Leistungsstarkes Montagesystem für Pipetten

Das Montagesystem für befilterte Pipetten schafft dreimal mehr Output als vergleichbare Systeme. Foto: Hekuma

Mit dem Montagesystem Hekutip Filter 2.0 von Hekuma lassen sich mehr als 1.600 befilterte Pipettenspitzen pro Minute automatisiert herstellen.

Die Automatisierung der Pipetten-Filtermontage durch Montagesysteme ist nahezu ein Muss, denn die Nachfrage nach Pipettenspitzen und anderen Einweg-Laborprodukten ist im Rahmen der Covid-19-Pandemie exponentiell gestiegen und dadurch sind die Produktionsraten explodiert sind. Darüber hinaus gibt es den Trend zu höherwertigen Pipettenspitzen. Das liegt zum einen an den neuen regulatorischen Anforderungen im Medizinbereich, zum anderen an den zunehmenden Automationsvorgängen beim Testen im Labor. Die Anforderungen an die Qualität und Präzision der Pipettenspitze ist enorm gestiegen.

Befilterte Pipetten bewahren die Probenintegrität

Befilterte Pipettenspitzen sind eine Antwort auf die Frage der Qualität, denn Filter schützen Pipetten und Proben vor ungewollter und unbemerkter Kontamination und bewahren die Probenintegrität. Wurden vor Covid 19 noch etwa 65 % der Pipettenspitzen ohne Filter verwendet, wird mittlerweile die Mehrzahl an Pipettenspitzen befiltert und Prognosen gehen davon aus, dass bis 2025 65 % aller Pipettenspitzen mit Filter versehen sind.

Hekuma bedient seit 2013 den Markt für die automatisierte Vereinzelung, Zuführung und Montage der Filter in die Pipettenspitzen. Das System wurde im Laufe der Jahre weiter optimiert. So ist es mit der Hekutip Filter 2.0 gelungen, den Zyklus von der Filterzuführung als Schüttgut über die Vereinzelung der Filter bis zur Montage in die Pipettenspitzen von 5 s auf 3,5 s zu reduzieren. Zu dieser Zykluszeit trägt auch bei, dass das System komplett ohne Sortiertöpfe und Schläuche auskommt.

Montagesystem schafft dreimal mehr Output als vergleichbare Systeme

Das Montagesystem kann parallel bis zu 96 Filter pro Zyklus und damit über 1600 Pipettenspitzen pro Minute verarbeiten. Vergleichbare Systeme schaffen lediglich rund 500 Pipettenspitzen pro Minute. Neben deutlicher Geschwindigkeits- und somit Produktivitätssteigerung punktet das System mit einem sehr geringen Platzbedarf.

Kritische Stimmen argumentieren, dass das Risiko der Produktbeschädigung durch den zusätzlichen Arbeitsschritt der Montage des Filters in die Pipettenspitze steigen würde. In der Tat gibt es bei der Befilterung der Pipettenspitzen einiges zu beachten. Ist beispielsweise der Filter oder die Montagekraft zu groß, besteht das Risiko der Beschädigung der Pipettenspitze. Umgekehrt ist bei zu kleinen Filtern und zu geringer Montagekraft die Gefahr einer Kontamination vorhanden. Eine beschädigungsfreie Montage mit präziser Positionierung des Filters ist daher unerlässlich. Dies kann durch einen automatisierten Prozess mit mechanischer Krafteinwirkung besser gelingen als durch manuelle Bestückung.

Hekuma weist darauf hin, dass auch die Qualität der Filter eine entscheidende Rolle spielt. Für eine fehlerfreie Verarbeitung durch die Automation muss der Filter staub-, grat- und beschädigungsfrei sowie rechtwinklig und maßhaltig sein. Nur so können qualitativ hochwertige befilterte Pipettenspitzen garantiert werden. Verifiziert wird die einwandfreie Produktqualität bei der Hekutip Filter durch die Prüfung auf Filtervollständigkeit und präzise Filterpositionierung.

Bedienpersonal muss beim Produktwechsel nur drei Formatteile austauschen

Auf der Montageanlage lassen sich alle Arten von Filter verarbeiten. Konkret wurden bereits Filter mit einem Durchmesser von 1,5 bis 5,7 mm in Pipettenspitzen mit einem Volumen von 25 bis 1000 µl montiert und die befilterten Spitzen sowohl ins Rack als auch ins Tray eingesetzt. Dabei muss das Bedienpersonal für einen Produktwechsel lediglich drei Formatteile austauschen.

Je nach Anlagenkonzept kann die Zykluszeit von 3,5 s auch auf 5 s oder 18 s ausgelegt werden.
Die Anlage ist als Stand-Alone-Version und als Modul zur Integration in eine bestehende oder geplante Komplettautomation erhältlich. Hier kann das Unternehmen mit den optimierten Konzepten Hekutip Vision und CAV das komplette Handling von der Entnahme der Pipettenspitzen aus der Spritzgießmaschine bis hin zur Verpackung liefern. Die Montagezelle ist jedoch auch mit anderen Systemen kombinierbar.

Die Anlage ist live auf der Fakuma zu sehen. Dabei wird das Unternehmen zum ersten Mal gemeinsam mit dem neuen Mutterkonzern Teamtechnik, einem Spezialisten für Montage- und Funktionsprüfanlagen, auf einem Stand auftreten.

sk

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