Automation 13.09.2017 1 Bewertung(en) Rating

Mit Multitouch den Maschinenbediener im Visier

Einfachheit, hohe Performance und Individualisierung sind Ansprüche, die besonders bei Automatisierungslösungen für Spritzgießmaschinen von Bedeutung sind. Mit der Steuerungsplattform Keplast hat Keba ein voll skalierbares System mit flexiblen Anpassungsmöglichkeiten im Programm, mit dem sich alle hydraulischen, elektrischen und hybriden Spritzgießmaschinen ausrüsten lassen. Neu ist die Serie Keplast i8000.

 - Das Keplast i8000-System besteht aus Bediengeräten mit Multitouch-Screen, Software, mit der Kundenwünsche rasch umsetzbar sind sowie zuverlässiger Hardware, die für den reibungslosen Ablauf im Hintergrund zuständig ist.
Das Keplast i8000-System besteht aus Bediengeräten mit Multitouch-Screen, Software, mit der Kundenwünsche rasch umsetzbar sind sowie zuverlässiger Hardware, die für den reibungslosen Ablauf im Hintergrund zuständig ist.
Keba

Die drei wesentlichen Komponenten des Keplast i8000-Systems sind Bediengeräte mit Multitouch-Screen, Software und Hardware. Die Bediengeräte zeichnen sich durch ihr hochwertiges Design aus und sind robust gebaut. Sie sind ausgestattet mit einem benutzerfreundlichen Bedienpanel mit Multitouch-Screen. "Wir haben den Nutzer in den Mittelpunkt gestellt und gemeinsam mit internationalen Experten aus dem Bereich User-Experience und Anwendungstechnik eine sehr nutzerfreundliche Bedienoberfläche entwickelt“, erklärt Keplast-Produktmanager Günther Weilguny. "Es wurde die Komplexität des Prozesses auf ein Minimum reduziert und die Bediengeschwindigkeit durch eine intelligente Gestensteuerung erhöht.“

Die Navigation erfolgt also durch Wischgesten und über Sidebars, die Bediener durch die Nutzung ihrer Smartphones oder Tablets kennen. Die Menü-Navigation und Eingabemasken wurden so gestaltet, dass sich Anwender einer mit Keplast ausgestatteten Spritzgießmaschine schnell und ohne Training an einem Multitouch-System zurecht finden.

Der Einsatz von Multitouch-Screens in Verbindung mit der Realtime Multitouch-Lösung von Keba bedeutet einen besonders hohen Komfort für die Bediener. Die Steuerung der Maschine erfolgt in Echtzeit und bei der Eingabe sind Bewegungen nur bei bestimmten Maschinenzuständen zugelassen – das reduziert Fehler und erhöht die Sicherheit.
Dass der Nutzer im Mittelpunkt steht, zeigt sich auch beim Einsatz einer Projektierungssoftware, mit der spezifische Kundenwünsche rasch erfüllbar sind. So können etwa die Eingabemasken am Bedienpanel benutzerspezifisch und für jede Bedienaufgabe zielgerichtet angepasst werden. Bei Bedarf kann eine fertige Keplast-Applikation verwendet werden, welche die Basis für kunden- und maschinenbezogene Modifikationen bildet.

So wurde zum Beispiel bei einem Gemeinschaftsprojekt in Asien das Corporate Design des Unternehmens umgesetzt und einige Teile der Keplast-Applikation übernommen. Darüber hinaus ließ der Kunde eigene Ideen einfließen, die ebenso rasch realisiert wurden. So entstand innerhalb kurzer Zeit eine Bedienerführung, die der gewünschten Bedienphilosophie des Kunden entsprach.

Kestudio Viewedit unterstützt Maschinenbauer benutzerfreundlich bei der Erstellung ihrer Visualisierungsoberfläche. Das Werkzeug ist Bestandteil der Keplast Tool-Suite, mit der Applikationen auf komfortable Weise realisiert werden können. Für umfassende Customizing-Aufgaben stehen eine große Anzahl vorgefertigter Widgets, Apps und weitere Tools zur Verfügung, mit denen sich zeitnah und einfach per Drag&Drop neue Benutzeroberflächen und individuelle Anwendungslösungen realisieren lassen. Weilguny: "Die Offenheit des Keplast Frameworks bietet alle Freiheiten für den Hersteller von Spritzgießmaschinen, wobei die neue Multitouch-Bedienoberfläche als Angebot zu verstehen ist. Der Maschinenbauer entscheidet, welche Konzepte er aus der Keba Applikation übernimmt und wo er seine eigenen Ideen einfließen lassen möchte.“

Für den reibungslosen Ablauf ist im Hintergrund eine leistungsfähige Hardware zuständig. Als Betriebssystem wird die offene Linux Steuerungsplattform verwendet und so die Integration bereits bestehender Bibliotheken und der Zugriff auf die Entwickler-Community ermöglicht. Darüber hinaus entfällt durch die von Keba verfügbare Security Software der Einsatz eines zusätzlichen Viren-Scanners. Alle Systeme sind OPC/UA (OPC Unified Architecture) fähig und bieten Vernetzungsmöglichkeiten. Das ist Voraussetzung für Industrie 4.0.

sk

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