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Magnum-Eis im Rezyklat

Magnum bringt neue Becher aus zertifiziertem Polypropylen-Rezyklat aus dem Trucircle-Portfolio von Sabic auf den Markt. Foto: Magnum

Magnum will seine Eisbecher künftig weltweit von Neukunststoff auf Rezyklat umstellen. Sabic hat hierfür ein schlagfestes rPP für Tiefkühlkost entwickelt.

Magnum, eine beliebte Speiseeismarke von Unilever, will seine Eisbecher künftig aus Rezyklat herstellen. Nach einer Pilotphase in Spanien, Belgien und den Niederlanden möchte Unilever jetzt in allen europäischen Ländern den Verbrauchern eine nachhaltigere Rezyklat-Verpackung anbieten.

Die Umstellung von petrochemischen Kunststoff auf Rezyklat betrifft noch dieses Jahr rund 7 Mio. Eisbecher in der EU, was schätzungsweise 160 t. Kunststoffmaterial entspricht. Nächstes Jahr soll das Magnum-Eis weltweit in rezyklierten Bechern auf den Markt gebracht werden.

Neues Rezyklat für Tiefkühlkost

Die neuen Magnum-Becher wurden in enger Zusammenarbeit von Unilever und dem Kunststoff-Hersteller Sabic entwickelt. Nun verwendet Unilever recyceltes Polypropylen (rPP) aus der Rezyklat-Reihe Trucircle von Sabic. Das Rezyklat ist ein schlagfestes Polypropylen-Copolymer, das Sabic für Verpackungen bei Tiefkühlkost entwickelt hat. Das Ausgangsmaterial sind Post-Consumer-Mischkunststoffe, die mittels Pyrolyse in ihre molekularen Bausteine zerlegt werden, um daraus neue Kunststoffe herzustellen. Diese werden dann zur Herstellung der Rezyklat-Eisbecher verwendet.

Laut Unilever ist dies der weltweit erste Kunststoff-Becher innerhalb der Speiseeisindustrie, der recycelten Kunststoff enthält und dazu beiträgt, Kunststoffabfälle von der Umwelt fernzuhalten. „Durch diesen neuen Ansatz mit Rezyklaten hoffen wir, die Lebensmittel- und Erfrischungsindustrie in eine nachhaltigere Zukunft zu führen und den Weg zu einer Kreislaufwirtschaft zu ebnen", sagt Julien Barraux, Vizepräsident von Global Magnum bei Unilever.

Mark Vester, Leiter der Kreislaufwirtschaft bei Sabic, sagt: „Die Magnum-Becher stellen einen positiven Wandel hin zur Schließung des Rohstoffkreislaufs dar, der die Wiederverwendung wertvoller, gebrauchter Kunststoffen vorantreibt.“

Verbrauch von petrochemischem Kunststoff halbieren

Dieser Schritt ist Teil der einer umfassenderen globalen Verpflichtung von Unilever, die Verwendung von petrochemischem Kunststoff zu halbieren, indem der Verbrauch von Verpackungen aus neuem Kunststoff um mehr als 100.000 Tonnen reduziert wird.

Wie Magnum ankündigte, werden alle seine Verpackungen bald vollständig wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar sein und aus recyceltem Post-Consumer-Material hergestellt werden.

mg