Lidl zeigt, wie Kreislaufwirtschaft funktioniert

Kreislaufwirtschaft in der Praxis: Um den Kunststoffkreislauf zu schließen werden beim Lidl-Schwesterunternehmen Prezero die Kunststoffabfälle in eigenen Recyclinganlagen aufbereitet und zu hochwertigen Regranulaten verarbeitet, aus denen wieder neue Produkte entstehen. Foto: Prezero

So geht Kreislaufwirtschaft: Schon zum dritten Mal bietet Lidl Haushaltswaren an, die aus recyceltem Kunststoff des Schwesterunternehmens Prezero bestehen.

Zur Schwarz Gruppe gehören nicht nur Lidl und Kaufland, sondern auch das Abfall- und Recyclingunternehmen Prezero, mit dem die Schwarz Gruppe einen großen Teil des Wertstoffkreislaufs selbst abdeckt und der Branche zeigt, dass eine Kreislaufwirtschaft schon heute in der Praxis funktioniert.

Erstmals Produkte aus Rezyklat für den Gartenbereich

Fast alle Regranulate werden bei Prezero individuell nach Kundenvorgabe entwickelt – zum Beispiel hinsichtlich Härte, Elastizität, Bruchfestigkeit, Temperatur und chemischer Beständigkeit. Foto: Prezero

Recycelter Post-Consumer-Kunststoff von Prezero ist jetzt erneut Ausgangsstoff für Produkte innerhalb der Schwarz Gruppe. Neben Aufbewahrungsboxen, Wäschekörben oder Kleiderbügeln sind erstmals auch Produkte für den Gartenbereich wie eine Garten- und Allzwecktruhe im Sortiment zu finden, die zu 100 % aus recyceltem Kunststoff bestehen.

Für die Recyclingprodukte der Schwarz Gruppe sammelt und sortiert Prezero die Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten nicht nur, sie werden in den eigenen Recyclinganlagen in Europa anschließend auch wieder zu neuen Rohstoffen recycelt. Dafür werden sie zunächst gewaschen und zerkleinert. Es folgt der wichtigste Schritt im Recyclingprozess: Im leistungsfähigen Extruder, dem Kernstück der Anlage, wird das Material zu hochwertigen Regranulaten in verschiedensten Farben und mit spezifischen Eigenschaften geschmolzen und verdichtet.

Regranulate nach Kundenvorgabe entwickelt

Fast alle Regranulate werden bei Prezero individuell nach Kundenvorgabe entwickelt – zum Beispiel hinsichtlich Härte, Elastizität, Bruchfestigkeit, Temperatur und chemischer Beständigkeit. Sie sind damit eine echte, nachhaltige Alternative zu neu produziertem “Virgin Material”, was die Ökobilanz der daraus entstehenden Produkte deutlich verbessert. So auch die der Haushaltsprodukte für die Schwarz Gruppe, die – abgesehen von einem kleinen Anteil an Additiven und Farbstoffen – zu 100 % aus recyceltem Kunststoff bestehen. Zudem erfolgt der gesamte Recycling- und Herstellungsprozess in Europa, wodurch zusätzlich Ressourcen eingespart werden und die Umwelt geschont wird.

„Wir freuen uns sehr, dass wir sukzessive die Einsatzzwecke unserer Rezyklate innerhalb der Schwarz Gruppe weiter ausbauen. Und damit sind wir noch lange nicht am Ende: Auch in Zukunft wollen wir gemeinsam mit den Handelssparten der Unternehmensgruppe, Lidl und Kaufland, aber auch mit unseren weiteren Kunden das Angebot an Artikeln aus Kunststoff-Rezyklat erweitern sowie die Recyclingfähigkeit von Produkten und Verpackungen aus Plastik verbessern“, so Clemens Stockreiter, Sprecher der Geschäftsführung Prezero Polymers, über die neuen Produkte im Handel.

Lidl-Schwesterunternehmen Prezero als etablierter Akteur der Kreislaufwirtschaft

Als etablierter Akteur im Kunststoffrecycling mit rund 30 Jahren Erfahrung spielt Prezero Polymers eine wichtige Rolle bei der Schließung des Kreislaufs für Kunststoffe innerhalb der Schwarz Gruppe. Mit einer Produktionskapazität von rund 95.000 t pro Jahr in Europa und etwa 200 Mitarbeitern setzt sich Prezero Polymers dafür ein, dem weltweiten Kunststoffabfall ein neues Leben zu schenken.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch Europas modernste Sortiertanlage für Leichtverpackungen, die Prezero vor kurzem in Betrieb genommen hat.

gk