojekt der Nachwuchsforschergruppe verfolgt unter anderem die Entwicklung von textilen Nieten zum nachträglichen Verbinden von Bauteilen. Diese könnten zukünftig herkömmliche Nieten aus Metall ersetzen.

Die fünfte Nachwuchsforschergruppe der WHZ unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Weis von der Fakultät Automobil- und Maschinenbau ist am 1. August 2018 gestartet. Das Projekt "Faserverstärkte Leichtbauwerkstoffe: Von der Forschung in die Praxis" wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaat Sachsen für drei Jahre gefördert. An der WHZ werden aktuell rund 30 Wissenschaftler in 5 Nachwuchsforschergruppen gefördert.

gk