Markt: Additive Fertigung auf über 7 Mrd. EUR gewachsen

Ampower geht in seinem aktuellen Marktreport davon aus, dass der Markt für industrielle Additive Fertigung bis 2025 jährlich um 20 % wächst. Foto: Ampower

In seinem Marktreport der industriellen Additiven Fertigung meldet Ampower für 2020 ein globales Wachstum auf 7,17 Mrd. EUR – Tendenz: stark steigend.

Ampower analysiert in seinem aktuellen Report die globalen Branchenentwicklungen der industriellen Additiven Fertigung im Jahr 2020 und gibt einen Ausblick auf die kommenden fünf Jahre, wobei das Beratungsunternehmen von einem weiteren deutlichen Wachstum ausgeht.

Aktuell ist allerdings ein Pandemie-bedingt stagnierender Markt für Metall 3D Druck zu beobachten. Während die Umsätze mit Anlagenverkäufen deutlich zurückgegangen sind, haben Hersteller von 3D Druck Bauteilen allerdings ein leichtes Wachstum erfahren.

Verstärkte Aktivitäten der Raumfahrt

Anlagenkunden waren nach Recherchen von Ampower mit ihren Investitionen in 2020 deutlich zurückhaltender. Insbesondere der sonst sehr starke Luftfahrtmarkt ist im letzten Jahr hinter den Erwartungen geblieben. Diese Umsatzeinbrüche wurden jedoch größtenteils durch verstärkte Aktivitäten in der Raumfahrt aufgefangen. Vor allem amerikanische Raketenbauer und Start-Ups setzen mittlerweile intensiv die Technologie in der Triebwerks-Herstellung ein. Für die kommenden fünf Jahre wird im Metall 3D Druck Bereich mit einem jährlichen Wachstum von über 29 % gerechnet.

Markt für industrielle Additive Fertigung wächst bis 2025 auf über 17 Mrd. EUR

In diesem Jahr hat Ampower den Report erstmalig um den Polymer-Markt erweitert. Dieser ist mit rund 5 Mrd. EUR mehr als doppelt so groß wie der Metallmarkt, erwartet aber mit gut 15 % ein deutlich geringeres Wachstum. Für Polymere ist speziell der Markt für Materialien und Bauteilfertigung deutlich größer als in Metall. Insgesamt wird der Markt für die Additive Fertigung von Polymer und Metall bis 2025 nach Überzeugung von Ampower auf über EUR 17 Mrd. anwachsen.

In Zukunft dürften neue Technologien das Wachstum weiter entscheidend vorantreiben. Dr. Maximilian Munsch, Co-Autor und Partner bei Ampower erläutert: „Pulverbett-Systeme machen sowohl in Metall als auch in Kunststoff nach wie vor den größten Teil der 3D-Druck Anlagen im industriellen Bereich aus. Für 2025 erwarten wir einen Rückgang dieses Anteils und eine erhebliche Absatzsteigerung alternativer additiver Technologien wie Binder Jetting (BJT) in Metall und Area wise Vat Polymerization (DLP) in Kunststoff.“

Kosten sinken kontinuierlich

„Die Kosten der neuen 3D-Druck Verfahren sinken kontinuierlich und kommen denen von konventionellen Technologien immer näher“, ergänzt Matthias Schmidt-Lehr, Partner von Ampower. „Dies führt dazu, dass die Additive Fertigung insgesamt deutlich stärker wächst als die Fertigungsindustrie in konventionellen Technologien.“

Der Ampower Report 2021 basiert auf über 300 persönlich geführten Interviews des Unternehmens. Die befragten Maschinenlieferanten decken dabei laut Ampower über 90 % der weltweit installierten Systembasis ab. Neben Lieferanten wird besonderer Wert auf die Befragung von Nutzern gelegt, um damit eine nachfrageorientierte Auswertung zukünftiger Marktentwicklungen zu ermöglichen. Neben der Marktanalyse enthält der Report Berichte von Gastautoren, die auf die Entwicklung des 3D Druck Markts in einzelnen Regionen eingehen.

Das Management Summary des Reports gibt es kostenlos. Die Komplettversionen kosten je nach Nutzungslizenz für Kunststoff und Metall jeweils zwischen 800 und 4.900 EUR.

gk