Mit Desma Industrie 4.0 praxisnah erleben

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Mit einem neuen dualen Messekonzept präsentierte sich die Desma als Industrie-4.0-Hotspot zur K 2019 in der Düsseldorfer Glühofenhalle im Areal Böhler.

Industrie 4.0- oder auch Lösungen für die vernetzte Produktion im Umfeld der Elastomertechnik, all das und noch mehr war während der K 2019 bei Desma zu sehen. Diese ging dabei komplett neue Wege in Form eines neuen dualen Messekonzepts. Wo früher die Stahlerzeugung im Mittelpunkt stand, befindet sich heute ein moderner Gewerbepark: Die Rede ist vom geschichtsträchtigen Areal Böhler, außerhalb des Düsseldorfer Messegeländes. Auf rund 400 m² in der Glühofenhalle demons­trierte Desma in einem besonderen Erlebnisraum viel Neues im Bereich der vernetzten Produktion, der Digitalisierung, des Formen- und Werkzeugbaus und vieles mehr. Individuell betreut konnten die Besucher dort Desma-Technik live erleben.

Die Glühofenhalle auf dem Areal Böhler bot den idealen Raum um das Messeportfolio der Desma umfangreich und detailiert den Besuchern näherzubringen. Foto: K-ZEITUNG/Bechlarz

"Hidden Champion" als Weltmarktführer

Bereits am Vorabend der Messe eröffnete Desma seinen Messe­auftritt in der Glühofenhalle und lud dazu Presse und VIPs ein. Bei diesem besonderen Event vor Ort war auch Desma-Geschäftsführer Dr. Harald Zebedin, der in seiner Rede die komplexen Herausforderungen, denen sich das Unternehmen ausgesetzt sieht, erklärte. Die Auswirkungen der derzeit im Umbruch befindlichen Auto­mobilindustrie und des Welthandels spürt auch Desma. Das Unter­nehmen sieht sich hierbei jedoch gut aufgestellt und in der Lage, die gesteckten Ziele zu erreichen. Bis 2022 soll ein Marktanteil von 50 % oder rund 180 Mio. EUR Umsatz erreicht werden. Desma will dabei mindestens 50 Neukunden pro Jahr gewinnen sowie einen Umsatz von 50 Mio. EUR im Geschäft mit Kundenservice, Ersatzteilen, Umbauten und Formenbau generieren.

„Desma ist ein Hidden Champion, also unbekannter Weltmarktführer“, wie Verkaufsleiter Harald Schmid hervorhob. Man sei auf dem Weg zum sich in die Prozesse­ seiner Geschäftspartner integrierenden, maschinenbauenden Dienstleister. Unterstützt wird diese Neuausrichtung durch das hauseigene Smart Connect 4.U Ecosystem.

Im Vorfeld des Messetrubels gewährte Desma Einblicke in sein Produkt-, Plattform- und Serviceportfolio – darunter vier Exponante im Livebetrieb. Das Areal ist dabei Teil des neuen dualen Messekonzepts der Desma. Während des normalen Messe­betriebs konnten sich Kunden und Interessierte am Messestand in Halle 16 anmel­den und wurden dann in Kleingruppen per Shuttlebus zum Veranstaltungsort auf dem Areal Böhler gebracht.

Rückverfolgbarkeit immer wichtiger

Hier war unter anderem eine D 968.250 ZO Benchmark 750 S3 mit Quicklock-Schnellspann­system zu sehen. Auf der Anlage wurden Gummiformartikel mit umspritztem Smart Ident RFID-Chip produziert. Desma setzte bei der Anlage erstmalig auch die Zwei-Kreis-Servo-Temperiergeräte Ecosilence+ mit aktiver Durchflussregelung ein. Einen schnellen Formenwechsel garantiert dabei das Quicklock-Schnellspann­system. Selbst bei Stromausfall oder Komplettabfall des Hydraulikdrucks bleibt die Formenspannung aktiv. Den Formenwechsel mit heißer Form präsentierte Desma dabei live vor Ort.

Die Rückverfolgbarkeit von Produktionsdaten ist ein wichtiger Themenbereich, der auch weiterhin im Fokus von Desma steht. Speziell hierfür stand eine weitere D 968.250 ZO Benchmark 750 S3 mit Flexcell im Fokus. Über Barcode Reader lassen sich Mischungsverhältnisse und Produktionsdaten rückverfolgen. Ebenso kann mittels vollintegrierten Dotcode-Scanners die Formhistorie der Form- und Kaltkanal­systeme dokumentiert werden. Mit Smarttrace werden die tatsächlichen Produktionsdaten dokumentiert und dann mittels Codierung dem Artikel zugeordnet und bis zur Kavität zurückverfolgt. Erstmalig demonstrierte Desma auch die weiterentwickelte Laserbeschriftungstechnik: Schwarze Gummiartikel lassen sich damit zuverlässig kennzeichnen und mittels Codierung entsprechend rückverfolgen.

In kurzer Zeit abgekoppelt und wieder betriebsbereit: Die Flexcell von Desma wird mittels Luftkissensystem flexibel innerhalb der Halle manövriert. Foto: K-ZEITUNG/Bechlarz

Flexcell mithilfe von Luftkissen manövrieren

Flexibel und modular: Das ist die Flexcell von Desma. Um die Arbeitszelle innerhalb kürzester Zeit vom Rest der Anlage zu entkoppeln, wird nach Lösen der Zentriervorrichtung ein Luftkissen unter der 3 t schweren Automatisierungszelle aufgeblasen. Mit wenigen Handgriffen kann diese dann auf dem Luftkissen manövrierend ausgetauscht werden. Ganz im Sinne von Plug-and-play wird die Flexcell anschließend wieder über ein Schnellzentriersystem angekoppelt und ist danach sofort betriebsbereit – und das alles in unter 3 min.

Die Partner-Flexcell-Lösungen sind auch an einer D 969.100 Z (S3) mit Fifo C Hochdruckspritzeinheit vorhanden. Für den schnellen Wechsel von Form oder Mischung ist das Fifo-C Spritzsystem mit integriertem Plastcontrol und ausschwenkbarer Extrudereinheit vorhanden.

Weit mehr als nur Industrie 4.0

Roboter und Mitarbeiter arbeiten ohne Schutzzaun zusammen: Möglich macht dies ein neues, CE-konformes Sicherheitskonzept mit dreidimensionaler Scannerabsicherung. Foto: K-ZEITUNG/Bechlarz

Die Anlage verfügte hierbei über ein neues, CE-konformes Sicherheitskonzept mitsamt dreidimensionaler Scannerabsicherung, um das Arbeiten mit dem kollaborierenden 6-Arm-Roboter auch ohne mechanische Schutzzäune zu gewähr­leisten. Kommt der Mit­arbeiter in die entsprechende Sicher­heitszone des Arbeits­umfelds des Roboters, wird dieser langsamer beziehungsweise hält an. Darüber hinaus sahen Besucher eine D 969.300 Sealmaster S3 mit 3.500 bar Hochdruckspritzeinheit und hydraulischem Performance-Kit, was zu einer deutlichen Verbesserung aller Bewegungen des Formenträgers und der hydraulischen Kernhebevorrichtungen führt. Im Ergebnis bedeutet dies Zyklus­zeitverkürzungen von 2,5 bis 5 s je nach Bewegungsablauf.

In der Glühofenhalle präsentierte­ Desma auch das Energy Control+ System mit energieoptimierter Aufheizphase der Maschine. Durch das integrierte Lastmanagement wird eine deutlich redu­zierte Spitzenstromaufnahme erreicht. Zusätzlich werden alle Energieverbräuche der einzelnen Komponenten bis hin zum Pressluftverbrauch erfasst, zugeordnet und optimiert. Ferner wurde auch das gesamte Kalt­kanal- und Zero-Waste-Konzept umfassend live vor Ort demonstriert.

db

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