Märkte 26.11.2014 20 Bewertung(en) Rating

Marktstudie zu flexiblen Verpackungen in Europa

Flexible Verpackungslösungen bieten vielfältige Möglichkeiten. Sie ersetzen daher in vielen Segmenten starre Verpackungen. Die Marktforscher von Ceresana erwarten, dass das europäische Marktvolumen für flexible Verpackungen bis zum Jahr 2021 rund 19,2 Mio. t erreichen wird.

Ein entscheidender Trend ist laut Ceresana derzeit in Europa die wachsende Convenience-Ausrichtung vieler Kunden. Standbodenbeutel stellen dabei einen Wachstumsmotor für den Gesamtmarkt flexibler Verpackungen dar. Der Siegeszug der Standbodenbeutel komme dabei nicht von ungefähr. Durch die Verwendung von Verbundfolien mit geringem Gewicht im Vergleich zu Metalldosen und starren Kunststoffbehältern werde Gewicht eingespart. Gleichzeitig sinken damit Ressourceneinsatz sowie Transportkosten. Auch Einweg-Sachets bieten für viele Konsumenten diverse Vorteile. Vordosierte Medikamente stellen beispielsweise in Anbetracht einer alternden Bevölkerung in vielen Ländern Europas einen Wachstumsmarkt für diese Einzelverpackungen dar.

Erholung im BOPP-Markt – BOPET weiter mit Wachstum

Die Auswahl des Materials oder der Materialschichten richtet sich der analyse zufolge nach den spezifischen Eigenschaften und Anforderungen, die das zu verpackende Gut an die Verpackung stellt. In vielen Segmenten haben flexible Verpackungen aus biaxial orientiertem PP (BOPP) oder PET (BOPET) demnach stark an Bedeutung gewonnen. Der Markt für BOPP-Folien habe in den letzten Jahren vor allem in Westeuropa geschwächelt. Für die Zukunft zeichne sich jedoch eine Erholung ab. Die Nachfrage nach flexiblen Verpackungen aus BOPET entwickle sich aufgrund ihrer positiven Eigenschaften weiter dynamisch, insbesondere in Osteuropa.

Wachsender Markt für Pharmaverpackungen – Internethandel stützt Transport

Infolge einer alternden Bevölkerung in vielen europäischen Ländern wird die Dynamik im Verpackungsmarkt für pharmazeutische Produkte in den kommenden Jahren weiter anziehen, so Ceresana. Flexible Verpackungen profitieren dabei auch vom Trend zu vorportionierten Einzelverpackungen. Das Anwendungsgebiet Schwerlast- und Transportverpackungen erhole sich nach einem Rückgang 2008 und 2009 zunehmend. Profitieren könne der Markt für Transportverpackungen insbesondere vom wachsenden Volumen des Internethandels.

Die Definition von flexiblen Verpackung ist laut Ceresana ungenau. So werde die Abgrenzung innerhalb dieser Studie sehr weit gefasst. Die vorliegende Studie behandelt nicht nur Verpackungen von Konsumgütern, die im Handel für den Endkonsumenten bereitstehen, sondern auch Sekundär- und Tertiärverpackungen (etwa Schrumpf- und Dehnfolien), die bei der Lagerung und dem Transport von Gütern eingesetzt werden. Ebenfalls als flexible Verpackungen gelten hier Schwerlast- und Industrieverpackungen wie Säcke oder flexible intermediäre Schüttgutbehälter (FIBC). Des Weiteren werden hier auch Tragetaschen (sowohl aus Folie als auch gewoben) und Etiketten zu flexiblen Verpackungen gezählt. Berücksichtigt werden Verpackungen aus Kunststoffen, Papier sowie Aluminium.

pl

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