Mit Pressluft Leitungen von Spritzgießwerkzeugen reinigen

Der Dreyproper reinigt mit Pressluft und Luftblasen die Kühlleitungen von Spritzgießwerkzeugen. Foto: Wattec

Wattec ergänzt mit dem Dreyproper und einem mechanischen Pressluftverfahren die chemische Reinigung von Kühlleitungen von Spritzgießwerkzeugen.

In den Leitungen von Spritzgießwerkzeugen bildet sich mit der Zeit durch Korrosion oder Kalkablagerungen eine Isolationsschicht, die den Querschnitt dieser Kanäle verringert, wodurch nicht mehr genügend Wärme in der gleichen Zeitspanne abgeführt werden kann – doch Wattec hat mit dem Dreyproper eine Lösung, die mechanisch mit Pressluft die Leitungen reinigt.

Effiziente Kühlung des Spritzgießwerkzeugs gewährleisten

Um eine effiziente Kühlung von Spritzgießwerkzeugen zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Reinigung der Kühlkanäle notwendig. Bisherige chemische Methoden zur Säuberung müssen oftmals manuell ausgeführt werden, was ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die Mitarbeiter darstellt. Daher bietet Wattec mit dem Dreyproper eine vollautomatische Reinigungshilfe, die solche Ablagerungen schnell und sicher entfernt. Nun wurde in der vierten Generation des Reinigungsgeräts das sogenannte Rampling-Verfahren hinzugefügt – ein mechanisches Feature zur Unterstützung der chemischen Säuberung.

Dabei werden über eine frequenzgeregelte Pumpe und einen zusätzlichen Pressluftanschluss Luftblasen in den Volumenstrom des Reinigungsmittels eingespritzt, um bspw. hartnäckige Kalkablagerungen oder Schlammschichten zu entfernen. Dies erhöht die Effizienz des Reinigungsvorgangs nochmals um 15 % gegenüber der bisherigen Methode, so der Hersteller.

Einfaches Anschließen an die Leitung

Der Dreyproper kann unkompliziert direkt an die Kühlleitung angeschlossen werden. Foto: Wattec

Auch der verbesserte Dreyproper 4.0 löst sämtliche Ablagerungen in einem Spritzgießwerkzeug, indem er unkompliziert an dessen Kühlkanäle angeschlossen wird. Anschließend aktiviert sich als erstes die Trinkwasserflutung, dann wird die Umwälzpumpe eingeschaltet und Frischwasser durch die Kanäle gepumpt, um festzustellen, ob es im Spritzgießwerkzeug eine undichte Stelle gibt. Wurde keine Leckage gefunden, beginnt das Gerät, die Reinigungschemikalie einzuleiten und der eigentliche Säuberungsprozess startet.

„Wir stellten fest, dass auf dem Kalk oder Rost in den Leitungen manchmal eine Schlammschicht entsteht und diese durch die Reinigung zwar gelockert, aber nicht vollständig gelöst wurde“, berichtet Joachim Rohmann, Geschäftsführer von Wattec. „In diesen Fällen konnte die Chemikalie auch die darunterliegenden Ablagerungen nicht mehr erreichen. Daher suchten wir nach einer Lösung für dieses Problem.“ Das Ergebnis war das sogenannte Rampling-Verfahren – eine mechanische Bürstmethode mithilfe unterschiedlich großer Luftblasen.

Mechanische Reinigung mit Pressluft und Luftblasen

Für das neue Feature wurde dem Dreyproper eine mehrstufige Kreiselpumpe hinzugefügt, die frequenzgeregelt ist und hohen Druck erzeugen kann. Direkt nach dieser Pumpe ist ein Pressluftanschluss montiert, mit dessen Hilfe Luftblasen in den Volumenstrom des Reinigungsmittels eingespritzt werden.

„Über eine vollautomatische Veränderung des Drucks werden die Luftblasen abwechselnd vergrößert und verkleinert“, erklärt Rohmann. „Die dabei entstehende Strömung wirbelt die Luftblasen durcheinander und dadurch prallen sie immer wieder gegen die Ablagerungen. Auf diese Weise werden selbst hartnäckige Verkrustungen abgelöst und mitgerissen.“ Mit dieser Methode lässt sich die Innenfläche der Kühlkanäle großflächig bürsten, wodurch sowohl isolierende Schlammschichten als auch die Ablagerungen darunter entfernt werden.

Im Anschluss an den gesamten Reinigungsprozess wird die Chemikalie mit einer zweiten Lösung neutralisiert und danach mit Frischwasser ausgespült. Dadurch wird sichergestellt, dass sämtliche chemische Rückstände aus dem Spritzgießwerkzeug entfernt werden. „Um die Stillstandzeiten der Anlage zusätzlich zu verkürzen, kann nun sogar der neue Pressluftanschluss genutzt werden“, so Rohmann. „Damit lassen sich die Kühlkanäle schnell und unkompliziert ausblasen, wodurch keinerlei Flüssigkeit im Spritzgießwerkzeug zurückbleibt – es ist sofort sauber und trocken.“ Am Ende werden alle Anschlüsse des Dreypropers vom jeweiligen Spritzgießwerkzeug abmontiert und das Reinigungsgerät, in dem sich nun die neutralisierte Lösung befindet, entfernt. Die gereinigte Anlage ist direkt einsatzbereit.

Testphase und Beratung vor Ort möglich

Um sich von der Effizienz und der einfachen Bedienung des Dreyproper 4.0 zu überzeugen, können Anwender das Gerät auch probeweise anmieten. In einem solchen Fall fahren die Reinigungsexperten von Wattec zur Einweisung an den jeweiligen Einsatzort. Dort stehen sie auch gerne beratend zur Seite, um bspw. bei der Optimierung des Kühlwassers zu unterstützen.

„Diese Termine sind für uns selbst auch überaus wertvoll, da wir direkt Feedback aus der Praxis erhalten“, ergänzt Rohmann. „Diese Erfahrungen fließen selbstverständlich in die kontinuierliche Verbesserung der Reinigungsprogramme und deren Bedienung ein. So haben wir beispielsweise bereits auf Wunsch der Anwender eine Ausblasautomatik integriert.“

Gefördert wird die Entwicklung des Dreyproper 4.0 im Rahmen eines WIPANO-Programms vom BMWi.

kus

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