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Leckagen in Handschuhen aus Kautschuk auf der Spur

Mit der Leckage-Testmaschine von Afa Technologies lassen sich mit nur drei Bedienern pro Stunde 4.800 bis 5.200 Einmalhandschuhe aus Kautschuk überprüfen. Foto: Afa Technologies

Leckage-Testmaschinen des malaysischen Anbieters Afa Technologies übernehmen das automatisierte Prüfen von Einmalhandschuhen aus Kautschuk.

Früher war es gang und gäbe, Einmalhandschuhe aus Kautschuk manuell auf Leckagen zu prüfen. Seit 2009 entwickelt Afa neben Verpackungsmaschinen auch Leckage-Testmaschinen für Schutzhandschuhe. Dabei wird nur noch das Aufziehen der Handschuhe auf die Prüfdorne von Hand gemacht. Der eigentliche Testvorgang erfolgt automatisiert. Dabei erreicht die Testanlage mit nur drei Bedienern einen Output von 4.800 bis 5.200 Stück pro Stunde. Damit steigern die Anlagen von AFA die Produktivität und vor allem die Qualität im Vergleich zur manuellen Prüfung durch drei Mitarbeiter um ein Vielfaches.

Anlagen erkennen Leckagen in Naturkautschuk- und Nitrilhandschuhen

Die Maschinen vom Typ LTM 120 haben 120 Prüfdorne aus medizinischem Teflonmaterial mit eingebauter LED-Beleuchtung. Foto: Afa Technologies

Die Anlagen erkennen Löcher in Naturkautschuk- und Nitrilhandschuhen, die mit Hilfe von Luftdruck trocken geprüft werden und die Handschuhe dabei nicht zerstören. Die Maschinen vom Typ LTM 120 haben 120 Prüfdorne aus medizinischem Teflonmaterial mit eingebauter LED-Beleuchtung. Der Dorn kann für verschiedene Standardhandschuhgrößen von XS bis XL und von 5,5 bis 9,0 verwendet werden. Die Prüfmaschine arbeitet mit hochpräzisen digitalen Drucksensoren mit einer Druckgenauigkeit von bis zu 0,001 psi.
 
Dabei wird jeder der 120 Prüfdorne von einem Pneumatikventil vom Typ VUVG von Festo angesteuert. Das Ventil aus der Reihe der Kernprodukte ist deutlich kleiner und robuster als vergleichbare Ventile am Markt, weltweit lagerhaltig verfügbar und preisattraktiv. „Daher sind wir froh, dass uns die Experten von Festo sowie Vertriebsingenieur Aaron Ang beim richtigen Einsatz der Ventiltechnik beraten haben“, sagt Chester Tan, Chief Executive Officer von Afa Technologies.

Einmalhandschuhe werden jetzt auch in Europa und Nordamerika gefertigt

Das Unternehmen mit Sitz in Melaka/Malaysia, das zwei Fabriken mit insgesamt mehr als 200 Mitarbeitern hat, profitierte von der Covid-19-Pandemie, als Schutzausrüstung Mangelware war. Bis Anfang 2020 beschränkte sich die Herstellung von hygienischen Einmalhandschuhen auf die traditionellen Länder der Kautschukproduktion in Südostasien. Der plötzliche Anstieg der Nachfrage führte dazu, dass viele andere Länder eine eigene Handschuhproduktion aufbauen wollten. Da bot sich für Afa Technologies die Gelegenheit, Maschinen und Anlagen auch nach Europa und Nordamerika zu exportieren.


 
„Dabei halten wir inzwischen bei Verpackungsmaschinen und Testanlagen für Einmalhandschuhe einen Marktanteil von 85 %“, erklärt Tan und verweist darauf, dass sein Unternehmen schon mehr als 300 Testanlagen vom Typ LTM verkauft hat. 

sk