Leichtbau-Netzwerk für Batteriegehäuse

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Ein Netzwerk aus Industriepartnern startet eine Konzeptstudie und die Produktentwicklung eines Leichtbau-Multimaterial-Batteriegehäuses.

Unter Federführung des Leichtbau-Dienstleisters AZL startet ein breites Netzwerk aus Industriepartnern ein Projekt zur Entwicklung eines Multimaterial-Batteriegehäuses. Zu dem Netzwerk gehören unter anderem die Unternehmen Audi, Asahi Kasai, Covestro, Econ Core, IPTE und Johns Manville.

Netzwerk-Konsortium erstellt Konzeptstudie

Für die Produktentwicklung werden acht Monate veranschlagt. Zunächst wird das Konsortium eine Marktanalyse sowie eine Konzeptstudie erstellen. Hier werden verschiedene Leichtbau-Komponenten eines Batteriegehäuses inklusive ihrer Produktionsszenarien bei unterschiedlichen Composites betrachtet und hinsichtlich ihrer Kosten bewertet. Abschließend wird ein Batteriegehäuse detailliert ausgearbeitet, das im Rahmen eines Folgeprojektes als Prototyp gefertigt wird. Interessierte Unternehmen können ihre Teilnahme am Projekt bis zum 22. Oktober 2020 initiieren.

Der Markt für Batterien in Elektrofahrzeugen steigt. Grafik: AZL

Die Nachfrage nach elektrisch betriebenen Fahrzeugen steigt und mit ihr der Bedarf an leichten und robusten Gehäusen für die Batterie. Auf dem Markt existiert bereits eine Vielzahl verschiedener Batteriegehäuse mit sehr unterschiedlichen Konzepten. Die meist aus Aluminium und Stahl gefertigten Gehäuse können jedoch nicht für jede Anforderung die optimale Lösung bieten.

Das aus dem AZL-Netzwerk entstandene Projekt verfolgt stattdessen einen Multimaterial-Ansatz, der für jede spezifische Anforderung das passende Material an der richtigen Stelle einsetzt.

Batteriegehäuse als wichtige Leichtbau-Komponente

„Batteriegehäuse sind eine Schlüsselkomponente in E-Fahrzeugen. Die Anforderungen sind anspruchsvoll und sehr individuell für unterschiedliche Fahrzeugklassen“, sagt Dr.-Ing. Florian Meyer, Projektpate seitens der Technischen Entwicklung bei Audi. „Wir freuen uns, im kreativen Austausch mit dem vielseitigen Netzwerk neue Impulse auszuloten, wie wir durch Kunststoff-basierte Multi-Material-Lösungen Gewicht und Kosten gegenüber Status-quo-Lösungen aus Metallen einsparen können.“

Das AZL wird mit dem Industrie-Konsortium zunächst einen Marktüberblick erarbeiten, der existierende Serien-Komponenten und Konzepte umfasst sowie die relevanten Hersteller, Anwender, Lieferanten und Lieferketten auf dem Markt aufweist. Hieraus werden Standards und Anforderungen für Batteriegehäuse abgeleitet und Vorteile von Multimaterial-Ansätzen evaluiert.

Dafür arbeiten die Teilnehmer auf der Grundlage eines detaillierten Datenblatts verschiedene Produktkonzepte aus und stellen zugehörige Produktionsszenarien für Multimaterial-Batteriegehäuse auf. Die Teilnehmer können Konzepte auswählen, für die CAD-Modelle, FEM-Analysen und Prozessketten erarbeitet werden und abschließend hinsichtlich ihrer Produktionskosten bewertet werden. Auf Grundlage der Arbeitsergebnisse arbeitet das Konsortium ein finales Multimaterial-Batteriegehäuse aus, das detailliert ausgearbeitet wird. Im Anschluss daran wird ein realer Prototyp gefertigt.

Ein Netzwerk aus verschiedenen Unternehmen entwickelt unter dem Dach von AZL neue Konzepte für leichte Batteriegehäuse in Elektroautos. Grafik: AZL

Das Kick-Off des Projekts findet am 22. Oktober 2020 im Rahmen einer Video-Konferenz statt. Weitere Hintergrundinformationen zu der Entwicklung des Marktes von Batteriegehäusen sowie Details zum Projekt finden sich hier.

mg

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