Mehr Rezyklat ins Automobil bringen

Borealis Daplen Polypropylen-Werkstoffe aus Post-Consumer-Rezyklaten und neu produzierten Kunststoffen wurden für Applikationen und Bauteile einer Hybrid-SUV-Spezialanfertigung von Volvo Cars verwendet. Foto: Volvo

Borealis und Volvo wollen Einsatz von PCR-Rezyklaten in hochwertigen Anwendungen im Auto vorantreiben und so die Umweltverträglichkeit steigern.

Borealis Daplen PP, die einen Anteil von Post Consumer Rezyklaten (PCR) enthalten wurden für Applikationen und Bauteile einer Hybrid-SUV-Spezialanfertigung verwendet, der vor kurzem von Volvo auf dem "Ocean Summit" im schwedischen Göteborg vorgestellt wurde. Mit dem Fahrzeug wollen die Unternehmen Das Auto unterstreicht ihre Ambition, dafür zu sorgen, dass mindestens 25 % der Kunststoffe in neu lancierten Volvo Cars aus nachhaltigem Material hergestellt werden.

Im Jahr 2014 brachte Borealis nach eigenen Angaben als einer der ersten führenden Polyolefinanbieter eine Palette an PP-Verbundstofflösungen mit PCR auf den Markt, die für den Einsatz in Automobilen konzipiert wurde. Die PCR Daplen-Produktpalette wurde Borealis zufolge eingeführt, um die Nachfrage der Branche nach sicheren, leicht erhältlichen und hochwertigen Rezyklaten mit geringeren Umweltauswirkungen zu bedienen. Wichtig war Borealis außerdem, dass die PCR-Materialtypen das Performance- und Kosteneffizienzniveau von Neumaterialien erreichen können. PCR Daplen-Materialien kommen daher für eine Vielzahl an Innen- und Außenanwendungen sowie für Anwendungen unter der Motorhaube in Frage.

Entwicklung neuer PCR-basierter Automobilanwendungen

Als strategisch wichtiger Lieferant von Volvo Cars zählte Borealis zu den Unternehmen, die PCR-basierte Lösungen für eine Spezialanfertigung des Volvo XC60 T8 Plugin-Hybrid-SUV lieferten. Borealis produzierte rund 10 % der 60 kg PCR-Material, das für diesen Prototypen verwendet wurde. Obwohl dieses Vorführmodell dem aktuell am Markt verfügbaren Fahrzeug ähnelt, unterscheidet es sich doch in einem wichtigen Punkt: Über 170 der Anwendungen und Komponenten, die normalerweise aus herkömmlichen Kunststoffen gefertigt werden, wurden nun durch leichtgewichtige, recycelte Materialien gleichwertig ersetzt.

Zwei Borealis Daplen-Materialien mit PCR wurden für die Produktion von fünf verschiedenen Bauteilen verwendet: Borealis Daplen MD325SY mit 25 % PCR wird für eine Anwendung unter der Motorhaube eingesetzt (Riemenabdeckung für Lüfterrad). Borealis Daplen ME225SY mit 25 % PCR kam für Innen- und Außenanwendungen (Riemenabdeckung für Links/Rechtslenker, obere D-Säule, Fensterrahmenabdeckung der Heckklappe, Warndreieckabdeckung) zum Einsatz.

Umstieg auf die Kreislaufwirtschaft

"Wir suchen stets nach neuen Möglichkeiten, unser Fachwissen nutzbringend einzusetzen und mit OEMs wie Volvo Cars zusammenzuarbeiten. Wir liefern hochwertige Materialsorten, die die gleiche Sicherheit und Leistung der Fahrzeuge garantieren wie bisher, die jedoch aufgrund ihres PCR-Anteils nachhaltiger und umweltfreundlicher sind", erklärt Maria Ciliberti, Borealis Vice President Marketing amp; New Business Development, Polyolefins. "Wir freuen uns darüber, dass die Maßnahmen für den Umstieg auf die Kreislaufwirtschaft nun in der gesamten Branche Fahrt aufnehmen. Unsere Daplen PCR-Materialien sind ein Paradebeispiel dafür, wie Borealis ,Value Creation through Innovation‘ nutzt, um verstärkt Kunststoffe für diesen Kreislauf zu entwickeln."

Borealis bekennt sich zu den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Dies bedeutet, dass das Unternehmen mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenarbeitet, um neue Möglichkeiten für eine verbesserte Produktentwicklung mit besonderem Schwerpunkt auf "Design for Recyclability" zu erforschen. Darüber hinaus nutzt Borealis das unternehmenseigene Fachwissen und seine Erfahrung für Kooperationen zur Entwicklung neuer Anwendungen für Kunststoffe, die das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben, wie auch die jüngste Zusammenarbeit mit Volvo unterstreicht.

Der Prototyp des Volvo XC60, in dem Teile aus recyceltem Kunststoff verbaut sind, wurde auf dem "Ocean Summit" von Volvo Cars erstmals vorgestellt. Dieser Event will ganz gezielt auf innovative Lösungen aufmerksam machen, mit denen die Abfallkrise in unseren Meeren bewältigt werden kann. Auch Borealis engagiert sich aktiv dafür, die Vermüllung der Meere zu verhindern – vor allem durch sein Projekt "Stop" (Stop Ocean Plastics). Der Ocean Summit diente somit auch als starkes Symbol dafür, wie Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette sowie zwischen Branchenpartnern und Stakeholdern etwas bewegen können.

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