Foto: Krauss Maffei
Ein Ausblick auf die künftigen Gebäude des neuen Krauss-Maffei-Firmensitzes in Parsdorf. Dort entsteht derzeit eine der größten Aufdach-Photovoltaikanlagen Europas mit einer Leistung von 8,0 MwP. Dies ist ein Baustein für das Ziel des Maschinenbauers, bis 2030 klimaneutral zu produzieren.

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Nachhaltig: Krauss Maffei will 2030 klimaneutral sein

Bis 2030 will Krauss Maffei komplett klimaneutral arbeiten; im Nachhaltigkeitsrating will sich der Maschinenbauer dafür sukzessive verbessern.

Bis 2030 will Krauss Maffei komplett klimaneutral arbeiten; im Nachhaltigkeitsrating will sich der Maschinenbauer dafür sukzessive verbessern.

Mit einer klaren Agenda bekräftigt Krauss Maffei seine nachhaltige Unternehmensstrategie: in acht Jahren will der Münchner Kunststoffmaschinenbauer Klimaneutralität erreichen.

Klimaneutrale Maschinen bis 2035

Auf dem Weg zu diesem Ziel setzt sich das Unternehmen folgende Ziele:

  • Bis 2023 will Krauss Maffei die Bewertungsstufe „Silber“ im Nachhaltigkeitsrating von Ecovadis erreichen.
  • Bis 2025 will man einer der besten Maschinen- und Anlagenbauer für die Kunststoffindustrie in den Bereichen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sein.
  • Bis 2027 soll die Ecovadis-Bewertungsstufe „Gold“ erreicht werden.
  • Bis 2030 soll der Corporate Carbon Footprint bei Null liegen; das heißt, alle Werke weltweit werden CO2-neutral betrieben.
  • Bis 2035 will Krauss Maffei einen Product Carbon Footprint von Null erreichen; alle Maschinen werden somit CO2-neutral hergestellt.

„Als wichtiger Akteur der Kunststoffindustrie hat Krauss Maffei seine Verantwortung für aktuelle und künftige Generationen stets im Blick. Deshalb bauen wir das neue Krauss Maffei“, sagt Krauss-Maffei-CEO Dr. Michael Ruf.

Einen Nachhaltigkeitsbericht hat das Unternehmen – anders als zum Beispiel Arburg und Engel – bislang noch nicht veröffentlicht. Auf Nachfrage heißt es, dass man derzeit eine Nachhaltigkeitsprogrammatik erarbeite und gleichzeitig die Grundlagen für eine solche Berichterstattung lege. Die EU verpflichtet übrigens ab 2024 Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten und einem Umsatz von 40 Mio. EUR zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Neue Werke machen Nachhaltigkeits-Strategie sichtbar

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Foto: Krauss Maffei
Der künftige Standort der KraussMaffei Extrusion in Laatzen (Rendering). Hier entsteht ein Zentrum für die Entwicklung von Lösungen für die nachhaltige Kreislaufwirtschaft – einem tragenden Pfeiler der Krauss-Maffei-Unternehmensstrategie.

Das neue Werk in Laatzen und die neue Konzernzentrale in Parsdorf bei München, die beide ab Herbst bezogen werden, werden höchsten Umweltstandards genügen. Das bedeutet: moderne Gebäudetechnik mit einer der größten Aufdach-Photovoltaikanlagen Europas, einem Blockheizkraftwerk, Heiz- und Kühlsegel in den Büros, aktive Hallenbe- und -entlüftung sowie intelligente LED-Beleuchtung mit Licht- und Bewegungssensorik.

Beide Standorte sind nach dem System der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert.

Moderne Recycling-Technologien

Um die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, ist die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) ein tragender Pfeiler der Krauss-Maffei-Unternehmensstrategie. Als Recycling-Pionier verfügt das Unternehmen bereits über mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung im Erforschen sowie Entwickeln der Aufbereitung und Wiederverarbeitung von rezyklierten Kunststoffen. Mehr als 1 Mio. t Kunststoffe haben Kunden mit Hilfe von Krauss-Maffei-Anlagen bereits wiederverwertet. Das Unternehmen setzt beim Recycling sowohl auf mechanische als auch auf lösungsmittelbasierte und chemische Verfahren.

sk