Mit Roboter-Hilfe Leben retten

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Ein Roboter als lebensrettender Helfer? Auf dem European Robotics Forum (ERF) zeigt Kuka ein Forschungsprojekt für Such-und-Rettungs-Einsätze.

Vom 3. bis 5. März ist es wieder soweit: Auf dem European Robotics Forum kommen wieder mehr als 1.000 Experten aus der europäischen Robotik-Community zusammen. Vor Ort ist auch Kuka: Der Augsburger Roboterhersteller präsentiert gemeinsam mit der Universidad de Málaga eine Applikation der besonderen Art. Denn: Das Projekt beschäftigt sich mit dem Thema der Personenrettung und –bergung.

Leben retten 4.0 - Neuronales Netz unterstützt Roboter

Eine Applikation wird auf dem ERF präsentiert. Im Mittelpunkt stehen der Leichtbauroboter LBR Iiwa von Kuka und eine menschliche Puppe. Foto: Kuka

Das Aufspüren und Bergen von Verschütteten gestaltet sich in der Praxis oftmals schwierig. Die Verschütteten lassen sich meist nur aus der Ferne lokalisieren. Ohne Berührung sind Lebenszeichen jedoch nur schwer feststellbar. Genau hier setzt das Forschungsprojekt der Universität an und beschäftigt sich mit Lösungsansätzen für dieses Problem. 

Doch wie funktioniert das genau? In der Applikation greift ein Kuka Leichtbauroboter LBR Iiwa nach dem Handgelenk eines Verschütteten – simuliert durch eine menschlichen Puppe. Mittels eines speziell trainierten neuronalen Netzes erkennt die Anwendung das Handgelenk auch in einem chaotischen Umfeld.

Mit der Kombination aus nachgiebigem Roboterarm und intelligenter Bildverarbeitung kann der Robotergreifer entweder direkt Vitalfunktionen wie Puls oder Blutdruck messen oder ein spezielles Armband am Handgelenk platzieren, über das mit dem Verschütteten Kontakt aufgenommen werden kann, um ihn für eine Bergung vorzubereiten.

European Robotics Forum bereits zum elften Mal

In diesem Jahr findet das ERF im Palacio de Ferias de Málaga statt. In rund 50 Workshops tauschen sich führende Experten aus Industrie, Wirtschaft und Forschung sowie Vertreter der europäischen Politik rund um neue Technologien aus.

Auf der begleitenden Ausstellung haben Unternehmen, Universitäten und Institute die Möglichkeit, einen Einblick in die aktuelle Forschung und Projekte zu geben. Initiiert wird die Veranstaltung vom europäischen Roboterverband Eurobotics Aisbl, in dem Kuka eine führende Rolle einnimmt.

Zudem werden beim ERF renommierte Preise, unter anderem der Eurobotics Entrepreneurship Award für das vielversprechendste Robotik-Start-up, der Eurobotics Techtransfer Award für das beste Ergebnis einer Kooperation von Forschung und Industrie und der euRobotics George Giralt PHD Award für beste europäische Dissertation verliehen. Unabhängige Jurys mit Vertretern aus Forschung und Wirtschaft wählen die Finalisten aus einer Vielzahl an Bewerbungen aus.

db

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