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„Made for Recycling“-Siegel für Cremissimo-Verpackungen

Auf Basis einer wissenschaftliche Bewertungsmethode haben die Cremissimo-Eisverpackungen von Unilever das Gütesiegel „Made for Recycling“ erhalten.

Das Siegel „Made for Recycling“ für sehr gute Recyclingfähigkeit erhalten nur Verpackungen, die nach einer von Interseroh entwickelten wissenschaftlichen Bewertungsmethode in Verbindung mit realistischen Erfahrungswerten insgesamt mit einer Bewertung von 18 bis 20 von 20 möglichen Punkten abschneiden.

Cremissimo erhält 19 von 20 möglichen Punkten

Die Cremissimo-Verpackungen erhielten insgesamt 19 Punkte. Der zugrunde liegende Prüfungsstandard wurde von Interseroh gemeinsam mit dem Bifa Umweltinstitut entwickelt und vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV abschließend überprüft.

Elena Pack, Packaging Recyclability Consultant "Made for Recycling" von Interseroh (l) und Nicole Osse, Brand Development Cremissimo von Unilever mit dem Interseroh-Siegel „Made for Recycling“. Foto: Unilever

„Klima- und Ressourcenschutz sind für uns tägliche Verantwortung. Wir arbeiten daher kontinuierlich an der Entwicklung und Umsetzung neuer nachhaltiger Lösungen“, sagt Susanne Lutkat, Category Business Team Leader Dessert & Tea. „Das ‚Made for Recycling‘-Siegel von Interseroh ist eine tolle Bestätigung für uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Verzicht auf recyclingunfreundliche Barrieren

Die Cremissimo-Eisverpackungen bestehen zu 100 % aus Polyolefinen und verzichten auf recyclingunfreundliche Barrieren, die üblicherweise eingesetzt werden, um das Produkt vor äußeren Einflüssen zu schützen. Auch ohne Verwendung dieser Barrieren gewährleisten die Cremissimo-Verpackungen laut Unilever optimalen Produktschutz und sind für die Aufbewahrung anderer Lebensmittel wiederverwendbar. „Neben der Reduktion von Neuplastik bei der Herstellung von Verpackungen ist unser oberstes Ziel, deren Recyclingfähigkeit zu steigern und – wo möglich – mit Monomaterialien zu arbeiten“, so Lutkat.

„Schon einfache Veränderungen wirken sich deutlich positiv auf die Recyclingfähigkeit von Verpackungen aus“, sagt Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer der Interseroh Dienstleistungs GmbH. „Unser Service „Made for Recycling“ bietet Unternehmen konkrete Ansatzpunkte, um die steigenden Anforderungen an Produktschutz und Kreislaufführung unter einen Hut zu bringen.“

Wie wichtig das Recycling von Wertstoffen für die dringend geforderte Entlastung des Klimas ist, belegt unter anderem die Studie „Resources saved by Recycling“ des Fraunhofer-Instituts „Umsicht“. Die Alba Group, zu der auch Interseroh gehört, hat danach allein im Jahr 2018 durch die Kreislaufführung von 5,6 Mio. t Wertstoffen 4,4 Mio. t klimaschädliche Treibhausgase eingespart. Dies entspricht einem Prozent der deutschen CO2-Einsparungen im Vergleich zu 1990 oder auch dem Klimaschutzeffekt eines über 441.000 Hektar großen Mischwalds.

"Made for Recycling" basiert auf dreistufiger Bewertungsmethode

Die Besonderheit der Bewertungsmethode „Made for Recycling“: Um die Recyclingfähigkeit einer Verpackung zu bewerten, hat Interseroh zusammen mit dem auf technischen Umweltschutz spezialisierten Bifa Umweltinstitut ein dreistufiges Punktesystem entwickelt. In der ersten Stufe wird ermittelt, ob der Verbraucher die Verpackung problemlos dem richtigen Erfassungssystem zuordnen kann.

Anschließend wird in der zweiten Stufe geprüft, wie sich die Verpackung bei der Sortierung verhält. Können die derzeit verfügbaren Sortiertechnologien die Verpackung in die richtige Materialfraktion einsortieren – oder verhindern bestimmte Materialien eine eindeutige Zuordnung?

In der dritten Stufe wird untersucht, ob die Verpackung für eine werkstoffliche Verwertung geeignet ist oder ob zum Beispiel Etiketten, Verschlüsse oder Barrieren das Recycling erschweren. Verpackungsbarrieren werden üblicherweise eingesetzt, um das Produkt vor äußeren Einflüssen zu schützen und die Produkteigenschaften zu gewährleisten. Sie dienen beispielsweise als UV- oder Sauerstoffschutz.

Je mehr Punkte die Verpackung auf einer Skala von 0 bis 20 erreicht, desto einfacher und besser lässt sie sich recyceln. Zusätzlich erfüllt der Service „Made for Recycling“ die Anforderungen des seit 1. September 2019 geltenden Mindeststandards zur Bemessung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR).

gk