Nachhaltige Verantwortung als Prozess

Dr. Julian Conrads erklärt, warum Nachhaltigkeit ein niemals endender Prozess ist, wie Ergobag diesen Prozess stetig optimiert und worauf Familien im Alltag achten können. Foto: Ergobag

Dr. Julian Conrads ist Experte für nachhaltige Verantwortung bei Ergobag. Er erklärt, warum Nachhaltigkeit ein niemals endender Prozess ist.

Der Schultaschenhersteller Ergobag hat sich neben der Entwicklung eines besonders ergonomischen Produkts auch Prozesse für nachhaltige Verantwortung zum Grundprinzip gemacht. Die Pandemie hat uns drastisch vor Augen geführt, wie vernetzt die Welt ist und wie eng das Wohlergehen der Menschheit auch mit dem Wohlergehen der Natur und Tierwelt zusammenhängt. Der Rückgang der weltweiten CO2-Emissionen ist in der Hinsicht einer der positiven Effekte des vergangenen Jahres. Ein nachhaltigerer Lebensstil ist aber auch langfristig nötig und bedeutet, den bewussten und ganzheitlichen Umgang mit der Umwelt zu etablieren. Das betrifft nicht nur den Umgang mit Ressourcen und der Natur, sondern auch die soziale Verantwortung gegenüber Mitmenschen. Dr. Julian Conrads ist Experte für nachhaltige Verantwortung bei Ergobag. Er erklärt, warum Nachhaltigkeit ein niemals endender Prozess ist, wie Ergobag diesen Prozess stetig optimiert und worauf Familien im Alltag achten können.

Die Schultasche als Umweltheld

Wie bei jedem Produkt gilt auch bei der Schultasche: Nachhaltigkeit ist ein ganzheitliches Thema. Ein gewissenhaftes Produkt“ entsteht nur, wenn alle Faktoren der sozialen und ökologischen Verantwortung, also zum Beispiel die Arbeitsbedingungen, die Produktionsprozesse und alle verwendeten Materialien, bedacht werden. Begonnen hat alles vor zehn Jahren mit dem ersten Ergobag – einem ergonomischen Schulrucksack aus recycelten PET-Flaschen. Im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsweisen wurde durch die Verwendung von PET-Flaschen als Rohmaterial für die Stoffe die Abwassermenge um 20 %, der Energieverbrauch um 50 % und die Schadstoffemissionen um 60 % gesenkt. Die Kölner Marke ist zudem seit 2016 Mitglied der niederländischen Organisation Fair Wear Foundation, die die Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten vor Ort überprüft und zusammen mit Ergobag und weiteren Partnern verbessert. Seit 2018 ist Ergobag als eine von wenigen Marken mit der bestmöglichen Bewertung – dem sogenannten „Leader Status“ – der Fair Wear Foundation ausgezeichnet.

Verantwortung für die Umwelt übernehmen: Die ergonomischen Ergobag Cubo Schultaschen aus der Eco Hero-Edition stehen für das nachhaltige Grundprinzip des Herstellers. Foto: Ergobag

Umweltsiegel erleichtern Verbraucherauswahl

Einen weiteren Meilenstein erreichte der Schultaschenhersteller 2020: Ergobag brachte die erste Bluesign-Product Schultasche auf den Markt. Die Systempartnerschaft mit Bluesign gewährleistet eine strenge Kontrolle beim Einsatz von Chemikalien nicht nur, wenn es um das Endprodukt geht, sondern auch bei den Produktionsprozessen. Außerdem verzichtet Ergobag seit 2020 auf den Einsatz von PFC bei der Beschichtung der Schultaschen und verwendet alternative Lösungen zur Wasserabweisung. Die Nachhaltigkeitshelden aus der sogenannten Eco Hero-Edition tragen zudem das staatliche Textilsiegel „Grüner Knopf“. Dieses Siegel vereint die Bewertung nach sozialen und ökologischen Anstrengungen einer Marke und erleichtert dadurch die Auswahl für den Verbraucher. Umso schöner, dass die Ergobag Ease und Mini Modelle sowie die Eco Hero-Edition der Schultaschen dieses Siegel tragen. Die Eco Hero-Edition ist deshalb der neueste, aber nicht der letzte Meilenstein in puncto Nachhaltigkeit. Denn „Nachhaltigkeit ist ein Prozess, bei dem man immer noch besser werden kann“, so Dr. Julian Conrads, der bei Ergobag Corporate Responsibility verantwortet.

Nachhaltige Prozesse in den Familienalltag integrieren

Um als Familie Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, gibt es viele Möglichkeiten. Ein guter Anfang ist, sich den eigenen ökologischen Fußabdruck bewusst zu machen. Das geht zum Beispiel mit dem Fußabdruckrechner von Brot für die Welt unter www.fussabdruck.de. „Wer seinen Fußabdruck optimieren will, sollte beim eigenen Verhalten anfangen“, rät Dr. Julian Conrads. Das geht zum Beispiel, indem der Fleisch-Verbrauch reduziert wird. Denn „schon eine schrittweise Reduktion der Fleischtage ist ein großer Hebel“, so Conrads. Was gut klingt, aber nicht unbedingt viel bringt, sind Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen, wie zum Beispiel Zuckerrohr. Denn das zahlt sich nur bei einer passenden Recyclinginfrastruktur aus, die es bisher kaum gibt.

Verantwortung für den ökologischen Fussabdruck

„Verbraucher sollten zudem bedenken, dass auch jedes Produkt einen ökologischen Fußabdruck hat“, so der Nachhaltigkeitsexperte. Es kommt dabei auf die verwendeten Materialien und die Langlebigkeit eines Produktes an, denn der Fußabdruck wird kleiner, je länger ein Produkt genutzt werden kann. Die Ergobag Schultaschen lassen sich deshalb an die Größe der Kinder anpassen und wachsen mit – von der ersten bis zur vierten Klasse. In der Textilbranche, zu der auch Schultaschen zählen, ist das Thema Nachhaltigkeit jedoch besonders vielschichtig, denn es gilt, Materialien, Chemikalien und Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen. Dafür gibt es eine Vielzahl an Labels und Zertifizierungen, wie die Fair Wear Foundation, Bluesign oder den „Grünen Knopf“. Da verliert man als Verbraucher schnell den Überblick – und das gilt nicht nur für die Textilbranche. Hier hilft die staatliche Website www.siegelklarheit.de, die alle Siegel unabhängig prüft und bewertet.

ak