Maschinenbau-Umfrage: Erholung dauert länger als erwartet

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Die achte Blitzumfrage des VDMA dämpft die Hoffnungen der Maschinenbauer und zeigt, dass die erhoffte Erholung der Wirtschaft länger als erwartet dauert.

Glaubte in der Juni-Umfrage des VDMA noch mehr als jedes dritte Unternehmen aus NRW, dass man bereits im Jahr 2021 zum Umsatzniveau von 2019 zurückkehren werde, so rechneten im September nur noch 15 % mit eine schnellen Erholung. Mittlerweile schätzen 25 % der Befragten (in der Juni-Umfrage 17 %), dass man das 2019er Umsatzniveau frühestens 2023 erreichen werde.

An der aktuellen Umfrage des VDMA hatten 505 Mitgliedsunternehmen teilgenommen, davon 131 aus Deutschlands größten Kunststoffland Nordrhein-Westfalen.

Umfrage zeigt Angst vor zweiter Infektionswelle

Besonders die drohende zweite Infektionswelle und die damit einhergehende Angst vor flächendeckenden Lockdowns werden von 63 % der Befragten als gravierendes Risiko für die konjunkturelle Belebung gesehen. Im Bundesvergleich befindet sich NRW mit dieser Einschätzung im Mittelfeld.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbau nicht so hart getroffen wie befürchtet. Aber bis er wieder auf dem Vorpandemieniveau angekommen ist, dauert es länger als erhofft“, erklärt Hans-Jürgen Alt, Geschäftsführer VDMA NRW.

Reise- und Quarantänebestimmungen erschweren Erholung

Besonders stark leidet die exportstarke Branche aber weiterhin unter den Reise- und Quarantänebeschränkungen, die vor allem das Servicegeschäft und die Inbetriebnahmen von Maschinen und Anlagen im Ausland erschweren.

Um die anhaltend schwache Geschäftslage in den Griff zu bekommen, führen über 80 % der Betriebe umfangreiche Kapazitätsanpassungen durch. Gegenüber der im Juni durchgeführten VDMA-Umfrage nutzen hierzu nach wie vor knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen in NRW Kurzarbeit und Einstellungsstopp. Der Abbau von Personal wird von 22 % (Juni: 29 %) vorgenommen.

Nach wie vor haben 44 % der Befragten keine und 37 % der Befragten kaum finanzielle Probleme. Zu merklichen Engpässen kommt es bei 16 % und zu gravierenden bei 3 %.

gk

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