Laser-Kennzeichnung trifft auf Künstliche Intelligenz

Ein Laser-Kennzeichnungsystem von Rea Elektronik trägt im Künstliche-Intelligenz-Reallabor der Smart Factory OWL mit berührungsloser Kennzeichnung zur Nachhaltigkeit der Kunststoffproduktion bei. Foto: Rea Elektronik

Ein Laser-Kennzeichnungssystem von Rea Elektronik ist Teil des KI-Reallabors in Lemgo, das Künstliche Intelligenz für die Kunststofffertigung testet.

Im Reallabor für Künstliche Intelligenz (KI) in der Smart Factory OWL forscht das Fraunhofer IOSB-INA gemeinsam mit Laser-Kennzeichnungsspezialist Rea Elektonik und neun weiteren Partnern an der industriellen Datenwirtschaft von morgen. Am Ende verlässt die Produktionsstraße ein Mehrwegbecher aus Biokunststoff, der die Wunschfarbe des Bestellers hat und ein individuelles Dekor. Er wurde vom Start-up Cuna Products entwickelt, ist aus nachwachsenden Rohstoffen und kann über einen von Cuna aufgesetzten Recycling-Kreislauf gesammelt und wiederverwertet werden. 

Künstliche Intelligenz: Daten werden über Plattform zur Verfügung gestellt

Was davor im KI-Reallabor passiert, ist nicht weniger interessant: Denn während der Produktion entstehen Daten, die Unternehmen über eine offene Plattform zur Verfügung gestellt werden, um sie bei der Lösung ihrer digitalen Fragen und der Optimierung ihrer eigenen Prozesse zu unterstützen.

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Nachhaltige Laser-Kennzeichnung ohne Verbrauchsmaterialien

In den Werkstoff des Kunststoffbechers sind lasersensitive Additive eingearbeitet: Sie reagieren mit einem Farbumschlag auf das Licht des Faserlasers von Rea Elektronik. „Unser Faserlaser System Jet FL fügt sich dank seiner vollständigen Eignung für Industrie 4.0 nahtlos in die Produktionsumgebung im KI-Reallabor ein und setzt auch bei sehr hohen Produktionsgeschwindigkeiten unverlierbare und kontrastreiche Markierungen“, erklärt Christoph Gasiorek, Gebietsverkaufsleiter bei Rea Jet. „Zur Nachhaltigkeit des gesamten Systems trägt bei, dass der Faserlaser die Markierungen ohne jegliche Verbrauchsmaterialien erstellt und er selbst nahezu wartungsfrei ist, also nur geringe Folgekosten mit sich bringt.“ 

Die lasersensitiven Additive werden bei der Erstellung der Kunststoffmischung ins gesamte Material eingearbeitet. Nach Fertigstellung des Teils setzt dann inline der Laserstrahl durch die Aktivierung der Additive seine Kennzeichnung und hat dabei größtmögliche Freiheit: Vom Schriftzug über Logos bis zu 1D- und 2D-Codes – wie etwa QR-Codes – kann er dank Anbindung an das Datensystem auch in der laufenden Produktion das Motiv der Kennzeichnung wechseln und Produkte individualisieren und serialisieren.

Die Kennzeichnung per Laser erfolgt automatisiert. Ein Roboter von Kuka hilft dabei.

sk