Mehr Recycling für weniger Klimawandel

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Für Tomra und Eunomia spielt der Umgang mit Abfall, vor allem ein verstärktes Recycling, eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel.

Tomra, weltweit führender Anbieter von Leergutrücknahmesystemen und Abfallsortiermaschinen, hat die Abfallexperten von Eunomia mit einer Studie zur Rolle der Abfallwirtschaft und des Recyclings beim globalen Klimawandel beauftragt und eindrucksvolle Ergebnisse erhalten, welche die Dringlichkeit eines neuen Ansatzes zur Bekämpfung des Klimawandels bekräftigen.

Das Recycling von Abfällen hat gewaltigen Einfluss auf den Klimawandel

So kommt die Studie von Eunomia zu dem Schluss, dass die Abfallwirtschaft zwar nur für 3 % der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, regional angepasste und ganzheitliche Modelle aber eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung der globalen CO2-Emissionen um bis zu 5 % spielen können. Wie Eunomia erklärt, entspricht dies einem weltweiten Flugverbot für alle kommerziellen Flüge und der Entfernung von 65 % der Autos von der Straße.

Das norwegische Unternehmen Tomra will bei dem dafür nötigen Wandel eine zentrale Rolle spielen und investiert deshalb massiv in die Erweiterung seines Portfolios im Geschäftsbereich Circular Economy. Die neue Einheit soll die Entwicklung und weltweite Umsetzung von ganzheitlichen Abfallmanagementsystemen vorantreiben und Menschen und Unternehmen in die Lage versetzen, eine Kreislaufwirtschaft umzusetzen.

Praxistest in Stavanger erfolgreich bestanden

Dass die Reduzierung der Emission von Treibhausgasen durch Abfallsammlung und -sortierung auch in der Praxis funktioniert, hat Tomra in der norwegischen Stadt Stavanger und der umliegenden Region bereits bewiesen. Nur ein Jahr nach der Einführung von Änderungen bei der Abfallsammlung und der Eröffnung ihrer neuen Sortieranlage hat Stavanger das von Eunomia vorgeschlagene Ziel der Reduzierung von Treibhausgasemissionen schon fast erreicht.

Wie Dr. Volker Rehrmann, Executive Vice President von Tomra, erklärte, hat sich mit der Installation der Anlage in Stavanger die Menge an recyceltem Kunststoffabfall vervierfacht - und da ist nach Rehrmanns Überzeugung immer noch Potenzial für weitere Verbesserungen. Denn nach Rehrmanns Überzeugung hat das mechanische Recycling noch ein riesiges Potenzial, da sich heute viele Kunststoffe noch gar nicht recyceln lassen.

Noch landen in Deutschland 50 Prozent der Kunststoffverpackungen im Müll

"Wir brauchen radikale Veränderungen. Selbst in Deutschland, wo seit über 30 Jahren ein teures Abfallmanagementsystem besteht, landen immer noch 50 Prozent der Kunststoffverpackungen im Müll", erklärt Dr. Rehrmann. "Das führt zu Ressourcenverschwendung und unnötigen CO2-Emissionen, die die Umwelt belasten."

Tomra hat daher beschlossen, eine massive Veränderung der Abfallwirtschaft einzuleiten. Nachdem die Reduzierung und Wiederverwendung zwar das größte Potenzial zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen haben, es aber einige Zeit dauern wird, bis sie eine signifikante Wirkung entfalten, setzt Tomra für schnellere Ergebnisse auf verbesserte Sammel- und Recyclingsysteme.

Recyclingsysteme leisten wichtigen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung

Denn wie Tomra erklärt, können solche Systeme sofort installiert werden, da sie auf der Grundlage bewährter Technologien und Techniken arbeiten, und dadurch in kurzer Zeit eine effiziente Kreislaufwirtschaft umsetzen. Dies wiederum kann nach Überzeugung von Tomra einen raschen und bedeutenden Beitrag zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius leisten.

Basierend auf neuen Berechnungen von Eunomia sind jährliche Treibhausgasemissionseinsparungen von bis zu 2,5 Mrd. t in Reichweite – dadurch liefert die verbesserte Abfallwirtschaft einen der größten potenziellen Beiträge zur Bekämpfung des Klimawandels weltweit, so Tomra.

In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern greifen die Experten von Tomra auf jahrzehntelange praktische Erfahrungen zurück, um ganzheitliche Sammel- und Recyclingverfahren zu entwickeln, die auf die Anforderungen der verschiedenen Märkte zugeschnitten sind. Es ist jedoch nach Überzeugung von Tomra unerlässlich, dass der schnelle Weg zum "Green Deal" von einer gut konzipierten Rahmengesetzgebung begleitet wird, einschließlich einer erweiterten Herstellerverantwortung (EPR), die wirtschaftliche Anreize mit dem Streben nach einer Kreislaufwirtschaft in Einklang bringt, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Hersteller von Produkten zu schaffen.

gk

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