Monitoring für kleine Bremsen

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Mayr Antriebstechnik präsentiert zur SPS neue Ausführungen des Moduls Roba-Brake-Checker für das Monitoring kleiner Bremsenbaugrößen.

Auf der SPS in Nürnberg zeigt Mayr Antriebstechnik sein volles Programm an intelligenten Bremssystemen. Darunter befinden sich beispielsweise die Sicherheitsbremsen der Roba-Servostop-Serie für den Einbau in Servomotoren. Das Besondere dieser Bremseinheiten: Sie gibt es in einer schlanken und gewichteinsparenden Hohlwellenausführung, die speziell auf die Anforderungen der Robotik zugeschnitten sind.

Daneben hat das Unternehmen aus Mauerstetten mit der Roba-Linearstop in elektromagnetischer Ausführung eine fluidfreie Linearbremse im Programm, konzipiert um schwerkraftbelastete Vertikalachsen abzusichern. Eingesetzt wird diese beispielsweise dann, wenn keine Kompressoren oder Aggregate für Druckluft oder Ölhydraulik bereitstehen oder einfach nicht gewollt sind.

Roba-Servostop-Sicherheitsbremsen: Nach Abschalten des Stromes oder bei Stromausfall sorgen die Bremsen für zuverlässigen und sicheren Halt der Achsen in jeder Position. Foto: Mayr Antriebstechnik

Bremsenmonitoring ohne Sensoren

Weiter verbessert hat Mayr das Modul Roba-Brake-Checker. Mithilfe noch feinerer Auswertung können jetzt auch kleine Bremsengrößen ab einem Bremsmoment von 2 Nm versorgt und überwacht werden. Das Modul kommt dabei ohne Sensoren aus. Es erkennt durch die Analyse von Strom und Spannung die Bewegung der Ankerscheibe und weiß, in welchem Zustand sich die Bremse befindet. Der Roba-Brake-Checker überwacht neben Schaltzustand, Temperatur und Verschleiß auch auf Zugweg- oder Zugkraftreserve, also ob der Magnet noch in der Lage ist, die Ankerscheibe anzuziehen.

Fehlerquellen analysieren

Bei der Überwachung werden jetzt deutlich mehr Parameter als mit Mikroschaltern und Initiatoren abgebildet. Bei Erreichen der Zugkraftreserve sendet das Modul ein Warnsignal, so dass noch eine gewisse Betriebszeit der Bremse möglich ist. Zusätzlich können über eine optische Schnittstelle Daten zu Schaltzeit, Strom, Spannung, Widerstand, Leistung und relativem Anzugsstrom abgerufen werden. Letzterer lässt Rückschlüsse auf kritische Betriebszustände der Bremse zu. Mittels Auswertungsprogramm kann der Anwender die Prozesse auf Fehlerquellen hin überprüfen. Darüber hinaus ermöglicht die Fehlerausgabe im Problemfall auch eine Fernwartung.

„Anwender können das Modul einfach und schnell in Maschinen und Anlagen integrieren, ohne dabei in die Komponenten ‚Umrichter‘ oder ‚Steuerung‘ eingreifen zu müssen“, wie Produktmanager Andreas Merz erklärt. „Sie gehen damit kein Risiko ein, weil sie Grenzwerte und Daten nicht selbst validieren müssen“.

db

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