Mobile Materialanalyse bei Photovoltaik-Modulen

Die mobile NIR-Spektroskopie-Lösung von Trinamix vereint robuste Hardware mit intelligenter Datenanalyse und einer mobilen App – und ermöglicht auch Materialanalysen von Photovoltaik-Modul-Verkapselungen und -Backsheets. Foto: Trinamix

Die mobile Nahinfrarot-Spektroskopie-Lösung von Trinamix erlaubt nun auch schnelle Materialanalysen von Photovoltaik-Modul-Verkapselungen und -Backsheets.

Die Materialanalyse-Lösung der BASF-Tochtergesellschaft verschafft vor Ort Transparenz über Materialien, die in den Schutzschichten von Photovoltaik-Modulen verbaut wurden. In Sekundenschnelle liefert die Handheld-Lösung Nutzern direkt auf ihrem Smartphone relevante Informationen über das identifizierte Material. Auf diese Weise können fehlerhafte und in ihrer Leistung beeinträchtigte Photovoltaik-Module, die auf Materialfehler in den Schutzschichten zurückzuführen sind, entweder bei regelmäßigen Kontrollen in Solarparks identifiziert oder bei Anlieferung im Rahmen eingehender Qualitätskontrollen reklamiert werden.

Stabilität der Materialien wesentlich für Photovoltaik-Module

„Die Stabilität der schützenden Polymermaterialien ist der Schlüssel, um eine hohe Zuverlässigkeit der aktiven PV-Komponenten über den gesamten Lebenszyklus zu gewährleisten. Doch Hersteller übermitteln nur wenige Informationen über die in den Photovoltaik-Modulen verbauten Materialien", erklärt Dr. Gabriele C. Eder, Senior Researcher am Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technologie (OFI). „Deshalb ist die zerstörungsfreie Materialidentifikation der polymeren Komponenten in PV-Modulen eine wichtige Aufgabe, insbesondere wenn es zu Modulfehlern und Degradationen kommt.“

Nach der Einführung verschiedener Lösungen im Bereich der Materialidentifikation für die Kunststoff- und Recyclingindustrie hat TrinamiX gemeinsam mit dem OFI und der Polymer Competence Center Leoben (PCCL) eine einfach zu bedienende Lösung entwickelt, um diese Transparenzlücke zu schließen. Dabei profitieren Kunden aus der gesamten PV-Industrie.

Materialanalyse auch für Recyclingkonzepte von Vorteil

Die Vorteile der Materialidentifikation vor Ort beschränken sich nicht nur auf Inspektions- und Eingangskontrollen. Ein nachhaltiger Ansatz am Ende der Lebensdauer erfordert effiziente Recyclingkonzepte für Photovoltaik-Module. Erkenntnisse über die zugrundeliegenden Materialien ebnen hier den Weg für eine ordnungsgemäße Sortierung und steigern somit den Recyclingwert für die jeweiligen Photovoltaik-Modulkomponenten.

„Aus Recyclingsicht ist es besonders wichtig, fluorierte Polymere zu identifizieren, die in Photovoltaik-Rückseitenfolien vorhanden sein können", erklärt Dr. Oreski, Leiter der Division Sustainable Polymer Solutions im PCCL. „Der Grund dafür liegt darin, dass diese Polymere im Vergleich zu herkömmlichen Kunststoffen einer speziellen Abfallbehandlung bedürfen.“

sk