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Nachhaltigkeit: Bericht wird Pflicht für viele Betriebe

Die transparente und zertifizierte Berichterstattung über Nachhaltigkeit wird ab 2024 für viele Betriebe in der EU Pflicht. Foto: Anncapictures/Pixabay

Unternehmen in der EU mit mehr als 250 Beschäftigten und einem Umsatz von 40 Mio. EUR sind ab 2024 zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet.

Das Europaparlament und Unterhändler der EU-Staaten haben sich auf neue Regeln zur Berichterstattung über die Nachhaltigkeit von Unternehmen (CSRD) geeinigt. Damit soll dem Greenwashing ein Ende gesetzt und die Grundlage für Nachhaltigkeitsberichtsstandards auf globaler Ebene geschaffen werden. Die neuen EU-Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung gelten für alle Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten und einem Umsatz von 40 Mio. EUR, unabhängig davon, ob sie börsennotiert sind oder nicht. Die Unternehmen müssen auf der Grundlage gemeinsamer Standards über ihre Auswirkungen auf die Umwelt, die Menschenrechte, die Sozialstandards und die Arbeitsethik berichten.

Bericht erfordert verlässliche Informationen und Audits

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Informationen, die Unternehmen über ihre Auswirkungen auf das Klima oder die Menschenrechte bereitstellen, von unabhängigen Stellen geprüft und zertifiziert werden. Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung werden gleichberechtigt sein, und Investoren werden damit Zugang zu zuverlässigen, transparenten und vergleichbaren Daten haben.

Auch Nicht-EU-Unternehmen müssen über Nachhaltigkeit reporten

Die Regeln gelten auch für Nicht-EU-Unternehmen, die mehr als 150 Mio. EUR Jahresumsatz in der EU generieren.

Für eine Handvoll kleine und mittlere Unternehmen, die an öffentlichen Märkten notiert sind, werden weniger strenge Berichtsstandards gelten. Sie können sich bis 2028 von dem neuen System befreien lassen. Die Abgeordneten fügten auch Garantien ein, so dass Unterauftragnehmer von ihren Vertragspartnern nur aufgefordert werden können, Informationen gemäß einer weniger strengen Version der Berichtsstandards zu liefern.

„Heute sind die Informationen über die Auswirkungen eines Unternehmens auf die Umwelt, die Menschenrechte und die Arbeitsethik lückenhaft, unzuverlässig und leicht zu missbrauchen. Einige Unternehmen berichten nicht. Andere berichten über das, was sie wollen. Investoren, Verbraucher und Aktionäre sind ratlos. Von nun an wird eine saubere Menschenrechtsbilanz genauso wichtig sein wie eine saubere Bilanz“, sagt Pascal Durand, der die Verhandlungen für das Europäische Parlament führte.

Das Europäische Parlament und der Rat müssen die Vereinbarung (hier der Vorschlag dafür) vor ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt noch formell genehmigen.

Einige Player der Kunststoffbranche sind das Thema bereits aktiv angegangen:

Engel hat vor Kurzem ebenfalls seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt.

sk

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