Nachhaltigkeit im Fokus: Neue Rezyklate von Barlog

Peter Barlog mit Lippenstifte in Hülsen aus PET-Rezyklat: Barlog setzt auf Nachhaltigkeit und hat sein Keballoy Eco Portfolio um verschiedne rPET-Typen erweitert. Foto: K-ZEITUNG/Krumbholz

Barlog legt auf der Fakuma den Fokus auf nachhaltige Lösungen – von neuen Rezyklat-Materialien bis zu ganzheitlichen Konzepten der Kreislaufwirtschaft.

Auf der aktuell stattfindenden Fakuma stellt Barlog Plastics die Nachhaltigkeit in den Fokus und präsentiert neben neuen Rezyklaten, für die bisher nur Neuware in Frage kam, auch zirkuläre Produktkonzepte und ganzheitliche Konzepte für die Kreislaufwirtschaft.

„Man spürt den echten Willen, Rezyklate einzusetzen“

Damit setzt das Unternehmen auf das richtige Pferd. „Erstmals spricht uns ein Großteil unserer Kontakte auf einer Messe auf dieses Thema an“, erzählt Geschäftsführer Peter Barlog. „Und dabei geht es nicht nur um grünes Marketing, sondern man spürt den echten Willen, Rezyklate einzusetzen und den Weg in eine Kreislaufwirtschaft aktiv mitzugestalten.“

Seit der Premiere der neuen Produktreihe Keballoy Eco (auf Basis von recycelten Kunststoffen) anlässlich der K 2019, hat Barlog Plastics sein Sortiment an Keballoy Eco Compounds kontinuierlich ausgebaut. Neben rPET, auch für den Lebensmittelkontakt, bietet das Unternehmen nun auch Konstruktionswerkstoffe auf Basis von recyceltem PEEK, PA12, PPS, PC, PC/ABS und ABS an.

Nachhaltigkeit im Fokus bei Barlog

„In den letzten drei Jahren hat sich der Großteil unserer Produktentwicklungen im Bereich nachhaltiger Werkstoffe abgespielt“, erklärt Barlog. „Dabei liegt unser Fokus weiterhin darauf, hochwertige und verlässliche Compounds herzustellen, die den Wettbewerb mit Neuware nicht zu scheuen brauchen, aber mit einer deutlich vorteilhafteren CO2-und Ökobilanz daherkommen.“

Hochwertige Rezyklate können Metall ersetzten

Damit kommt Barlog unter anderem dem wachsenden Bedarf an Werkstoffen mit Recyclinganteil bei anpruchsvollen, aber kurzlebigen Produkten entgegen. Als jüngstes Beispiel zeigt er Lippenstifte in Hülsen aus PET-Rezyklat. Die rPET-Flakes, die Barlog aus Europa bezieht,  werden aus gebrauchten PET-Flaschen gewonnen. Quellen aus Asien sind Barlog zu unsicher: „Es soll schon vorgekommen sein, dass als Rezyklat deklarierte Ware aus Asien gar kein Rezyklat war. Dem Vorwurf des Greeenwashing wollen wir uns gar nicht erst aussetzen.“

Das Sortiment an Compounds auf Basis von recycelten PET-Flaschen hat Barlog stets erweitert: Es wurde um glas- und carbonfaserverstärkte sowie mineralgefüllte Typen ergänzt. Damit will Barlog mehr Rezyklate im Einsatz mit Lebensmittelkontakt ermöglichen, z.B. für Mehrweggeschirr, Küchengeräte oder Kaffeemaschinen.

Auch für die Automobilindustrie entwickelt Barlog neue Lösungen und macht auch vor hoch belasteten Anwendungen nicht halt. „Unser Ansatz, der schon bei der Simulation von Bauteileigenschaften und Verarbeitungsprozessen startet, ermöglicht es unseren Kunden mit Rezyklaten in Anwendungen vorzustoßen, für die bisher nur Neuware in Frage kam, z.B. Strukturbauteile als Metallersatz“, erklärt Barlog.

Recycling umfasst mehr als nur das Material

Nachhaltigkeit braucht mehr als die Rezyklat-Compoundierung. Die Engineering-Abteilungen von Barlog Plastics stellen schon in der frühen Entwicklungsphase eines Produktes die Weichen für den Einsatz von Rezyklaten.  Das beginnt bei Ermittlung von Eigenschaftsänderungen durch Recyclingprozesse und der Auswahl geeigneter Werkstoffe über die Simulation von Materialeigenschaften bis hin zur Wahl des richtigen Montage- und Demontagekonzepts. Letztlich geht es um zirkuläre Produktkonzepte.

mg