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"Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche trägt aktiv zur Lösung des Nachwuchs- und Fachkräftemangels bei", sagt SKZ-Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Bastian.

Gastkommentar

Nachhaltigkeit, die Lösung für den Fachkräftemangel!

SKZ-Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Bastian erklärt, wie Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche aktiv zur Lösung des Fachkräftemangels beiträgt.

SKZ-Institutsdirektor Prof. Dr. Martin Bastian erklärt, wie Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche aktiv zur Lösung des Fachkräftemangels beiträgt.

Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche trägt aktiv zur Lösung des Nachwuchs- und Fachkräftemangels bei. Dabei muss sich die Branche stärker als Lösungsfinder für die großen Herausforderungen unserer Zeit positionieren, denn nur so lassen sich zukünftige Auszubildende, Studenten und Mitarbeiter begeistern.

Das Thema Fach- und Führungskräftesicherung ist in unserer Branche omnipräsent. Das oftmals negative Image von Kunststoffen und freibleibende Ausbildungsplätze in den jüngeren Bevölkerungsgruppen stehen symptomatisch für eine unzureichende Attraktivität unserer Ausbildungsberufe und Studienangebote. Dabei leisten Kunststoffe einen enormen Beitrag für die Klimaschutzziele des Green Deals der EU und des Weltklimarats (IPCC). Kunststoffe liefern wichtige Lösungen für große gesellschaftliche Herausforderungen in Nachhaltigkeit, Energie und Klima, Mobilität, Infrastruktur, Gesundheit und Pflege sowie Wirtschaft und Arbeit 4.0. Es führt also kein Weg am Kunststoff vorbei.

Großartige Vielfalt und Chancen

Stellt sich also die Frage, wie wir das Thema „Kunststoff“, um nicht zu sagen „Plastik“, bei den jungen Generationen positiv besetzen können und aufzeigen, welche großartige Vielfalt und Chancen bestehen, an Zukunftslösungen direkt mitzuwirken. Ansatzpunkte zeigt beispielsweise der Rohrleitungsbauverband RBV, der mit seiner Initiative #pipeline31 ganz neue Wege geht, um junge Menschen für den Beruf des Rohrleitungsbauers zu begeistern. Auch am SKZ setzen wir mit viel Elan alles daran, das Image von Kunststoffen bei jungen Menschen zu verbessern. Sei es mit unseren Schülerlaboren, unserem Engagement in der akademischen Lehre, mit dem innovativen Podcast-Format „Kunststoff nachgefragt“ oder auch mit kurzweiligen Videoschulungen zu Grundlagenthemen oder den YouTube-Science Slams. Gerade die Ansprache der jungen Leute über ihre eigenen Kanäle ist ein wichtiger Weg, um das Image nachhaltig zu verbessern, den Nachwuchs zu begeistern und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen unserer Branche zu sichern.

„Am SKZ setzen wir mit viel Elan alles daran, das Image von Kunststoffen bei jungen Menschen zu verbessern.“

Prof. Martin Bastian

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Auf dem diesjährigen Netz- und Technologietag am 29. und 30. Juni 2022 stellen wir im SKZ viele Ideen und Möglichkeiten dazu vor. Wir bieten eine Plattform für den persönlichen Austausch, Meinungsbildung in Gesellschaft und Politik erfolgreich zu gestalten, Aufklärungsmaßnahmen für ein positives Ansehen von Kunststoffen umzusetzen und so direkt dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Und passend widmen wir den zweiten thematischen Schwerpunkt des Netzwerktages ganz dem Thema Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Energieeinsparung. Wir als Branche müssen Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und uns selbst und unsere Partner, Kunden und Freunde befähigen, die Anforderungen der Märkte und der Öffentlichkeit noch zu übertreffen. Wir wollen Wegbereiter sein, um alle Potenziale zu heben, sodass sich produzierende Unternehmen resilienter gegenüber zukünftigen Marktentwicklungen aufstellen können.

Nachhaltigkeit sichert Wettbewerbsfähigkeit

Hier schließt sich also der Kreis: Auf Nachhaltigkeit setzen bringt gleichzeitig die Lösung für den Nachwuchs- und Fachkräftemangel und damit die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Lassen Sie uns gemeinsam zeigen, dass die Branche ein hochattraktiver Lösungsfinder ist. Und so gewinnen wir sicher das Interesse und die Herzen unserer zukünftigen Auszubildenden und Mitarbeiter.

Prof. Dr. Martin Bastian, SKZ-Institutsdirektor