Leonhard Kurz gewinnt Bayerischen Innovationspreis

Gewinn des dritten Hauptpreises des Bayerischen Innovationspreises: Leonhard Kurz überzeugt mit dem Prozess IMD Varioform mit Functional IML.

Leonhard Kurz gewinnt mit dem neuen Verfahren IMD Varioform mit Functional In-Mold Labeling, kurz IML, den dritten Hauptpreis des Bayerischen Innovationspreises.

Aus vier mach eins: IMD Varioform gewinnt das Rennen

Neues Verfahren beispielhaft umgesetzt: Mit diesem Bauteil mit Sliderfunktion und Hinterleuchtung demonstriert Leonhard Kurz die Freiheiten hinsichtlich des Designs, die durch IMD Varioform mit Functional In-Mold Labeling möglich werden. Foto: Leonhard Kurz

Mit dem nun ausgezeichneten Prozess bündelt Leonhard Kurz die vier Verfahren Thermoformen, Dekorieren, Integration eines Sensors sowie das Stanzen in einer einzigen Bearbeitungsphase direkt im Spritzgießwerkzeug. Diese erlaubt es erstmals, Touch-Sensoren dreidimensional zu verformen, mit Kunststoff zu hinterspritzen und in geometrisch anspruchsvolle sowie dekorierte Bauteile zu integrieren.

Entwickelt wurde das Verfahren, um Kunststoffteile mit extremer 3D-Geometrie, etwa stark gebogene, gewölbten oder geschwungene Formen, zu fertigen. Es basiert auf der bewährten In-mold-Dekorationstechnologie. Leonhard Kurz konnte hier die bislang nacheinander ablaufenden Prozesse Dekoration, Einzelbilddurchleuchtung sowie die kapazitive Sensorintegration in einem 3D-geformten HMI-Bauteil effektiv zusammenführen und in einem einzigen Herstellungsschritt vereinen. Eingesetzt werden dabei Sensoren der Kurz-Tochter Poly IC. Diese wiederum sind aufgrund ihrer ultradünnen Metal-Mesh-Trägerstruktur dreidimensional verformbar und passen sich somit flexibel an anspruchsvolle Bauteilformen an.

Nachhaltigere Technologie für ästhetisches Design auch bei Kleinserien

Gewinn des Bayerischen Innovationspreis: Mit IMD Varioform lassen sich erstmals 3D-verformte Sensoren, wie hier auf der Rückseite des Konzept-Bauteils von Kurz, hinterspritzen. Foto: Leonhard Kurz

Das Verfahren bietet auch mehr Freiheiten beim Design. Möglich sind individuelle Einzelbild- und Endlosdekore, aber auch partielle oder flächige Hinterleuchtung. Dem Unternehmen war hier besonders das Thema Nachhaltigkeit wichtig: So lassen sich auch reine Rezyklate veredeln, die dem Neumaterial in Sachen Ästhetik in keinster Weise nachstehen. Auch die Transferbeschichtung sowie die Poly-IC-Sensoren schränken hier die Recyclingfähigkeit von Bauteilen nicht ein.

„Unsere Innovation vereint höchste Wirtschaftlichkeit mit größter Designfreiheit und Nachhaltigkeit – und das auch bei Kleinserien“, betont Martin Hahn, Head of Application, Technology & Innovation Plastic Industries. „Dank IMD Varioform können künftig beispielsweise auch Haushaltsgeräte oder Unterhaltungselektronik zu smarten Designobjekten werden.“

Bayerischer Innovationspreis zum fünften mal verliehen

Der Bayerische Innovationspreis wurde 2020 bereits zum fünften Mal vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag sowie der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern vergeben. Er zeichnet herausragende Innovationstreiber der bayerischen Wirtschaft aus.

db

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