Nachhaltige Community-Masken aus TPE

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Kunststoffverarbeiter Fröbel hat Community-Maske zum Schutz vor Covid-19 entwickelt; gefertigt werden diese auf Maschinen von Wittmann Battenfeld.

Für Tobias Fröbel, Juniorchef des Unternehmens mit Sitz in Blaufelden, standen bei diesem Masken-Projekt zwei Punkte im Fokus: Der Wunsch, einen Beitrag im Kampf gegen Covid-19 zu leisten und der Aspekt der Nachhaltigkeit. Ihm war wichtig, ein Produkt im Mehrwegbereich zu schaffen, bei dem lediglich das Filtervlies entsorgt werden muss.

Entstanden ist eine hochwertige Community-Maske – und zwar in Kooperation mit dem Hoffenheimer Kunststoffverarbeiter Ako, der die Maske ebenfalls bei sich produziert. Diese besteht aus einem Grundkörper und einem Aufsatz, auf dem variabel einstellbare Gummizüge befestigt werden. Der Grundkörper ist aus einem elastischen, anschmiegsamen TPE gefertigt, das einen hohen Schutz und einen ausgezeichneten Tragekomfort gewährleistet. Der Aufsatz dient neben der Aufnahme der Gummizüge zur Fixierung des austauschbaren Filtervlieses aus PP, von dem pro Maske eine 10er-Packung mitgeliefert wird.

Masken-Produktion um vier weitere Werkzeuge geplant

Aufsätze für die Masken, die aktuell auf einer Spritzgießmaschine der servoelektrischen Smartpower Reihe von Wittmann Battenfeld gefertigt werden. Foto: Wittmann Battenfeld

Die Produktion erfolgt bei Fröbel mit einem 2-fach-Werkzeug auf einer Spritzgießmaschine der servoelektrischen Smartpower Reihe von Wittmann Battenfeld mit einer Schließkraft von 900 kN, ausgestattet mit einem Wittmann Roboter Primus 16. Fröbel plant die kurzfristige Erweiterung der Fertigung um weitere vier Werkzeuge mit zwei beziehungsweise vier Kavitäten, die sich gerade im Bau befinden. Diese Werkzeuge werden auf zwei Maschinen der vollelektrischen Ecopower Serie von Wittmann Battenfeld mit einer Schließkraft von 1100 kN sowie einer hydraulischen HM 110 zum Einsatz kommen.

Mit der Fertigung seiner Mehrwegmasken mit den Maschinen der Smartpower und der Ecopower Reihe leistet Fröbel einen weiteren Beitrag zur Schonung der Umwelt, da sich diese Maschinen unter anderem durch ihre hohe Energieeffizienz auszeichnen – ein Aspekt, der sowohl Tobias Fröbel als auch seinem Vater Joachim, CEO des Unternehmens, besonders wichtig ist. Darüber hinaus schätzt man bei Fröbel die hohe Prozessstabilität und die einfache Bedienung der Maschinen als auch das integrierte Roboterkonzept. Tobias Fröbel: „Die Maschinen von Wittmann Battenfeld sind zuverlässig, energieeffizient und einfach zu bedienen. Dazu kommt ihre kompakte Bauweise, die uns hilft, wertvollen Platz in unserer Fertigung optimal zu nutzen.“

Insgesamt stammen 36 der 40 Spritzgießmaschinen bei Fröbel aus dem Hause Wittmann Battenfeld, darunter auch Großmaschinen der Macropower Serie. Sie sind im Schließkraftbereich von 150 bis 6.000 kN angesiedelt. Auch die 30 Roboter stammen von Wittmann Battenfeld.

Elastischer, weicher Grundkörper

Tobias Fröbel (links), Geschäftsführer von Fröbel Kunststofftechnik, und Andreas Schramm, Geschäftsführer Wittmann Battenfeld Deutschland, vor der Smartpower 90/350 Spritzgießmaschine, auf der die Masken entstehen. Foto: Wittmann Battenfeld

Die Masken können mit handelsüblichem Desinfektionsmittel oder heißem Wasser gereinigt werden. Beim Auf- und Absetzen kommt es zu keinem direkten Kontakt mit dem Wechselvlies. Grundsätzlich ist die Maske mit verschiedensten Filtermedien aufrüstbar. Neben dem hohen Tragekomfort durch den elastischen weichen Grundkörper schätzen die Kunden von Fröbel das geringe Gewicht, das gute Sprechverhalten und die hohe Luftdurchlässigkeit des großen Filterbereichs. Die Masken werden in zwei Größen angeboten. Neben dem Standardmodell M wurde eine um 20 % kleinere Version S entwickelt, die vor allem für Kinder und Frauen gedacht ist.

Die Maske wird sowohl bei Fröbel als auch bei Ako gefertigt und weltweit vertrieben. Der Vertrieb erfolgt derzeit ausschließlich im B2B-Bereich. An einer B2C-Lösung mit Partnern wird gearbeitet. Aktuell werden wöchentlich 70.000 Masken des Modells S und 140.000 des Modells M produziert, davon 70.000 bei Fröbel.

Beim Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) haben die beiden Kunststoffverarbeiter eine Zertifizierung nach CPA/FFP2 beantragt. Mit dieser Zertifizierung wären die Masken als Coronavirus-Pandemie-Atemschutzmasken anerkannt.  

sk

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