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Nachhaltige Tubenextrusion für Kosmetikanwendungen

Breyer setzt sich für einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen bei der Tubenextrusion ein – und zeigte dies auf der K 2019 anhand der Tubenherstellung für Kosmetikanwendungen. Foto: Breyer

Breyer setzt sich für einen verantwortlichen Umgang mit Ressourcen ein – und zeigte auf der K 2019 eine nachhaltige Tubenextrusion für Kosmetikanwendungen.

Auf der K 2019 präsentierte Breyer seine Innovationen für die nachhaltige Tubenextrusion für Kosmetikanwendungen – und stellt damit den verantwortlichen Umgang mit Ressourcen in den Fokus.

Breyer ermöglicht mit seinen Technologien, Verpackungen energiesparend, effizient und nachhaltig zu produzieren – egal ob 5-, 6- oder 7-schichtige Tubenschläuche. Auf der K 2019 demonstrierte das Unternehmen die vielseitigen Möglichkeiten am Beispiel einer Top-Line-7-Schicht-Tubenanlage.

Nachhaltige Tubenextrusion durch Rezyklat-Einsatz

Breyer hat laut eigenen Angaben eine Technologie entwickelt, mit der der Einsatz von Recylingmaterial auf hohem Niveau möglich ist. Damit können Barrieretuben mit bis zu 86 % Rezyklatanteil hergestellt werden.Bei 7-schichtigen Tuben kann das eingesetzte PCR-Material durch eine weitere Schicht aus Neuware in einer Dicke von 20-60 µm von dem sensiblen und kosmetischen Füllgut getrennt werden.

Weiterhin kann auch außen eine Schicht Neuware (Skinlayer) verwendet werden um die spätere Dekoration vom PCR zu trennen beziehungsweise den Druck zu verbessern.

Ultra-Hochbarriere-Tuben für Kosmetikanwendungen

Die vorteilhafte Alternative zur ABL-Laminattube ist laut Breyer, dass durch Coextrusion Ultra-Hochbarriere-Tuben hergestellt werden können, die vollständig recycelbar sind. Durch den Einsatz von zwei oder mehr unterschiedlichen Barriereschichten können die Barriereeigenschaften der Tube auf die Anforderungen des Füllguts zugeschnitten werden. Zum Beispiel kann eine Aussenschicht gegen die Lösungsmittel der Druckfarbe und eine Innenschicht als Sauerstoffbarriere kombiniert werden, um das Füllgut zu schützen.

Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen

Dass sich Breyer für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen einsetzt, zeigt sich auch daran, dass auf Breyer-Anlagen auch Recyclingware aus eigener oder fremder Aufbereitung zu hochwertigen Produkten verarbeitet werden können.

Zum Einsatz kommen dabei aber auch neuartige Kunststoffe, die auf nachhaltigen, organischen Materialien, wie zum Beispiel auf Holz- oder Zuckerrohrabfällen, basieren.

Wenn möglich Material einsparen

Außerdem folgt Breyer dem Grundsatz, dass Material wenn möglich stets eingespart werden sollte. Hierbei gilt: Rohmaterialien welche nicht eingesetzt werden, müssen auch nicht mehr recycelt werden.

Dazu gibt es bei der Tubenherstellung mehrere Ansätze: Zum einen kann die Gesamtwandstärke durch Einsatz steiferer Materialien reduziert werden, ohne dass die Haptik der Tube verändert wird. Zum anderen bietet sich die Möglichkeit, durch Reduzierung der EVOH-Wandstärke auf unter 3-10 µm den Anteil an Fremdmaterial (in diesem Fall EVOH) auf unter 5 % zu reduzieren. Dadurch gilt die Tube als recyclingfähig.

Weiterhin kann durch Einsatz von geschäumten Schichten, das Gewicht der Tube und damit auch die Materialmenge reduziert werden. Die Oberflächenstruktur kann dabei so verändert werden, dass sie sich besser bedruckend lässt und sich auch das Handling in Nachfolgeprozessen beschleunigt.

kus